git-subtree-dir: bahn/wissensdatenbank git-subtree-split: 07a8196e5f9e55d027f90485beb95f4006387669
305 lines
10 KiB
Markdown
305 lines
10 KiB
Markdown
---
|
|
domain: "regelwerk"
|
|
tool: "allgemein"
|
|
scope: "allgemein"
|
|
tags: ["domain:regelwerk", "tool:allgemein", "scope:allgemein", "regelwerk", "betrieblich-technisch"]
|
|
owners: []
|
|
component_type: "pdf"
|
|
source: "www.dbinfrago.com"
|
|
url: "https://www.dbinfrago.com/resource/blob/13174666/ab5ff05dd6db92114e8810218f4c82ae/Ril-437-0011-INB-2026-data.pdf"
|
|
last_updated: "2026-06-26"
|
|
review_status: "approved"
|
|
review_notes: ""
|
|
content_hash: "ddeb775d858dd78c"
|
|
contact: "einfachbahn@deutschebahn.com"
|
|
meta_fingerprint: "395b4acb40093e35"
|
|
---
|
|
|
|
...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
DB Netz AG
|
|
Sitz Frankfurt am Main
|
|
Registergericht
|
|
Frankfurt am Main
|
|
HRB 50 879
|
|
USt-IdNr.: DE199861757
|
|
|
|
Vorsitzender des
|
|
Aufsichtsrates:
|
|
Dr. Rüdiger Grube
|
|
|
|
Vorstand:
|
|
Frank Sennhenn,
|
|
Vorsitzender
|
|
|
|
|
|
Dr. Roland Bosch
|
|
Bernd Koch
|
|
Ute Plambeck
|
|
Prof. Dr. Dirk Rompf
|
|
Dr. Jörg Sandvoß
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
07.10.2014
|
|
Aktualisierung der Richtlinien 437.0011 bis 437.0014
|
|
|
|
|
|
Sehr geehrte Damen und Herren,
|
|
|
|
mit der Aktualisierung 6 der Richtlinien 437.0011 bis 437.0014 werden die Regelungen der TSI-
|
|
gerechten Gestaltung der Richtlinie 408.01 - 09 angepasst.
|
|
Die Aktualisierung tritt zum 13.12.2015 in Kraft.
|
|
Die örtlichen Regelungen werden nicht mehr in den Örtlichen Richtlinien für Mitarbeiter auf Be-
|
|
triebsstellen bzw. für das Zugpersonal sondern im Betriebsstellenbuch oder Streckenbuch ge-
|
|
troffen. Die Regelwerkspassagen, zu denen örtliche Regelungen in Form von örtlichen Zusät-
|
|
zen (Betriebsstellenbuch bzw. Streckenbuch) zu treffen sind, werden in einem neuen Modul
|
|
437.1000 in Form der bisher aus dem Modul 408.1101 Abschnitt 2 Anhang 01 bekannten
|
|
Strichliste herausgegeben. Das Modul 437.1000 richtet sich an Mitarbeiter mit Planungs-, Lei-
|
|
tungs- und Überwachungsaufgaben, betriebliche Planer sowie Lehrkräfte für den Bahnbetrieb
|
|
und wird daher nicht in der Richtlinie 437 veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgt über die
|
|
Handbücher 40810 und 40830.
|
|
Die Module 437.0011 bis 437.0014 sind inhaltlich den neuen Begriffen für örtliche Regelungen
|
|
angepasst. Neu aufgenommen wurden Regeln für das Zurückziehen von Befehlen im SZB-E,
|
|
da die Grundregeln der Richtlinie 408 nicht mehr angewendet werden können.
|
|
Es sind folgende Module auszutauschen:
|
|
437.0011
|
|
437.0012
|
|
437.0013
|
|
437.0014
|
|
|
|
Beachten Sie auch, dass sich der Vordruck 437.0001V02 SZB-Befehl zum 13.12.2015 ändert
|
|
und ab 13.12.2015 nur noch der neue Vordruck 437.0001V02 SZB-Befehl verwendet werden
|
|
darf.
