Files
Orchestrator/output/processed/allgemein/regelwerk/ril-483-0100z12-inb-2026-data.md
T
ankn cfaf670100 Squashed 'bahn/wissensdatenbank/' content from commit 07a8196e
git-subtree-dir: bahn/wissensdatenbank
git-subtree-split: 07a8196e5f9e55d027f90485beb95f4006387669
2026-06-30 21:19:25 +02:00

1419 lines
49 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
---
domain: "regelwerk"
tool: "allgemein"
scope: "allgemein"
tags: ["domain:regelwerk", "tool:allgemein", "scope:allgemein", "regelwerk", "betrieblich-technisch"]
owners: []
component_type: "pdf"
source: "www.dbinfrago.com"
url: "https://www.dbinfrago.com/resource/blob/13191866/f8e983a6d6707521dfe9deff931d0eba/Ril-483-0100Z12-INB-2026-data.pdf"
last_updated: "2026-06-26"
review_status: "approved"
review_notes: ""
content_hash: "c18621c5f5ff5394"
contact: "einfachbahn@deutschebahn.com"
meta_fingerprint: "395b4acb40093e35"
---
Richtlinie
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 1
Fachautor: I.IAI 45 | Steffen Schöneich | steffen.schoeneich@deutschebahn.com Gültig ab: 14.12.2025
Inhaltsverzeichnis
1 Anwendungsbereich und Zweck des Zusatzes ................... 2
2 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 4 der
Richtlinie 483.0100 ............................................................. 3
3 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 5 der
Richtlinie 483.0100 ........................................................... 15
4 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 7 der
Richtlinie 483.0100 ........................................................... 22
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 2
Gültig ab: 14.12.2025
1 Anwendungsbereich und Zweck des
Zusatzes
(1) Dieser Zusatz gilt nur in Ergänzung zu Richtlinie 483.0100.
Er soll Eisenbahnverkehrsunternehmen als Hilfe oder
Muster für die Ausgestaltung von Unternehmensvorgaben
nach Maßgabe der Richtlinie 483.0100 in Bezug auf die
PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R dienen.
(2) Die nachfolgenden Abschnitte beinhalten Umsetzungs-
beispiele für bauform- und ausführungsvarianten-
spezifische Unternehmensvorgaben nach Maßgabe der
Richtlinie 483.0100 für die PZB-Fahrzeugeinrichtung der
Bauform PZ 80R.
Alle Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in
den nachfolgenden Abschnitten sind unverbindlich.
(3) In den unverbindlichen Umsetzungsbeispielen für
Unternehmensvorgaben der nachfolgenden Abschnitte
werden nur Sachverhalte behandelt, welche früher in der
entfallenen bauformspezifischen Richtlinie 483.0112
geregelt waren und nun durch das Eisenbahnverkehrs-
unternehmen in eigener Verantwortung zu regeln sind.
Dieser Zusatz enthält daher nicht für alle, sondern nur für
eine Auswahl von Ausführungsbestimmungen der
Richtlinie 483.0100 Umsetzungsbeispiele für
Unternehmens-vorgaben. Zudem sind manche
Ausführungs-bestimmungen der Richtlinie 483.0100 nur
teilweise umgesetzt.
(4) Die unverbindlichen Umsetzungsbeispiele für Unter-
nehmensvorgaben in den nachfolgenden Abschnitten
entsprechen inhaltlich sinngemäß den jeweiligen früher
verbindlichen Vorgaben der entfallenen bauform-
spezifischen Richtlinie 483.0112. Die unverbindlichen
Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in den
nachfolgenden Abschnitten basieren somit inhaltlich auf
dem Kenntnisstand der Systembetreuenden Stelle für die
Klasse-B-ZZS-Systeme PZB, LZB und GNT bei der
DB InfraGO AG vom Jahr 2014.
Die Systembetreuende Stelle für die Klasse-B-ZZS-
Systeme PZB, LZB und GNT bei der DB InfraGO AG leistet
keine Gewähr dafür, dass die unverbindlichen
Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in den
nachfolgenden Abschnitten aktuell sind. Eine inhaltliche
Aktualisierung ist seitens der Systembetreuenden Stelle für
die Klasse-B-ZZS-Systeme PZB, LZB und GNT bei der
DB InfraGO AG nicht vorgesehen.
Anwendungs-
bereich
Regelungs-
gegenstand
Ehemalige
bauform-
spezifische
PZB-Bedien-
richtlinie
Keine Gewähr
für Aktualität
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 3
Gültig ab: 14.12.2025
(5) Die unverbindlichen Umsetzungsbeispiele für Unter-
nehmensvorgaben in den nachfolgenden Abschnitten sind
so ausgestaltet und formuliert, als wären sie bereits
verbindliche Unternehmensvorgaben, und stellen insoweit
ein kopierfähiges Muster dar. Das Eisenbahn-
verkehrsunternehmen darf sie in eigener Verantwortung
entweder unverändert oder mit Änderungen bzw.
Anpassungen in eine verbindliche Unternehmensvorgabe
übernehmen.
Wenn das Eisenbahnverkehrsunternehmen ein
Umsetzungsbeispiel für eine Unternehmensvorgabe der
nachfolgenden Abschnitte in eigener Verantwortung ohne
weitere Änderung bzw. Anpassung in eine verbindliche
Unternehmensvorgabe übernimmt, muss das
Eisenbahnverkehrsunternehmen dabei in eigener
Verantwortung überprüfen und sicherstellen, dass die
resultierende verbindliche Unternehmensvorgabe sachlich
richtig und aktuell ist.
(6) Sofern gemäß Abschnitt 3 Absatz (7) der
Richtlinie 483.0100 Zitierpflicht besteht, werden in den
unverbindlichen Umsetzungsbeispielen für Unter-
nehmensvorgaben in den nachfolgenden Abschnitten aus
Gründen der Übersichtlichkeit nur Bezüge zu den Vorgaben
der Richtlinie 483.0101 wiedergegeben.
2 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 4
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101:
Die akustischen Meldungen werden mit einer Hupe
ausgegeben.
Als Anzeigeeinrichtung für die Führerraumanzeigen wird je
nach Ausführungsvariante der PZB-Fahrzeugeinrichtung
der Bauform PZ 80R entweder
- eine Anzeigeeinheit (AZE; Bild 1) oder
- ein Modulares Führerraumanzeigegerät Typ 7/1
(MFA 7/1; Bild 2)
verwendet.
Verwendung der
Umsetzungs-
beispiele als
kopierfähiges
Muster
Umsetzung der
Zitierpflicht
gemäß
Richtlinie
483.0100
Führerraum-
anzeigen und
akustische
Meldungen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 4
Gültig ab: 14.12.2025
Bild 1 Aufbauschema AZE
Bild 2 Aufbauschema MFA 7/1
(2) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (6) der
Richtlinie 483.0101:
Die PZB-Bedientasten Wachsamkeitstaste, Freitaste und
Befehlstaste sind in einer Gruppe auf dem Führerraumpult
angeordnet (Bild 2).
