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Rahmenrichtlinie 135.1301 Präventive Evakuierung
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mit Securitybezug großflächiger Bereiche
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Fachautor: Rüdiger Czech | CZL | Tel.: (999) 69304 Gültig ab: 01.09.2016
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Inhaltsverzeichnis
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Allgemeines ......................................................................... 1 01
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Festlegen des Evakuierungsbereiches ............................... 2 02
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Erstellen von Handlungsanweisungen ................................ 3 03
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Meldewege ........................................................................... 4 04
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Evakuierung und weitere Behandlung von Zügen .............. 5 05
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Evakuierung von Infrastrukturanlagen ................................ 6 06
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Betriebliche Maßnahmen ..................................................... 6 07
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Beenden der Evakuierungsmaßnahmen............................. 7 08
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Allgemeines 01
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(1) Dieses Regelwerk wurde gemeinsam von der für das Notfallm a-
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nagement und den Brandschutz im Konzern zuständigen Stell e
|
|
s
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owie der Konzernsicherheit der DB AG erstellt.
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(2) Aufgrund einer besonderen Bedrohungslage kann es erforderlich
|
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werden, in großflächigen Bereichen präventive Flächenevakui e-
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rungen von Anlagen und Fahrzeugen vorzunehmen.
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(3) Eine präventive Flächenevakuierung im Sinne dieser Richtlinie
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beschreibt die Evakuierung von Anlagen und Zügen eines groß-
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flächigen Evakuierungsbereichs gemäß Abschnitt 2 von den dort
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anwesenden Personen.
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Sie beginnt mit der ersten Aufforderung zum Verlassen des j e-
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weiligen Bereiches und endet mit dem Verlassen der letzten
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Person, die nicht zu den Einsatzkräften der Fremdrettung zählt.
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(4) Eine präventive Flächenevakuierung erfolgt im Rahmen einer
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polizeilichen Verfügung gemäß Abschnitt 2.
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(
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5) Die präventive Flächenevakuierung eines Bereiches hat zum
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Ziel, möglichst alle potenziell betroffenen Personen schnells t-
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möglich aus einem im Einzelfall definierten Gefahrenbereichbe-
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reich zu verbringen.
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Beteiligte
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Stellen
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Anlass
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Präventive
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Flächenevakuie-
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rung; Begriff
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|
Präventive
|
|
Flächenevakuie-
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|
rung; Verfügung
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|
Präventive
|
|
Flächenevakuie-
|
|
rung; Ziel
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Rahmenrichtlinie 135.1301 Präventive Evakuierung
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mit Securitybezug großflächiger Bereiche
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Im Gegensatz zu objektbezogenen Evakuierungen wird der
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Bahnbetrieb nicht unmittelbar eingestellt, sondern solange for t-
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geführt bis alle Reisenden aus dem Gefahrenbereich evakuiert
|
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sind.
|
|
Hinweis:
|
|
Vorhandene Evakuierungskonzepte werden hierfür mehrfach
|
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durchlaufen, da besetzte Reisezüge bereits geräumte Verkehr s-
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stationen anfahren.
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(6) Eine besondere Bedrohungslage im Sinne dieser Richtlinie, di e
|
|
ei
|
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ne präventive Flächenevakuierung erforderlich macht, setzt vo-
|
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raus, dass bei den Sicherheitsbehörden konkrete Hinweise auf
|
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einen Anschlag vorliegen, die ein unmittelbar bevorstehendes
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schädigendes Ereignis befürchten lassen, eine Eingrenzung des
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Gefahrenbereiches auf einzelne Fahrzeuge und Anlagen jedoch
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nicht möglich ist.
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|
Hinweis:
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Das Auffinden eines nicht zuzuordnenden G egenstandes (NZG)
|
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oder einer unkonventionellen Spreng - und Brandvorrichtung
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|
(USBV) stellt keine besondere Bedrohungslage im Sinne dieser
|
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Richtlinie dar, da sich der mögliche Anschlagort konkret bene n-
|
|
nen und eingrenzen lässt und entsprechende Maßnahmen ergrif-
|
|
fen werden können.