|
|
|
|
DB Netz AG
|
|
Zentrale
|
|
Betriebsverfahren
|
|
Theodor-Heuss-Allee 7
|
|
60486 Frankfurt(Main)
|
|
www.dbnetze.com/fahrweg
|
|
437.1100Z06 gültig ab: 13.12.2015
|
|
DB Netz AG • Theodor-Heuss-Allee 7 • 60486 Frankfurt(Main)
|
|
|
|
Gemäß Verteiler Ril 437.0011 - 437.0014
|
|
|
|
2/2
|
|
|
|
|
|
Mit freundlichen Grüßen
|
|
DB Netz AG
|
|
|
|
gez. i. V. Bormet gez. i. A. Villioth-Ebert
|
|
(Leiter Betriebsverfahren) (Fachautorin Ril 437)
|
|
|
|
Bahnbetrieb Signalisierter Zugleitbetrieb (SZB)
|
|
Zug- und Rangierfahrten im Signalisierten Zugleitbetrieb mit
|
|
Elektronischem Stellwerk durchführen (SZB-E); Regelungen für alle
|
|
Mitarbeiter
|
|
437.0011
|
|
Seite 1
|
|
|
|
Fachautor: I.NPB 4; Jan Schneider; Tel.: (069) 265 31671 Gültig ab: 13.12.2015
|
|
1 Allgemeines
|
|
(1) Für den Signalisierten Zugleitbetrieb mit Elektronischem Stellwerk (SZB-E)
|
|
gelten die Module 437.0011 bis 437.0014. Sofern hierin keine Regeln gege-
|
|
ben sind, gelten die Regeln in Richtlinie 408 sowie weitere Regelungen in an-
|
|
deren Richtlinien.
|
|
(2) Örtliche Regelungen werden in den örtlichen Zusätzen bekannt gegeben.
|
|
Im Fahrplan und in den örtlichen Zusätzen wird angegeben, auf welchen Stre-
|
|
ckenabschnitten der SZB-E angewendet wird.
|
|
(3) Ausnahmen von den Regeln genehmigt ausschließlich DB Netz AG - Be-
|
|
triebsverfahren -. Sie werden vom Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU)
|
|
im Auftragsbuch und vom Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) dem Mitar-
|
|
beiter unter Hinweis auf die Genehmigung bekannt gegeben.
|
|
2 Aufgaben und Einsatz
|
|
(1) Der Zugleiter (Zl) regelt den Bahnbetrieb auf der Zugleitstrecke. Er kann zu-
|
|
gleich Fahrdienstleiter einer Zugmeldestelle sein (örtliche Zusätze).
|
|
(2) Die betrieblichen Aufgaben des Zugführers (Zf) übernimmt stets der Trieb-
|
|
fahrzeugführer (Tf). Das EVU kann abweichende Regelungen treffen.
|
|
(3) Zugleiter, Triebfahrzeugführer und Fahrdienstleiter müssen für den SZB-E
|
|
fortgebildet und geprüft sein.
|
|
3 Begriffe und betriebliche Regelungen
|
|
(1) Die einem Zugleiter zugeteilte Strecke wird Zugleitstrecke genannt. Sie grenzt
|
|
an eine Zugmeldestelle oder an eine andere Zugleitstrecke an. Die Zugleit-
|
|
strecke beginnt im Allgemeinen am Einfahrsignal der Zugmeldestelle.
|
|
Der Bahnhof, auf dem sich der Zugleiter befindet, gehört zur Zugleitstrecke,
|
|
wenn er mit Signalanlagen des Signalisierten Zugleitbetriebes mit Elektroni-
|
|
schem Stellwerk ausgerüstet ist.
|
|
(2) Im Regelfall sichert selbsttätiger Streckenblock die Zugfolge.
|
|
Der Zugleiter ist für die Zugfolge und Reihenfolge der Züge verantwortlich.
|
|
Wenn im Fahrplan angegeben oder durch den Zugleiter festgelegt, wird die
|
|
Reihenfolge der Züge durch Zuglaufmeldungen geregelt, die der Zugleiter mit
|
|
dem Triebfahrzeugführer wechselt. Im Störungsfall können die durch den Zu-
|
|
gleiter festgelegten Zuglaufmeldungen auch der Zugsicherung dienen.
