Deutschland diskutiert digitale Souveränität - die schweizer Armee, weiß es schon lange.
Mein Learning: Es ist weniger eine Tool-Frage als eine Daten- und Risikoentscheidung.
Seit gut einem Jahr arbeite ich bewusst „souveräner“ (u. a. Linux/Nextcloud/Signal). Ergebnis aus eigener Erfahrung: Der Alltag funktioniert. Ja, es kostet an manchen Stellen Bequemlichkeit – aber deutlich weniger, als ich erwartet hätte.
Spannend fand ich einen internen Evaluationsbericht der Schweizer Armee zu Palantir: Dort werden u. a. Risiken bei Datenhoheit/Souveränitätsverlust benannt, weil Palantir ein US-Unternehmen ist – inklusive der Möglichkeit, dass sensible Daten durch US-Stellen eingesehen werden könnten. Zusätzlich wird das Risiko von Abhängigkeiten diskutiert, etwa wenn für Betrieb/Wartung dauerhaft externe Spezialisten nötig sind, die dann Zugang zu kritischen Prozessen und Daten erhalten. https://lnkd.in/d5HJWYcV
Für mich folgt daraus nicht „keine US-Produkte“. Ich nutze selbst täglich US-Software. Aber: Wir sollten bewusster entscheiden, welche Daten wir wo verarbeiten.
Mein Vorschlag als Denkmodell:
Unkritische Daten → Geschwindigkeit/Komfort darf gewinnen
Geschäftskritische Daten → Controls, Transparenz, Exit-Plan
Hochsensible Daten → Jurisdiktion & Betriebsmodell sind Teil der Security-Architektur
Welche Datenklasse ist bei euch gerade der größte Streitpunkt: Geschwindigkeit vs. Schutz?
#DigitaleSouveränität #Informationssicherheit #DataGovernance