PZB-
Bedientasten
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 5
Gültig ab: 14.12.2025
Bild 3 PZB-Bedientasten-Gruppe
(3) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absätze (7) und (11) der
Richtlinie 483.0101:
Bei der PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R gibt
es bei allen Ausführungsvarianten eine Dateneingabe-
einheit für die Zugdaten und nur bei den Ausführungs-
varianten mit einer Daten-Speicher-Einheit Typ 8 (DSE 8)
eine separate zweite Dateneingabeeinheit für die weiteren
Daten für die Fahrtenregistrierung (Einstellwerte „Triebfahr-
zeugführer-Nummer“ und „Zug-Nummer“) an der DSE 8.
Die Dateneingabeeinheit für die Zugdaten ist der
Dateneinsteller. In jedem Führerraum ist jeweils ein
Dateneinsteller vorhanden.
Der Dateneinsteller besteht aus den folgenden Bedien- und
Anzeigeelementen:
- Eingabeschalter
- Übernahmetaste
- PZB-Störschalter
- Eingabeleuchtmelder
- Kontrolltaster
- Vorwahlschalter mit den Schaltstellungen „BRA“ und
„BRH“
Bild 4 zeigt den Aufbau eines Dateneinstellers in
schematischer Form.
Dateneinsteller
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 6
Gültig ab: 14.12.2025
Bild 4 Aufbauschema Dateneinsteller
Über den Dateneinsteller lassen sich sowohl Zugdaten
(Einstellwerte BRA und BRH) eingeben als auch die
gespeicherten Zugdaten anzeigen (Einstellwerte BRA und
BRH).
Tabelle 1 zeigt, mit welchen Bedienelementen am
Dateneinsteller sich Eingaben oder Einstellungen
vornehmen und von der PZB-Fahrzeugeinrichtung
gespeicherte Einstellungen anzeigen lassen.
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 7
Gültig ab: 14.12.2025
Dateneinsteller
Bedienelement Zweck und Funktion
Eingabeschalter
(zwei Daumenrad-
schalter)
zweistellige Eingabe der Einstellwerte BRA oder BRH
Übernahmetaste
Bestätigung der mit dem Eingabeschalter eingestellten Werte
zur Übernahme der Einstellungen in die PZB-
Fahrzeugeinrichtung
PZB-Störschalter Abschalten der PZB-Fahrzeugeinrichtung (manuelles
Umschalten auf PZB-Störbetrieb)
Eingabeleuchtmelder Anzeige der von der PZB-Fahrzeugeinrichtung
übernommenen Einstellwerte
Kontrolltaster
- Anzeige der gespeicherten Einstellwerte BRA oder BRH am
Eingabeleuchtmelder veranlassen
- ermöglicht das Anzeigen der automatisch ausgewählten
PZB-Zugart (anhand der zugeordneten
Überwachungsgeschwindigkeit) bei der PZB-
Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in den
Ausführungsvarianten mit AZE
Vorwahlschalter - mögliche Schaltstellungen: „BRA“ und „BRH“
- Auswahl des einzugebenden Einstellwertes
Tabelle 1: Bedienelemente am Dateneinsteller
Bei der PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in
den Ausführungsvarianten mit DSE 8 lassen sich an der
Bedienschnittstelle der DSE 8 die weiteren Daten für die
Fahrtenregistrierung (Einstellwerte „Triebfahrzeugführer-
Nummer“ und „Zug-Nummer“) eingeben sowie die Datums-
und Uhrzeiteinstellung für die Fahrtenregistrierung
korrigieren.
Die Bedienschnittstelle setzt sich aus den folgenden
Bedien- und Anzeigeelementen zusammen:
- Textdisplay
- Tastatur
- Korrekturtaste
- Bestätigungstaste
- Funktionstasten „TF“, „TF löschen“, „ZN“ und
„ZN löschen“
- Leuchtdiode „Speicher“
- Leuchtdiode „Bereitschaft“
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 8
Gültig ab: 14.12.2025
Bild 5 zeigt den Aufbau der Bedienschnittstelle der DSE 8.
Bild 5 Aufbau Bedienschnittstelle DSE 8
Tabelle 2 zeigt, mit welchen Bedienelementen an der
Bedienschnittstelle der DSE 8 sich Eingaben oder
Einstellungen vornehmen lassen.
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 9
Gültig ab: 14.12.2025
Bedienschnittstelle an der DSE 8
Bedienelement Zweck und Funktion
Textdisplay
Anzeige von Systeminformationen, wie z. B. der
aktuellen Datums- und Uhrzeiteinstellung
(2 x 12 Zeichen)
Tastatur
Eingabe der weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung
(Einstellwerte „Triebfahrzeugführer-Nummer“ und „Zug-
Nummer“) sowie von Datum und Uhrzeit mit
Zifferntasten von 0 bis 9
Korrekturtaste Korrektur von Eingaben
Bestätigungstaste Bestätigung der mit der Tastatur eingegebenen Werte
zur Übernahme der Einstellungen in die DSE 8
Funktionstasten
- „TF“: Aktivierung des Modus zur Eingabe des
Einstellwertes „Triebfahrzeugführer-Nummer“
- „TF löschen“: Zurücksetzen des gespeicherten
Einstellwertes „Triebfahrzeugführer-Nummer“ auf Null
- „ZN“: Aktivierung des Modus zur Eingabe des
Einstellwertes „Zug-Nummer“
- „ZN löschen“: Zurücksetzen des gespeicherten
Einstellwertes „Triebfahrzeugführer-Nummer“ auf Null
Leuchtdiode „Speicher“ Anzeige des Füllgrads des Fahrdatenspeichers
Leuchtdiode „Bereitschaft“ Anzeige des Betriebszustands
Tabelle 2: Bedienelemente der Bedienschnittstelle der
DSE 8
(4) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absätze (8) und (9) der
Richtlinie 483.0101:
Bei der PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R
übernimmt die Geschwindigkeitsmess- und Registrier-
einrichtung (GMR) u. a. die Aufgaben der Weg- und
Geschwindigkeitserfassung und der Fahrtenregistrierung.