|
|
Zuglaufmeldungen sind:
|
|
- Abfahrbereitschaftsmeldung (AM)
|
|
- Haltmeldung (HM)
|
|
- Durchfahrtmeldung (DM)
|
|
- Zugvollständigkeitsmeldung (ZM)
|
|
Geltende
|
|
Richtlinien,
|
|
Geltungsbe-
|
|
reich
|
|
Örtliche Zu-
|
|
sätze
|
|
Ausnahmen
|
|
Zugleiter
|
|
Tf=Zf
|
|
Mitarbeiter
|
|
ausbilden und
|
|
prüfen
|
|
Zugleitstrecke
|
|
Zugfolge si-
|
|
chern und
|
|
regeln
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
|
|
Zug- und Rangierfahrten im Signalisierten Zugleitbetrieb mit
|
|
Elektronischem Stellwerk durchführen (SZB-E); Regelungen für alle
|
|
Mitarbeiter
|
|
437.0011
|
|
Seite 2
|
|
Gültig ab: 13.12.2015
|
|
Im Fahrplan ist eingetragen, wo diese Meldungen planmäßig zu geben sind.
|
|
Mit dem Fahrdienstleiter der an die Zugleitstrecke angrenzenden Zugmelde-
|
|
stelle regelt der Zugleiter die Reihenfolge der Züge durch Zugmeldungen.
|
|
Die Verständigung zweier Zugleiter, deren Zugleitstrecken unmittelbar anei-
|
|
nander grenzen, ist im Betriebsstellenbuch geregelt.
|
|
(3) Die Ausrüstung des Zuges besteht mi ndestens aus SZB-Befehlsvordrucken
|
|
und Fernsprechbuch. Eine darüber hinaus gehende erforderliche Zugausrüs-
|
|
tung ist in den örtlichen Zusätzen geregelt.
|
|
(4) Ist der Arbeitsplatz des Zugleiters nicht besetzt, dürfen in der Regel keine
|
|
Züge verkehren.
|
|
Ausnahmen:
|
|
- Dringliche Hilfszüge (nach Modul 408.0485 und Modul 408.2485)
|
|
- Sperrfahrten im Rahmen einer Betra
|
|
(5) Die Fahrten zu Ausweichanschlussstellen erfolgen in der Regel auf Fahrtstel-
|
|
lung des Signals und ohne Sperrung des Streckengleises. Ausnahmen davon
|
|
regeln die örtlichen Zusätze.
|
|
Nach Ankunft in der Ausweichanschlussstelle und der Räumung des Streck-
|
|
engleises muss die Bedienungsfahrt eingeschlossen werden. Ist das aus-
|
|
nahmsweise nicht möglich, muss das Streckengleis gesperrt werden. Die
|
|
Rück- oder Weiterfahrt erfolgt dann als Sperrfahrt.
|
|
4 Betriebliche Verständigung
|
|
(1) In der Regel dient der Zugfunk der Verständigung zwischen Zugleiter und
|
|
Triebfahrzeugführer. Bei Ausfall der Zugfunkeinrichtung sind alle geeigneten
|
|
Telekommunikationseinrichtungen zu nutzen, um eine Verbindung zwischen
|
|
Zugleiter und Triebfahrzeugführer herzustellen.
|
|
(2) Aufträge und Meldungen werden bei der Benutzung des Zugfunks nicht einge-
|
|
tragen. Bei Benutzung anderer geeigneter Telekommunikationseinrichtungen
|
|
werden fahrdienstliche Aufträge und Meldungen in das Fernsprechbuch für
|
|
den Signalisierten Zugleitbetrieb mit Elektronischem Stellwerk nach Vordruck
|
|
437.0011V01 und 437.0011V02 eingetragen.
|
|
(3) Der Zugleiter trägt Meldungen und Aufträge in das Zugmeldebuch für den
|
|
Signalisierten Zugleitbetrieb mit Elektronischem Stellwerk nach Vordruck
|
|
437.0011V03 oder dem Fernsprechbuch für den Signalisierten Zugleitbetrieb
|
|
mit Elektronischem Stellwerk nach Vordruck 437.0011V01 ein.