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Die Entscheidung, ob eine besondere Bedrohungslage vorliegt,
|
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wird durch die Polizei getroffen.
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Festlegen des Evakuierungsbereiches 02
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(1) Die räumlichen Grenzen des Evakuierungsbereiches, in dem
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eine präventive Flächenevakuierung umgesetzt werden muss,
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ergeben sich aus der polizeilichen Verfügung.
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(2) Innerhalb der räumlichen Grenzen des Evakuierungsbereichs
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gelten folgende Anlagen und Fahrzeuge als gefährdet und sind
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in die erforderlichen Maßnahmen einzubeziehen:
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- Öffentlich zugängliche Anlagen der Eisenbahninfrastruktur
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der DB AG, Arbeitsstätten und Verwaltungsgebäude, sofer
|
|
n
|
|
s
|
|
ie sich in einer öffentlich zugänglichen Infrastrukturanlage,
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z. B. einem Bahnhofsgebäude, befinden,
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- Bahnen und Busse aller Verkehrsunternehmen.
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Besondere
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Bedrohungslage
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Räumliche
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Grenze des
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Bereichs
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Bestandteile
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des Bereichs
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Erstellen von Handlungsanweisungen 03
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(1) Die Geschäftsfelder/Geschäftseinheiten erarbeiten eigenverant-
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wortlich und in gegenseitiger Abstimmung Handlungsanweisun-
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gen, die das Ziel der präventiven Evakuierung sicherstellen. D a-
|
|
bei sind ggf. vorhandene Evakuierungskonzepte zu berücksichti-
|
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gen und das betriebliche Regelwerk zu beachten.
|
|
(2) Die Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) übernehmen zur
|
|
Vorbereitung der Maßnahmen einer präventiven Flächenevak u-
|
|
ierung u. a. folgende Aufgaben für ihren Bereich:
|
|
- Festlegen von Stellen, die Maßnahmen gemäß den folgen-
|
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den Abschnitten sicherstellen.
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Grundsatz
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Aufgaben der
|
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EIU
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Rahmenrichtlinie 135.1301 Präventive Evakuierung
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01. 08.2008
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|
- E
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|
rstellen von Arbeitsanweisungen
|
|
- w
|
|
onach sich die betriebssteuernden Stellen die
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|
durchgeführte Evakuierung eines Zuges durc h
|
|
da
|
|
s Zugpersonal bestätigen lassen,
|
|
- die betriebssteuernden Stellen dem Zugpersonal
|
|
Anweisungen zur weiteren Verfügbarkeit geben.
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- Festlegen von Abstellorten für evakuierte Züge unter B e-
|
|
rücksichtigung der Anforderungen gemäß Abschnitt 5 A b-
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satz 4.
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- Erarbeiten von vorformulierten Ansagetexten.
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|
- Erstellen von Melde- und Alarmierungsplänen, um die erfor-
|
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derlichen Maßnahmen zeitnah umsetzen zu können. Dazu
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gehören insbesondere:
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- Benachrichtigung von Führungskräften,
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- Heranführen von zusätzlichem Personal,
|
|
- Vorbereiten der erforderlichen betrieblichen Ma ß-
|
|
nahmen für den Evakuierungsbereich.
|
|
- Festlegen von internen und externen Stellen, die zur Unter-
|
|
stützung der Maßnahmen herangezogen werden können.
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(3) Die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) übernehmen zur
|
|
Vorbereitung der Maßnahmen einer präventiven Flächenevak u-
|
|
ierung u. a. folgende Aufgaben für ihren Bereich:
|
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- Erstellen von Arbeitsanweisungen für Mitarbeiter.
|
|
- Erarbeiten von vorformulierten Ansagetexten.