Je nach Fahrzeug kann die GMR zudem folgende
Funktionen erfüllen:
- Sifa-Anschaltung und
- Impulse für Spurkranzschmierung
Die GMR besteht u. a. aus
- einem Wegimpulsgeber und
- der Fahrtenregistrierung, welche entweder
Registrier-
einrichtung
GMR
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 10
Gültig ab: 14.12.2025
- als elektronisches Aufzeichnungsgerät (Daten-
Speicher-Einheit Typ 8, kurz DSE 8) oder
- als Registrierkassette mit Schreibstreifen
ausgeführt ist
PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in den
Ausführungsvarianten mit DSE 8:
Der aktuelle Betriebszustand der DSE 8 wird über die
Leuchtdiode „Bereitschaft“ an der Bedienschnittstelle der
DSE 8 angezeigt:
- Leuchtdiode „Bereitschaft“ leuchtet dauerhaft:
DSE 8 arbeitet ordnungsgemäß
- Leuchtdiode „Bereitschaft“ blinkt:
DSK ist fehlerhaft
Im Fall des fehlerhaften Betriebszustandes der DSE 8 wird
darüber hinaus die Art des Fehlers auf dem Textdisplay der
Bedienschnittstelle der DSE 8 dargestellt.
Um Eingaben oder Einstellungen an der Bedienschnittstelle
der DSE 8 vornehmen zu können, muss zunächst das
Sichtfenster der GMR entriegelt und senkrecht nach unten
aufgeklappt werden (siehe Bild 6).
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 11
Gültig ab: 14.12.2025
Bild 6 GMR mit DSE 8 Öffnen des Sichtfensters
PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in den
Ausführungsvarianten mit Registrierkassette und
Schreibstreifen:
Bild 7 zeigt den Aufbau einer GMR mit Registrierkassette
und Schreibstreifen in schematischer Form.
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 12
Gültig ab: 14.12.2025
Bild 7 Aufbauschema GMR mit Registrierkassette und Schreibstreifen
Die auf dem Schreibstreifen erfolgenden Aufzeichnungen
sind in Bild 8 erläutert.
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 13
Gültig ab: 14.12.2025
Bild 8 Beispiel für Aufzeichnungen auf dem Schreibstreifen
a) Betriebszustand
Der aktuelle Betriebszustand der GMR mit
Registrierkassette und Schreibstreifen wird mittels der
Schriftfeldbeleuchtung angezeigt:
- Schriftfeldbeleuchtung ist eingeschaltet:
GMR ist betriebsbereit
- Schriftfeldbeleuchtung ist erloschen:
GMR ist fehlerhaft
b) Papiervorrat
Zur Registrierung wird 170 mm breites Wachsschicht-
registrierpapier, ausreichend für einen Fahrweg von
ca. 5000 km, verwendet. In Abhängigkeit von der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs
sind die Schreibstreifen für
- 120 km/h,
- 150 km/h oder
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 14
Gültig ab: 14.12.2025
- 180 km/h
zu verwenden.
Änderungen an den Aufzeichnungen auf dem
Schreibstreifen sind unzulässig.
c) Papiervorschub
Das Rollenende wird durch einen roten Warnstreifen
angekündigt. Ab Beginn des roten Warnstreifens
reicht die Rolle noch für einen Fahrweg von etwa
800 km. Der Papiervorrat kann auch durch die
Seitenfenster der Registrierkassette kontrolliert
werden.
Der Papiervorschub beträgt bei Stillstand des Fahr-
zeugs 5 mm/h und bei Fahrt des Fahrzeuges
5 mm/km.
d) Transportrichtung
Die Transportrichtung des Schreibstreifens in der
Regsitrierkassette verläuft von oben nach unten.
(5) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (12) der
Richtlinie 483.0101:
Die manuelle Bremsüberbrückung ist als PZB-
Luftabsperrhahn ausgeführt.
Mit dem PZB-Luftabsperrhahn lässt sich die Verbindung der
pneumatischen Bremswirkgruppe zur Hauptluftleitung
unterbrechen.
(6) Bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in
gibt es als zusätzliches Bedienelement den
Luftabsperrhahn für die GMR. Er wird bei Undichtigkeiten
im Druckluftsystem der GMR geschlossen. Bei
geschlossenem Luftabsperrhahn für die GMR wird der
Hauptluftleitungs-Druck nicht mehr registriert. Die PZB-
Fahrzeugeinrichtung gilt in diesem Fall nicht als gestört.
(7) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (13) der
Richtlinie 483.0101:
Der PZB-Hauptschalter befindet sich auf einer Schalttafel.
Bei Ausschaltung der PZB-Fahrzeugeinrichtung mit dem
PZB-Hauptschalter bleibt die GMR unabhängig davon
eingeschaltet.
(8) Bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R
gibt es als zusätzliches Bedienelement einen Schalter für
die PZB-Stromversorgung. Mit ihm lässt sich die PZB-
Fahrzeugeinrichtung einschließlich der GMR ausschalten.
PZB-
Luftabsperr-
hahn
Luftabsperr-
hahn der GMR
PZB-
Hauptschalter
PZB-Strom-
versorgung
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 15
Gültig ab: 14.12.2025
(9) Bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R
gibt es als zusätzliches Bedienelement den PZB-
Gangreserveschalter. Er befindet sich in der Nähe der
GMR. Mit dem Gangreserveschalter lässt sich die
Zeitregistrierung abschalten.
3 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 5
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 12 Absatz (2) der
Richtlinie 483.0101:
Vor Start eines Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung muss der Triebfahrzeugführer
sicherstellen, dass folgende Bedingungen erfüllt sind:
- Fahrzeug steht still
- PZB-Stromversorgung eingeschaltet
- PZB-Fahrzeugeinrichtung eingeschaltet
- PZB-Gangreserveschalter eingeschaltet
- PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv geschaltet
- Fahrzeug steht nicht in einem Bereich, in dem sich
größere Metallmassen unter dem aktiv geschalteten
Fahrzeugmagneten befinden können (wie z. B. auf
einer Schiebebühne, Drehscheibe oder Brücke)
- PZB nicht mit PZB-Störschalter abgeschaltet
- PZB-Luftabsperrhahn geöffnet
- Bremssystem des Fahrzeugs funktionsbereit und
Bremseingriff nicht wirksam
- Hauptluftleitungs-Druck beträgt ca. 5 bar
Der Triebfahrzeugführer startet den Prüflauf zur
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung, indem er
- am Dateneinsteller mit dem Eingabeschalter den Wert
„00“ einstellt und anschließend
- die Übernahmetaste betätigt.
Hinweis: Die Schaltstellung des Vorwahlschalters ist hierbei
unerheblich.
Der Triebfahrzeugführer darf die während des Prüflaufs zur
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
eingeleitete PZB-Zwangsbremsung nicht durch das
Bedienen des Führerbremsventils unterstützen.
PZB-
Gangreserve-
schalter
Durchführung
der Funktions-
prüfung
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 16
Gültig ab: 14.12.2025
Während des Prüflaufs zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung muss der Triebfahrzeugführer
beobachten ob,
- die Leuchtmelder
- „PZB EIN“, „Befehl 40“, „500 Hz“ und „1000 Hz“
nacheinander bei einer PZB-Fahrzeug-
einrichtung der Bauform PZ 80R in den
Ausführungsvarianten mit AZE bzw.