|
|
(4) Bei der Benachrichtigung von Bahnübergangsposten oder Arbeitsstellen auf
|
|
der freien Strecke über Zugfahrten gelten folgende Regeln:
|
|
- Bevor ein Zug in die Zugleitstrecke einfährt, benachrichtigt der Fahrdienst-
|
|
leiter die zwischen Zugmeldestelle und dem ersten Bahnhof der Zugleit-
|
|
strecke befindlichen Bahnübergangsposten oder Arbeitsstellen.
|
|
- Bevor ein Zug in den entsprechenden Zugfolgeabschnitt innerhalb der
|
|
Zugleitstrecke einfährt, benachrichtigt der Zugleiter die Bahnübergangs-
|
|
posten oder Arbeitsstellen.
|
|
Zugausrüs-
|
|
tung
|
|
Arbeitsplatz
|
|
des Zugleiters
|
|
nicht besetzt
|
|
Verständigung
|
|
Aufträge und
|
|
Meldungen
|
|
eintragen
|
|
Zugmelde-
|
|
buch für den
|
|
SZB-E
|
|
Bahnüber-
|
|
gangsposten
|
|
oder Arbeits-
|
|
stellen der
|
|
freien Strecke
|
|
über Zugfahr-
|
|
ten benach-
|
|
richtigen
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
|
|
Zug- und Rangierfahrten im Signalisierten Zugleitbetrieb mit
|
|
Elektronischem Stellwerk durchführen (SZB-E); Regelungen für alle
|
|
Mitarbeiter
|
|
437.0011
|
|
Seite 3
|
|
|
|
Gültig ab: 13.12.2015
|
|
- Eine Arbeitsstelle ist mit den Worten: „Zug (Nummer) von (Name des letz-
|
|
ten Bahnhofs vor der Arbeitsstelle) nach (Name des ersten Bahnhofs hinter
|
|
der Arbeitsstelle)“, zu benachrichtigen.
|
|
- Ein Bahnübergangsposten ist mit den Worten: „Zug (Nummer) in (Name
|
|
des Bahnhofs) voraussichtlich ab (Minute der voraussichtlichen Ab- oder
|
|
Durchfahrzeit)“, zu benachrichtigen.
|
|
Die entsprechenden Regelungen werden in der Betra oder in einer anderen
|
|
schriftlichen Anweisung getroffen.
|
|
5 Befehle
|
|
(1) Zum Übermitteln von Befehlen an den Triebfahrzeugführer verwendet der
|
|
Zugleiter oder Fahrdienstleiter den SZB-Befehl nach Vordruck 437.0001V02.
|
|
Der Zugleiter darf Befehle zurückziehen.
|
|
Ein Befehl ist zurückgezogen, wenn der Zugleiter oder Fahrdienstleiter die
|
|
dem Triebfahrzeugführer übermittelte Urschrift des Befehls durchkreuzt und
|
|
durch Unterschrift bestätigt hat, dass der Befehl ungültig ist.
|
|
Fernmündlich darf der Zugleiter oder Fahrdienstleiter einen Befehl nur zu-
|
|
rückziehen, wenn der Triebfahrzeugführer ihm nach Aufforderung den Stand-
|
|
ort seines Zuges mitgeteilt hat. Der Triebfahrzeugführer bestätigt dem Zuglei-
|
|
ter bzw. dem Fahrdienstleiter nach dessen Aufforderung, dass er den Befehl
|
|
durchkreuzt und damit ungültig gemacht hat. Der Zugleiter bzw. Fahrdienstlei-
|
|
ter durchkreuzt seine Ausfertigung des Befehls und vermerkt das Zurückzie-
|
|
hen auf der Rückseite des Befehls nach folgendem Muster:
|
|
„Befehl zurückgezogen. Enders, Tf, über ZF. Spahn, ZL, 13.12.2015. 00:01
|
|
Uhr.“
|
|
|
|
Schriftliche
|
|
Befehle
|
|
Allgemein
|
|
Fernmündlich
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|
|
*
|