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Meldewege 04
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(1) Der Empfänger einer polizeilichen Verfügung leitet diese unve r-
|
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züglich an die für den Evakuierungsbereich zuständige Notfalllei-
|
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tstelle (Nfls) weiter.
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Die jeweiligen Nfls sind verpflichtet, sich bei Eingang einer pol i-
|
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zeilichen Verfügung gegenseitig zu informieren.
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|
(
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2) Nach Eingang der Verfügung leitet die Nfls die Evakuierung s-
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maßnahmen ein. Hierzu werden die nachfolgenden Stellen in der
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genannten Reihenfolge verständigt.
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Aufgaben der
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EVU
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Verfügungs-
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|
empfänger
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|
Einleiten der
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Evakuierung
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1. Fahrdienstleiter (Fdl), die die Betriebsführung innerhalb
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des Evakuierungsbereiches steuern,
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2. 3-S-Zentralen, deren Zuständigkeit sich auf den Evaku-
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ierungsbereich erstreckt,
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3. DB-Lagezentrum,
|
|
4. weitere Stellen nach Meldeplan.
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(3) Das Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), das Gleisanlagen
|
|
bet
|
|
reibt, sowie die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) legen
|
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gemeinsam Meldewege fest, die eine Information der Tr iebfahr-
|
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zeugführer (Tf) betroffener Züge über die anstehende Evakui e-
|
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rung sicherstellen.
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Die Federführung hierzu liegt beim EIU.
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(4) Alle Meldungen und Aufforderungen zur Umsetzung der Evak u-
|
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ierung sind in Klartext zu übermitteln.
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Evakuierung u. weitere Behandlung von Zügen 05
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(1) Die Evakuierung von Zügen aufgrund einer besonderen Bedr o-
|
|
hungslage ist schnellstmöglich jedoch unter Beachtung der Ver-
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hältnismäßigkeit durchzuführen. Das Risiko einer Evakuierung
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unter ungünstigen Umständen ist der abstrakten Bedrohung g e-
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genüberzustellen.
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Beispiel:
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Ein Zug hält aufgrund der Zugfolge innerhalb eines Fahrtunnels
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noch vor dem Bahnsteig. Die Weiterfahrt ist absehbar. Von einer
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Evakuierung innerhalb des Fahrtunnels ist abzusehen, da diese
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ein zusätzliches Risiko birgt.
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(2) Die Evakuierung von Zügen hat vorrangig an einem geeignet en
|
|
B
|
|
ahnsteig zu erfolgen.
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Hinweis:
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Evakuierungen außerhalb von Bahnsteigbereichen können j e-
|
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doch erforderlich werden, wenn ein Zug aufgrund einer techn i-
|
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schen Störung oder eines Parallelereignisses den Bereich des
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Bahnsteiges tatsächlich in absehbarer Zeit nicht anfahren kann.
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Signalstörungen sind hiervon ausgenommen, sofern betrieblic he
|
|
E
|
|
rsatzmaßnahmen gemäß Ril 408 durchgeführt werden können.
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(3) Züge, die evakuiert wurden, werden je nach betrieblicher Erfor-
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dernis als Leerzug weiter gefahren, um den Bahnsteig für even-
|
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tuell nachfolgende zu evakuierende Züge zu räumen.
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|
Information der
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|
Tf
|
|
Art der Über-
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mittlung
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Grundsatz
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Evakuierungsort
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|
Behandlung
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evakuierter Zü-
|
|
ge
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mit Securitybezug großflächiger Bereiche
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|
(
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4) Die Entscheidung hierüber erfolgt im Einzelfall durch das EIU,
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das Gleisanlagen betreibt.
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(5) Es sind in Abstimmung mit der zuständigen Polizei Abstellorte zu
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wählen, die für polizeiliche Maßnahmen geeignet sind.
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Evakuierung von Infrastrukturanlagen 06
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(1) Die Evakuierung von öffentlich zugänglichen Infrastrukturanlagen
|
|
er
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folgt gemäß den soweit vorhandenen Evakuierungskonzepten.