- „85“, „70“, „55“, „Befehl 40“, „500 Hz“ und
„1000 Hz“ nacheinander bei einer PZB-
Fahrzeug-einrichtung der Bauform PZ 80R in
den Ausführungsvarianten mit MFA 7/1
aufleuchten,
- eine eindeutig erkennbare Druckabsenkung in der
Hauptluftleitung erfolgt,
- die Hupe kurzzeitig ertönt
und danach
- der Hauptluftleitungs-Druck wieder auf einen Wert von
5 bar angestiegen ist,
- der blaue Leuchtmelder „PZB EIN“ auf der AZE bzw.
einer der blauen PZB-Zugart-Leuchtmelder „85“, „70“
oder „55“ auf dem MFA 7/1 Dauerlicht oder Blinklicht
zeigt und
- die Leuchtmelder „Befehl 40“, „500 Hz“ und „1000 Hz“
nicht leuchten.
Die Funktionsprüfung gilt nur dann als bestanden, wenn der
Triebfahrzeugführer die oben aufgeführten Anzeigen bzw.
Zustände während bzw. nach dem Prüflauf zur
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
beobachten konnte. Andernfalls liegt eine technische
Unregelmäßigkeit bzw. Störung vor.
(2) Ergänzung zu Abschnitt 12 Absätze (9) und (16) der
Richtlinie 483.0101:
Die Kontrolle der von der PZB-Fahrzeugeinrichtung noch
gespeicherten Zugdaten (Einstellwerte BRA und BRH) lässt
sich wie folgt am Dateneinsteller vornehmen:
1. Vorwahlschalter in die Schaltstellung „BRA“ bringen
2. Kontrolltaster betätigen
3. Eingabeleuchtmelder zeigt den von der PZB-
Fahrzeugeinrichtung gespeicherten Einstellwert BRA
an
4. Vorwahlschalter in die Schaltstellung „BRH“ bringen
Eingabe der
gültigen
Zugdaten
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 17
Gültig ab: 14.12.2025
5. Kontrolltaster betätigen
6. Eingabeleuchtmelder zeigt den von der PZB-
Fahrzeugeinrichtung gespeicherten Einstellwert BRA
als Vielfaches von Zehn mit zwei Dezimalstellen
(Hunderter und Zehner) an
Zusätzlich wird bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der
Bauform PZ 80R in den Ausführungsvarianten mit AZE
nach Betätigung des Kontrolltasters 4 s lang die der
eingestellten PZB-Zugart entsprechende
Überwachungsgeschwindigkeit auf der
Überwachungsgeschwindigkeits-Anzeige der AZE
angezeigt.
Die Eingabe der gültigen Zugdaten lässt sich wie folgt am
Dateneinsteller vornehmen:
1. Vorwahlschalter in die Schaltstellung „BRA“ bringen
2. sofern erforderlich (gespeicherter Einstellwert BRA
weicht vom gültigen ab), gültigen Einstellwert BRA
zweistellig mit führender Null mit dem Eingabeschalter
einstellen
3. Übernahmetaste betätigen, wenn der gemäß
Nummer 2 eingestellte Einstellwert BRA dem gültigen
entspricht
4. auf dem Eingabeleuchtmelder erscheint der gemäß
Nummer 2 eingestellte und von der PZB-
Fahrzeugeinrichtung übernommene Einstellwert BRA
zur Kontrolle
5. Vorwahlschalter in die Schaltstellung „BRH“ bringen
6. sofern erforderlich (gespeicherter Einstellwert BRH
weicht vom gültigen ab), gültigen Einstellwert BRH
zweistellig als Vielfaches von Zehn gemäß Abschnitt 2
Tabelle 2 des Anhangs 483.0101A04 mit dem
Eingabeschalter einstellen
7. Übernahmetaste betätigen, wenn der gemäß
Nummer 2 eingestellte Einstellwert BRH dem gültigen
entspricht
8. auf dem Eingabeleuchtmelder erscheint der gemäß
Nummer 2 eingestellte und von der PZB-
Fahrzeugeinrichtung übernommene Einstellwert BRH
zur Kontrolle
Hinweis: Die Eingabe unplausibler Zugdaten führt zur
automatischen Einstellung und anschließenden
Anzeige der PZB-Ersatzdaten.
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 18
Gültig ab: 14.12.2025
(3) Bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in
den Ausführungsvarianten mit DSE 8 muss der
Triebfahrzeugführer seine Triebfahrzeugführer-Nummer
grundsätzlich
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Übernahme des Fahrzeugs und
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungswechsel
an der Bedienschnittstelle der DSE 8 eingeben.
Lässt sich die Triebfahrzeugführer-Nummer aufgrund einer
Fehlfunktion der Bedienschnittstelle der DSE 8 nicht
eingeben, liegt eine technische Unregelmäßigkeit vor.
(4) Die Triebfahrzeugführer-Nummer lässt sich folgender-
maßen der Bedienschnittstelle der DSE 8 eingeben:
1. Funktionstaste „TF“ betätigen
2. auf dem Textdisplay wird „0“ angezeigt
3. Triebfahrzeugführer-Nummer maximal sechsstellig
mit den Zifferntasten der Tastatur einstellen
4. Bestätigungstaste betätigen
5. auf dem Textdisplay erscheint ca. 10 s lang die gemäß
Nummer 3 eingegebene Triebfahrzeugführer-
Nummer zur Kontrolle
(5) Bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in
den Ausführungsvarianten mit Registrierkassette und
Schreibstreifen muss der Triebfahrzeugführer
- das Datum,
- seine Triebfahrzeugführer-Nummer und
- die Fahrzeugnummer
grundsätzlich
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Übernahme des Fahrzeugs und
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungswechsel
auf dem Schreibstreifen notieren.
(6) Der Triebfahrzeugführer muss die Zug-Nummer
grundsätzlich
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Übernahme des Fahrzeugs,
Pflicht zur
Eingabe der
Triebfahrzeug-
führer-Nummer
bei DSE 8
Eingabe der
Triebfahrzeug-
führer-Nummer
bei DSE 8
Pflicht zum
Vermerk der
Triebfahrzeug-
führer-Nummer
bei Registrier-
kassette
Pflicht zur
Eingabe der
Zug-Nummer
bei DSE 8
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 19
Gültig ab: 14.12.2025
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Änderung der Zug-Nummer und
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungswechsel
an der Bedienschnittstelle der DSE 8 eingeben.
Lässt sich die Zug-Nummer aufgrund einer Fehlfunktion der
Bedienschnittstelle der DSE 8 nicht eingeben, liegt eine
technische Unregelmäßigkeit vor.
