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4.4.4.2 M13 Click&Ride Integration und Anbindung
Confluence Page ID: 27525778 Version: 36 Pfad: /pathOS/Start / Vorstudie Bestellsystem/00_Vorstudie Bestellsystem/4 Anforderungen an das neue Bestellsystem der DB Netz/4.4 Soll-Schnittstellen Bestellsystem (Consumer oder Provider)/4.4.4 Anbindung an den Fahrplan und das Kapazitätsmanagement/4.4.4.2 M13 Click&Ride Integration und Anbindung Labels:
Einführung
Grundsätzlich muss hier in der Begrifflichkeit zwischen dem Verfahren Click&Ride und dem gleichnamigen Produkt differenziert werden.Â
Das Verfahren Click&Ride
Die Integration des Verfahrens Click&Ride beschäftigt sich mit der technischen wie prozessualen Integration der Click&Ride App mit ihren Funktionalitäten in das neue Bestellsystem. Heute arbeitet Click&Ride mit einer eigenständigen Middleware, die aus Objekten im Click&Ride-Objektmodell (CROM) Objekte in ITOM erzeugt und diese an der neXt Schnittstelle zur technischen Prozessteuerung direkt in den Prozess zur automatischen Konstruktion einkippt. Mit Integration in das neue Bestellsystem wird Click&Ride künftig Aufträge, die aus der App erzeugt werden, an die Komponente SteuerungVertriebsAblauf übergeben. Dazu muss die Objektumwandlung von CROM zu ITOM auf CROM zu TAF/TAP-nah erfolgen. Das Messaging-Konzept aus TAF/TAP kann für die App-Version von Click&Ride vernachlässigt werden, da die Nachrichtenabfolge in Click&Ride fachlich ausreichend ist und keine Drittsysteme integriert werden müssen.
Durch die prozessuale Integration von Click&Ride in die Komponente SteuerungVertriebsAblauf wird künftig eine Statusüberwachung über das Bestellportal auch für Vorgänge möglich sein, die in der Click&Ride App ausgelöst wurden. Eine Annahme von Click&Ride-Angeboten, die über die Click&Ride-App angefragt wurden soll dabei im ersten Schritt aber nicht implementiert werden. Die Vertragsverwaltung von aus der Click&Ride-App bestellten Vorgängen wird aber nahtlos gemäà TAF/TAP TSI-Prozessen über das Bestellportal und die TAF/TAP-Schnittstelle möglich sein.
Das Produkt Click&Ride
Das Produkt Click&Ride wird neben dem Auslösen von Anfragen über die Click&Ride-App, zukünftig auch aus dem Bestellportal heraus und über das Common Interface auslösbar sein. Hierzu wurde der Prozess "Kurzfristige Trassenberatung mit Buchungsoption" definiert und in der Schnittstellenbeschreibung für die neue TAF/TAP TSI Schnittstele dokumentiert. Der gesonderte Prozess ist erforderlich, um dem juristischen Charakter einer Click&Ride-Anfrage gerecht zu werden. Anfragen in Click&Ride gelten als eine Form der Trassenberatung, die im Einzelfall zur Buchung führen kann. Hierfür wird das Konstruktionsergebnis aus der Trassenberatung mit Click&Ride für 10 Minuten als belegte Trasse reserviert und ist für den Kunden, der die Trassenberatung angefordert hat mit Annahmeverzicht buchbar. Um dieses Produkt möglichst breitgefächert zur Nutzung zu bringen, wurde ein Prozess mit TAF/TAP-konformen Messages definiert, der dies bewusst auch Schnittstellenkunden ermöglicht.
Die Kapazitätsabfrage (Nicht MVP)
Die Fähigkeiten hinter Click&Ride sollen auÃerdem in einem weiteren Feature einem Kundennutzen zugeführt werden: die Kapazitätsabfrage. Diese ermöglicht dem Kunden im Bestellportal, eine beliebige Anmeldung testweise in den Fahrplankonstruktionskern zu senden, ohne dass dies einen Anmeldungscharackter hat. Im Unterschied zur Fahrzeitberechnung erhält der Kunde auf seine Anfrage dann eine konkrete Trassenkonstruktion unter Berücksichtigung der bekannten Infrastrukturauslastung. Technisch ist eine Kapazitätsabfrage kaum von einer Click&Ride-Anfrage zu unterscheiden, es gibt aber erhebliche fachliche Unterschiede:
- Eine Kapa-Abfrage kann auch erfolgen, wenn eine automatische Veröffentlichung nicht erfolgen kann
- Eine Kapa-Anfrage ist nicht an die Beschränkung der Fristigkeit von Click&Ride gebunden, sondern kann auch mit mehreren Tagen oder Wochen Vorlauf erfolgen
- Eine Kapa-Abfrage kann ggf. auch dann erfolgen, wenn technische Sachverhalte eine automatische Konstruktion eigentlich nicht zulassen (z.B. aktuell: KV-Profil)
- Eine Kapa-Abfrage erzeugt keine persistente Trassierung bzw. Reservierung, sondern gibt ausschlieÃlich Auskunft über eine individual nutzbare Kapazität für den angefragten Sachverhalt zum Zeitpunkt der Anfrage Kunden bekommen so eine Einschätzung für die zu erwartende Netzauslastung zum gewünschten Fahrtzeitpunkt und können Ihren Kunden wiederum entsprechend angepasste Angebote unterbreiten. Die Kapazitätsauskunft gibt dabei keine Auskunft darüber, welche Kapazitäten durch wen belegt sind, sondern eine unverbindliche Positivauskunft darüber, wie eine Trassierung eines konkreten Zuges aussähe/aussehen könnte, wenn diese aktuell angefragt würde. Da eine Kapazitätsabfrage keinen Vertriebsprozess darstellt, ist angedacht diese zwischen Bestellportal und Click&Ride Belegungskern direkt, ohne Umweg über die Komponente SteuerungVertriebsAblauf, anzubinden. Die Informationsauskunft wird zunächst ausschlieÃlich über das Bestellportal abrufbar sein. Der Prozess für die kurzfristige Fahrplagenberatung mit Buchungsoption (KFB) ist im EVU SST Hauptdokument (Abbildung 12: Geschäftsvorfallfolgen â Kurzfristige Fahrlagenberatung mit Buchungsoption) einsehbar.