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(2) Die Evakuierung wird durch das soweit vorhandene Personal
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des Anlagenbetreibers durchgeführt.
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Bei unbesetzten Anlagen gilt der Hinweis auf die vorhandene
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Fluchtwegkennzeichnung als Durchführung.
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(3) Die Evakuierung von Zügen, die die Anlage anfahren, ist durch
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das örtliche Personal des Anlagenbetreibers, soweit vorhanden,
|
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zu unterstützen.
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|
(4) Während der Evakuierungsmaßnahmen haben sich Anlagenbe-
|
|
treiber der Personenverkehrsanlagen sowie die betriebssteuer n-
|
|
de Stelle des EIU, der Gleisanlagen betreibt, ständig über Zu g-
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folge und Evakuierung gegenseitig abzustimmen.
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Betriebliche Maßnahmen 07
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(1) Zug- und Rangierfahrten innerhalb des Evakuierungsbereichs
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sind unter folgenden Voraussetzungen durchzuführen:
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- Der Güterzugverkehr im Evakuierungsbereich ist unverzüg-
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lich einzustellen.
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- Güterzüge sind so abzustellen, dass sie den Reisezugver-
|
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kehr nicht behindern. Ist dies nicht möglich, sind in letzter
|
|
Konsequenz Güterzüge aus dem Evakuierungsbereich z
|
|
u
|
|
f
|
|
ühren.
|
|
- Bahnhöfe mit Bahnsteig und Haltepunkte sind von geräum-
|
|
ten Reisezügen freizufahren, bis sich keine besetzten Rei-
|
|
sezüge, die evakuiert werden müssen, mehr in den rückli e-
|
|
genden Abschnitten befinden.
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Evakuierte Reisezüge sind, sofern eine Weiterfahrt erforderlich
|
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ist, den zuvor festgelegten Abstellorten zuzuführen.
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Abstellorte
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Grundsatz
|
|
Durchführung
|
|
Züge im Bereich
|
|
der Anlage
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|
Abstimmung
|
|
der EIU
|
|
Fahrten inner-
|
|
halb des Evaku-
|
|
ierungsberei-
|
|
ches
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(2) Die EIU, die unmittelbar Gleisanlagen betreiben, stellen sicher,
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dass keine Zug- oder Rangierfahrten in den definierten Evakui e-
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rungsbereich eingelassen werden. Dies gilt sowohl für Reise- als
|
|
auch für Güterzüge.
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(3) Mit dem in der polizeilichen Verfügung genannten Zeitpunkt dür-
|
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fen besetzte Reisezüge, die ab dann an einem Bahnsteig halten,
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den Evakuierungsbereich nicht verlassen, um eine Ausweit
|
|
ung
|
|
des
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Gefahrenbereiches zu vermeiden.
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Zug- oder Rangierfahrten, die den Bereich dennoch verlassen
|
|
haben sind
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1. am nächsten geeigneten Haltepunkt zu stellen und zu ev a-
|
|
kuieren,
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|
2. der Polizeidienststelle, die die Verfügung erlassen hat unter
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Angabe der getroffenen Maßnahmen zu benennen.
|
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Unter Berücksichtigung von Punkt 2 dürfen geräumte Züge den
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Evakuierungsbereich verlassen, um den gemäß Abschnitt 5 Ab-
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satz 4 festgelegten Abstellorten zugeführt zu werden.
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Beenden der Evakuierungsmaßnahmen 08
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(1) Das Beenden der Evakuierungsmaßnahmen sowie die Wieder-
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aufnahme des planmäßigen Betriebs setzt eine Aufhebung der
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polizeilichen Verfügung voraus.
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Die Aufhebung der Verfügung erfolgt grundsätzlich durch die die
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|
Verfügung erlassende Polizei.
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Fahrten in den
|
|
Evakuierungs-
|
|
bereich
|
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Fahrten aus
|
|
dem Evakuie-
|
|
rungsbereich
|
|
Voraussetzung
|