(7) Die Zug-Nummer lässt sich folgendermaßen an der
Bedienschnittstelle der DSE 8 eingeben:
1. Funktionstaste „ZN“ betätigen
2. auf dem Textdisplay wird der gespeicherte
Einstellwert für die Zug-Nummer angezeigt
3. Zug-Nummer maximal sechsstellig mit den
Zifferntasten der Tastatur einstellen
4. Bestätigungstaste betätigen
5. auf dem Textdisplay erscheint ca. 10 s lang die gemäß
Nummer 3 eingegebene Zug-Nummer zur Kontrolle
(8) Bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in
den Ausführungsvarianten mit Registrierkassette und
Schreibstreifen muss der Triebfahrzeugführer die Zug-
Nummer grundsätzlich
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Übernahme des Fahrzeugs,
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Änderung der Zug-Nummer und
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungswechsel
auf dem Schreibstreifen notieren.
(9) Bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in
den Ausführungsvarianten mit DSE 8 muss der
Triebfahrzeugführer vor Eingabe seiner
Triebfahrzeugführer-Nummer den Betriebszustand der
DSE 8 prüfen. Der Triebfahrzeugführer muss dabei
kontrollieren, ob
a) die Leuchtdiode „Bereitschaft“ dauerhaft leuchtet,
b) das am Textdisplay angezeigte Datum und die
angezeigte Uhrzeit korrekt sind und
c) die Leuchtdiode „Speicher“ nicht leuchtet (entspricht
einem Füllgrad des Fahrdatenspeichers von
höchstens 80 %).
Eingabe der
Zug-Nummer
bei DSE 8
Pflicht zum
Vermerk der
Zug-Nummer
bei Registrier-
kassette
Betriebszustand
der DSE 8
prüfen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 20
Gültig ab: 14.12.2025
Ist die Bedingung a) nicht erfüllt, ist die DSE 8 fehlerhaft.
Ist die Bedingung b) nicht erfüllt, muss der
Triebfahrzeugführer die Datums- und Uhrzeit-Einstellung
der DSE 8 wie folgt an der Bedienschnittstelle der DSE 8
korrigieren:
d) Datum
1. drei Mal die Zifferntaste 1 auf der Tastatur
betätigen
2. Bestätigungstaste betätigen
3. auf dem Textdisplay erscheint in der oberen
Zeile das Datumsformat „tt.mm.jj“
4. Datum im Format TT.MM.JJ eingeben
5. Bestätigungstaste betätigen
6. auf dem Textdisplay erscheint ca. 2 s lang das
von der DSE 8 übernommene Datum zur
Kontrolle
7. automatische Umschaltung auf Eingabemodus
für die Uhrzeit weiter bei b) Nummer 3
e) Uhrzeit
1. drei Mal die Zifferntaste 2 auf der Tastatur
betätigen
2. Bestätigungstaste betätigen
3. auf dem Textdisplay erscheint in der oberen
Zeile das Uhrzeitformat „hh.mm“
4. Uhrzeit im Format hh.mm eingeben
5. Bestätigungstaste betätigen
6. auf dem Textdisplay erscheint ca. 10 s lang die
von der DSE 8 übernommene Uhrzeit zur
Kontrolle
Ist die Bedingung c) nicht erfüllt (aktueller Füllgrad des
Fahrdatenspeichers beträgt mehr als 80 %) muss der
Triebfahrzeugführer dies der auftraggebenden Stelle
melden.
(10) Bei einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R in
den Ausführungsvarianten mit Registrierkassette und
Schreibstreifen muss der Triebfahrzeugführer die
Registrierkassette vor Vermerk seiner Triebfahrzeugführer-
Nummer auf dem Schreibstreifen wie folgt vorbereiten:
a) Funktionstüchtigkeit der Registrierkassette mit
Schreibstreifen anhand des ordnungsgemäßen
Vorschubes (Zeit/Weg) des Schreibstreifens prüfen.
Vorbereitung
der Registrier-
kassette mit
Schreibstreifen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 21
Gültig ab: 14.12.2025
Zusätzlich prüfen, ob
- augenscheinliche Mängel in der Aufzeichnung
zu erkennen sind,
- der Stundendruck erfolgte und
- und die Minutenlinie registriert wurde.
Hinweis: Bei der Registrierkassette mit
Schreibstreifen muss bei jeder Programmeingabe im
Stillstand des Fahrzeuges ein einmaliger
Papiervorschub von ca. 7,5 mm erfolgen.
Hat die Prüfung der Funktionstüchtigkeit wie oben
beschrieben einen oder mehrere Mängel ergeben, ist
die Registrierkassette mit Schreibstreifen fehlerhaft.
b) Bei zu geringem Papiervorrat die Registrierkassette
aus der GMR (Bild 7) nehmen und gegen die auf dem
Fahrzeug befindliche Reservekassette austauschen.
Ist keine Reservekassette vorhanden, die volle
Registrierkassette trotzdem entfernen, um Schäden
an den Schreibstiften zu vermeiden. In diesem Fall gilt
die Fahrtenregistrierung nach der Entnahme der
Registrierkassette als fehlerhaft
Die Registrierkassette lässt sich wie folgt entnehmen:
1. Frontplatte der GMR entriegeln und
herunterklappen
2. beide Arretierungshebel in Richtung Rückwand
bewegen
3. Registrierkassette am vorderen Teil anheben
und Kassette herausnehmen
c) Wenn der Triebfahrzeugführer die Registrierkassette
entnehmen musste, sind an der Außenseite des
Schreibstreifens der entnommenen Registrierkassette
folgende Angaben zu vermerken:
- Fahrzeugnummer
- Entnahmedatum
- Fahrzeugeinsatzstelle
Der Triebfahrzeugführer muss die entnommene
Registrierkassette im dafür vorgesehenen
Sammelbehälter des Fahrzeugs ablegen.
d) Die neue Registrierkassette lässt sich wie folgt
einsetzen:
1. Registrierkassette am vorderen Teil anheben
und in die GMR einlegen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 22
Gültig ab: 14.12.2025
2. beide Arretierungshebel in Richtung Frontplatte
bewegen und in die dafür vorgesehenen
Aussparungen der neuen Registrierkassette
einrasten lassen
3. Frontplatte der GMR hochklappen und
verriegeln
e) Weicht die Uhrzeit der GMR mit Registrierkassette
mehr als 2 min von der realen Zeit ab, ist eine
Korrektur der Uhrzeit wie folgt vorzunehmen:
1. kontrollieren, ob der PZB-Gangreserveschalter
eingelegt ist
2. Frontplatte der GMR entriegeln
3. links befindlichen Rändelknopf nach vorn
herausziehen
4. Uhrzeit durch Links- bzw. Rechtsdrehen des
Rändelknopfes korrigieren
5. nach der Korrektur Rändelknopf wieder
hineindrücken, da sonst die Zeitregistrierung
verhindert wird
4 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 7
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 15 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101:
Die Vorgabe in Abschnitt 15 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101 sowie Anhang 483.0101A05 gelten
nicht. Stattdessen gilt:
Für bestimmte Fälle von technischen Unregelmäßigkeiten
und Störungen sind Vorgaben zu Abhilfemaßnahmen oder
die Beschreibung der Auswirkungen in den Tabellen 3 bis
7 enthalten.
Die möglichen Abhilfemaßnahmen und Auswirkungen sind
in den Tabellen 3 und 4 stellvertretend mittels Nummern
und Buchstaben kodiert. Die Tabellen 5, 6 und 7 enthalten
die Erklärungen für die in den Tabellen 3 und 4
aufgeführten Nummern und Buchstaben.
Abhilfe-
maßnahmen bei
bzw. Aus-
wirkungen von
bestimmten
technischen
Unregel-
mäßigkeiten
bzw. Störungen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 23
Gültig ab: 14.12.2025
Unregelmäßigkeit / Störung
Abhilfemaßnahmen (1 bis 20) und
Auswirkungen (A bis D)
Erste Abhilfe-
maßnahmen Falls erfolglos Falls wiederum
erfolglos
Nur bei Ausführungsvariante mit AZE:
Funktionsprüfung: Leuchtmelder „PZB EIN“
leuchtet nicht auf
2, 3, 6 1, A, D
Nur bei Ausführungsvariante mit MFA 7/1:
Funktionsprüfung: PZB-Zugart-Leuchtmelder der
einzustellenden PZB-Zugart leuchtet nicht auf
2, 3, 6 7, C, 21, 22, D
8, A, 21, 22, D
Wenn ebenfalls
erfolglos: 1, A, D
Funktionsprüfung: Leuchtmelder „1000 Hz“,
„500 Hz“ oder „Befehl 40“ leuchtet nicht auf 2, 3, 6 C, 22, D
Funktionsprüfung: PZB-Zwangsbremsung erfolgt
nicht
2, 4, A, 21,
22, D
Zu erwartende PZB-Zwangsbremsung erfolgt
nicht 2, 3, 6 9 2, 4, A, 21, 22, D
PZB-Zwangsbremsung sofort nach Aktivschalten,
welche sich nicht lösen lässt 2, 3, 5 2, 4, A, 21, 22, D
PZB-Zwangsbremsung lässt sich nicht lösen 2, 3, 5 2, 4, A, 21, 22, D
PZB-Zwangsbremsung aus unbekanntem Grund 21, 22, D
Wiederholte PZB-Zwangsbremsung aus
unbekanntem Grund 19, 2, 3, 6 1, A, 21, 22, D 2, 4, A, D
PZB-Hauptschalter ausgelöst 3, 5 2, 4, A, 21, 22, D
Schalter für die PZB-Stromversorgung ausgelöst 11 2, 4, A, 21, 22, D
Keinerlei Führerraumanzeigen und ggf. PZB-
Zwangsbremsung 6 2, 3, 5 2, 4, A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit AZE:
Leuchtmelder „PZB EIN“ leuchtet nicht und keine
PZB-Zwangsbremsung wirksam
2, 3, 6 1, A, D
Nur bei Ausführungsvariante mit MFA 7/1:
PZB-Zugart-Leuchtmelder leuchtet nicht und
keine PZB-Zwangsbremsung wirksam
2, 3, 6 7, C, 21, 22, D
8, A, 21, 22, D
Wenn ebenfalls
erfolglos: 1, A, D
Anzeige der PZB-Zugart wechselt während der
Fahrt 2, 3, 6 1, A, 21, 22, D
Tabelle 3: Umgang mit Unregelmäßigkeiten/Störungen
der PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform
PZ 80R Teil 1
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 24
Gültig ab: 14.12.2025
Unregelmäßigkeit / Störung
Abhilfemaßnahmen (1 bis 20) und
Auswirkungen (A bis D)
Erste Abhilfe-
maßnahmen Falls erfolglos Falls wiederum
erfolglos
Leuchtmelder „1000 Hz“, „500 Hz“ oder
„Befehl 40“ wird bei zu erwartender
streckenseitiger Beeinflussung nicht angezeigt
2, 3, 6 9
2, 3, 6
Wenn ebenfalls
erfolglos: C, 22,
D
PZB-Bedientaste[n] unwirksam 19, 2, 3, 5 20, C, 22, D 1, A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit AZE:
Leuchtmelder „1000 Hz“ blinkt ständig,
Überwachungsgeschwindigkeitsanzeige zeigt
„99“, Leuchtmelder „PZB EIN“ ist dunkel
B, 2, 3, 6 B, 21, 22, D 2, 4, A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit MFA 7/1:
Leuchtmelder „1000 Hz“ blinkt ständig,
Leuchtmelder „99“ leuchtet, PZB-Zugart-
Leuchtmelder ist dunkel
B, 2, 3, 6 B, 21, 22, D 2, 4, A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit AZE:
Leuchtmelder „1000 Hz“ blinkt ständig,
Überwachungsgeschwindigkeitsanzeige zeigt
nichts an, Leuchtmelder „PZB EIN“ ist dunkel und
PZB-Zwangsbremsung
2, 3, 6 2, 4, A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit MFA 7/1:
Leuchtmelder „1000 Hz“ blinkt ständig,
Leuchtmelder „99“ ist dunkel, PZB-Zugart-
Leuchtmelder ist dunkel und PZB-
Zwangsbremsung
2, 3, 6 2, 4, A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit AZE:
Istgeschwindigkeits- oder
Überwachungsgeschwindigkeitsanzeige der AZE
unplausibel und [wiederholte] PZB-
Zwangsbremsungen
12, 13, 2, 4,
A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit AZE und
Registrierkassette mit Schreibstreifen:
Istgeschwindigkeits- oder
Überwachungsgeschwindigkeitsanzeige der AZE
unplausibel oder inaktiv
14 12, 2, A, 21, 22,
D
Keinerlei akustische Meldungen 2, 3, 5 C, 22, D
Anzeige einer Störungssammelmeldung
(Leuchtmelder „1000 Hz“ blinkt 10 s und Hupe
ertönt kurzzeitig)
2, 3, 6 C, 22, D
An der GMR entweicht Luft 15, C, 22, D
Tabelle 4: Umgang mit Unregelmäßigkeiten/Störungen
der PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform
PZ 80R Teil 2
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 25
Gültig ab: 14.12.2025
Unregelmäßigkeit / Störung
Abhilfemaßnahmen (1 bis 20) und
Auswirkungen (A bis D)
Erste Abhilfe-
maßnahmen Falls erfolglos Falls wiederum
erfolglos
Am Dateneinsteller können die gültigen Zugdaten
nicht eingegeben werden 10, C, 22, D 1, A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit DSE 8:
An der Bedienschnittstelle der DSE 8 können die
weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung
(Triebfahrzeugführer-Nummer und Zug-Nummer)
nicht eingegeben werden
18
Nur bei Ausführungsvariante mit DSE 8:
DSE 8 fehlerhaft C, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit AZE und
Registrierkassette und Schreibstreifen:
Schriftfeldbeleuchtung erloschen und keine
Istgeschwindigkeits- oder Überwachungs-
geschwindigkeitsanzeige der AZE
14 A, 21, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit
Registrierkassette und Schreibstreifen:
Papiervorschub gestört
16, C, 22, D
Nur bei Ausführungsvariante mit
Registrierkassette und Schreibstreifen: eine oder
mehrere Aufzeichnungsspuren werden auf dem
Schreibstreifen nicht oder nicht ordnungsgemäß
aufgezeichnet
17 C, 22, D
PZB-Störschalter unwirksam 2, 4, A, 21,
22, D
Tabelle 5: Umgang mit Unregelmäßigkeiten/Störungen
der PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform
PZ 80R Teil 3
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 26
Gültig ab: 14.12.2025
Nr. Abhilfemaßnahmen
1 PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Störschalter abschalten
2 - PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter ausschalten
3
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mindestens 10 s ausgeschaltet lassen
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter einschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv schalten
- Gültige Zugdaten eingeben
4 PZB-Luftabsperrhahn schließen
5 Funktionsprüfung durchführen
6
- Überprüfen, ob PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv geschaltet
- Helligkeitsregelung für die Führerraumanzeigen auf Maximum einstellen
- Alle Leitungsschutzschalter und sonstigen Schalter der PZB-Fahrzeugeinrichtung überprüfen
und in Grundstellung bringen
- Überprüfen, ob PZB-Luftabsperrhahn geöffnet ist und der Bremseingriff der PZB-
Fahrzeugeinrichtung ordnungsgemäß funktioniert
- Funktionsprüfung durchführen:
Leuchtmelder, die bei der Funktionsprüfung nicht aufleuchten, sind gestört
7
- Zugdaten für niedrigere PZB-Zugart eingeben
- Überprüfen, ob die niedrigere PZB-Zugart von der PZB-Fahrzeugeinrichtung im Führerraum
angezeigt wird
8
- Zugdaten für höhere PZB-Zugart eingeben
- Überprüfen, ob die höhere PZB-Zugart von der PZB-Fahrzeugeinrichtung im Führerraum
angezeigt wird
9
Wenn Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung bestanden und keine weitere
Störungsmeldung angezeigt: betriebsleitende Stelle über vermutlich gestörte PZB-
Streckeneinrichtung verständigen
10
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter für mehr als 30 s ausschalten und dann
wieder einschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung für ca. 15 s inaktiv und anschließend wieder aktiv schalten
- Anhand der allgemeinen PZB-Einstelltabelle für eine PZB-Fahrzeugeinrichtung mit dreistelligem
Einstellwert BRH (siehe Abschnitt 1 Tabelle 1 des Anhangs 483.0101A04) prüfen, ob die von
der PZB-Fahrzeugeinrichtung im Führerraum angezeigte PZB-Zugart den gültigen Zugdaten
entspricht
Tabelle 6: Beschreibung der Maßnahmenkodierungen
Teil 1
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 27
Gültig ab: 14.12.2025
Nr. Abhilfemaßnahmen
11
- Schalter für die PZB-Stromversorgung einschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv schalten
- Gültige Zugdaten eingeben
12 Schalter für die PZB-Stromversorgung ausschalten
13 PZB-Gangreserveschalter ausschalten
14
- Überprüfen, ob Schalter für die PZB-Stromversorgung eingeschaltet ist;
ist dies nicht der Fall: Schalter für die PZB-Stromversorgung einschalten
- Überprüfen, ob Schriftfeldbeleuchtung der Registrierkassette eingeschaltet ist;
ist dies nicht der Fall: Feinsicherung 2 A („T 2A“) an der Frontseite der GMR austauschen
15 Luftabsperrhahn der GMR schließen
16
- Registrierkassette entnehmen
-an der Außenseite des Schreibstreifens der entnommenen Registrierkassette folgende
Angaben vermerken: Fahrzeugnummer, Entnahmedatum und Fahrzeugeinsatzstelle
- Sofern vorhanden, Reservekassette einsetzen;
ist keine Reservekassette vorhanden: Weiterfahrt mit entnommener Registrierkassette
17 Überprüfen, ob Registrierkassette richtig eingesetzt und verriegelt ist;
ist dies nicht der Fall: Registrierkassette richtig einsetzen und verriegeln
18
Folgende Angaben schriftlich vermerken und bei nächster Gelegenheit der auftraggebenden
Stelle übermitteln:
- Identifikationsmerkmal des Triebfahrzeugführers
- Zug-Nummer[n], unter denen der Triebfahrzeugführer Zugfahrten durchgeführt hat
- Ort/Betriebsstelle, Datum und Uhrzeit der Übergabe des Fahrzeugs
- Ort/Betriebsstelle, Datum und Uhrzeit des Einsatzendes auf dem Fahrzeug
19 PZB-Bedientaste[n] mehrfach betätigen und in Grundstellung bringen
20 Wenn vorhanden, andere PZB-Bedi entaste[n] im Führerraum benutzen
21 Betriebsleitende Stelle verständigen
22 Auftraggebende Stelle verständigen
Tabelle 7: Beschreibung der Maßnahmenkodierungen
Teil 2
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 28
Gültig ab: 14.12.2025
Auswirkung/Folge
A PZB-Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit höchstens 50 km/h
B
PZB-Störbetrieb automatisch aktiviert; PZB-Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit
höchstens 50 km/h, solange PZB-Störbetrieb aktiv; wenn Leuchtmelder „PZB EIN“ bzw. PZB-
Zugart-Leuchtmelder wieder leuchtet (PZB-Störbetrieb automatisch deaktiviert), ist die
Weiterfahrt ohne Einschränkung möglich
C Fahrt kann ohne weitere Einschränkung durchgeführt werden
D Fahrt gemäß Anweisung der auftraggebenden Stelle fortsetzen bzw. beenden
Tabelle 8: Beschreibung der Auswirkungskodierungen
(2) Bestimmte Fälle von technischen Unregelmäßigkeiten und
Störungen, welche der Triebfahrzeugführer mittels der
Führerraumanzeigen feststellen kann, sind in Tabelle 9
beschrieben.
Die Darstellungen der Führerraumanzeigen in Tabelle 9
veranschaulichen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur
die Führerraumanzeigen bei eingestellter PZB-Zugart O,
gelten aber sinngemäß auch für die PZB-Zugarten M und
U.
Anzeige im Führerraum
Abhilfemaßnahmen
AZE MFA 7/1
+ kurzzeitig Hupe
+ kurzzeitig Hupe
- PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter
ausschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mindestens 10 s ausgeschaltet
lassen
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter einschalten
-PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv schalten
- Gültige Zugdaten eingeben
Wenn ohne Erfolg:
- Fahrt kann ohne weitere Einschränkung durchgeführt werden
-Auftraggebende Stelle verständigen
- Fahrt gemäß Anweisung der auftraggebenden Stelle
fortsetzen bzw. beenden
Übersicht
Abhilfe-
maßnahmen bei
bzw. Aus-
wirkungen von
bestimmten
technischen
Unregel-
mäßigkeiten
bzw. Störungen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 29
Gültig ab: 14.12.2025
Anzeige im Führerraum
Abhilfemaßnahmen
AZE MFA 7/1
- PZB-Störbetrieb automatisch aktiviert; PZB-
Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit höchstens
50 km/h, solange PZB-Störbetrieb aktiv; wenn „PZB EIN“
bzw. PZB-Zugart-Leuchtmelder wieder leuchtet (PZB-
Störbetrieb automatisch deaktiviert), ist die Weiterfahrt ohne
Einschränkung möglich
-PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter
ausschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mindestens 10 s ausgeschaltet
lassen
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter einschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv schalten
- Gültige Zugdaten eingeben
Wenn ohne Erfolg:
- PZB-Störbetrieb automatisch aktiviert; PZB-
Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit höchstens
50 km/h, solange PZB-Störbetrieb aktiv; wenn „PZB EIN“
bzw. PZB-Zugart-Leuchtmelder wieder leuchtet (PZB-
Störbetrieb automatisch deaktiviert), ist die Weiterfahrt ohne
Einschränkung möglich
- Betriebsleitende Stelle verständigen
-Auftraggebende Stelle verständigen
- Fahrt gemäß Anweisung der auftraggebenden Stelle
fortsetzen bzw. beenden
Falls wiederum erfolglos:
- PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter
ausschalten
- PZB-Luftabsperrhahn schließen
- PZB-Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit
höchstens 50 km/h
- Betriebsleitende Stelle verständigen
-Auftraggebende Stelle verständigen
- Fahrt gemäß Anweisung der auftraggebenden Stelle
fortsetzen bzw. beenden
+ PZB-
Zwangsbremsung
+ PZB-
Zwangsbremsung
- PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter
ausschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mindestens 10 s ausgeschaltet
lassen
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter einschalten
-PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv schalten
- Gültige Zugdaten eingeben
Wenn ohne Erfolg:
-PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 30
Gültig ab: 14.12.2025
Anzeige im Führerraum
Abhilfemaßnahmen
AZE MFA 7/1
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter
ausschalten
- PZB-Luftabsperrhahn schließen
- PZB-Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit
höchstens 50 km/h
- Betriebsleitende Stelle verständigen
-Auftraggebende Stelle verständigen
- Fahrt gemäß Anweisung der auftraggebenden Stelle
fortsetzen bzw. beenden
Tabelle 9: Bestimmte Fälle von technischen
Unregelmäßigkeiten und Störungen der PZB-
Fahrzeugeinrichtung der Bauform PZ 80R
(3) Ergänzung zu Abschnitt 15 Absatz (8) der
Richtlinie 483.0101:
Wenn sich der Fahrzeugmagnet des Fahrzeugs
- beim Aktivschalten der PZB-Fahrzeugeinrichtung
oder
- bei einem Halt mit aktiv geschalteter PZB-
Fahrzeugeinrichtung
über einem wirksam geschalteten Gleismagneten befindet,
kommt es zu einer Dauerbeeinflussung.
In Tabelle 10 sind die möglichen Fälle von
Dauerbeeinflussung, deren Folgen und die ggf.
erforderlichen Abhilfemaßnahmen aufgeführt.
Umgang mit
Dauerbeein-
flussungen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung PZ 80R
483.0100Z12
Seite 31
Gültig ab: 14.12.2025
Dauer-
beeinflussung
durch
Folge Abhilfemaßnahmen
GM 2000 Hz einmalige PZB-
Zwangsbremsung
- Keine Abhilfemaßnahmen erforderlich
- Nach Lösen der PZB-Zwangsbremsung
mit der Freitaste reguläre Weiterfahrt ist
möglich
GM 1000 Hz
Bei zeitgerecht betätigter
Wachsamkeitstaste wird
eine 1000-Hz-Überwachung
aktiv, welche zunächst vom
Startprogramm überlagert
wird
- Keine Abhilfemaßnahmen erforderlich
- Im Fall des Aktivschaltens der PZB-
Fahrzeugeinrichtung wird das wirksame
Startprogramm sofort angezeigt
(Wechselblinken der blauen PZB-Zugart-
Leuchtmelder „70“ und „85“ und
Dauerlicht des gelben Leuchtmelders
„1000 Hz“ bzw. Blinken des
Leuchtmelders „PZB EIN“ und LCD-
Anzeige der
Überwachungsgeschwindigkeit 45 km/h
statt Dauerlicht oder Blinken eines der
blauen PZB-Zugart-Leuchtmelder bzw.
des Leuchtmelders „PZB EIN“)
- Reguläre Weiterfahrt ist möglich
Einmalige PZB-
Zwangsbremsung wegen
nicht zeitgerecht betätigter
Wachsamkeitstaste; danach
wird eine restriktive
1000-Hz-Überwachung aktiv,
welche das Startprogramm
überlagert
- PZB-Zwangsbremsung durch Betätigung
der Freitaste lösen
- Im Fall des Aktivschaltens der PZB-
Fahrzeugeinrichtung wird sofort die
restriktive 1000-Hz-Überwachung
angezeigt (Wechselblinken der blauen
PZB-Zugart-Leuchtmelder „70“ und „85“
und Dauerlicht des gelben Leuchtmelders
„1000 Hz“ bzw. Blinken des
Leuchtmelders „PZB EIN“ und LCD-
Anzeige der
Überwachungsgeschwindigkeit 45 km/h
statt Dauerlicht oder Blinken eines der
blauen PZB-Zugart-Leuchtmelder bzw.
des Leuchtmelders „PZB EIN“)
- Reguläre Weiterfahrt ist möglich
GM 500 Hz 500-Hz-Überwachung wird
aktiviert und wirksam
- Keine Abhilfemaßnahmen erforderlich
- Reguläre Weiterfahrt ist möglich
Tabelle 10: Umgang mit Dauerbeeinflussungen