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2026-06-30 21:19:25 +02:00

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Richtlinie
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung EBICab 500
483.0100Z14
Seite 1
Fachautor: I.IAI 45 | Steffen Schöneich | steffen.schoeneich@deutschebahn.com Gültig ab: 14.12.2025
Inhaltsverzeichnis
1 Anwendungsbereich und Zweck des Zusatzes ................... 2
2 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 4 der
Richtlinie 483.0100 ............................................................. 3
3 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 5 der
Richtlinie 483.0100 ............................................................. 9
4 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 7 der
Richtlinie 483.0100 ........................................................... 28
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung EBICab 500
483.0100Z14
Seite 2
Gültig ab: 14.12.2025
1 Anwendungsbereich und Zweck des
Zusatzes
(1) Dieser Zusatz gilt nur in Ergänzung zu Richtlinie 483.0100.
Er soll Eisenbahnverkehrsunternehmen als Hilfe oder
Muster für die Ausgestaltung von Unternehmensvorgaben
nach Maßgabe der Richtlinie 483.0100 in Bezug auf die
PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform EBICab 500
dienen.
(2) Die nachfolgenden Abschnitte beinhalten Umsetzungs-
beispiele für bauform- und ausführungsvarianten-
spezifische Unternehmensvorgaben nach Maßgabe der
Richtlinie 483.0100 für die PZB-Fahrzeugeinrichtung der
Bauform EBICab 500.
Alle Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in
den nachfolgenden Abschnitten sind unverbindlich.
(3) In den unverbindlichen Umsetzungsbeispielen für
Unternehmensvorgaben der nachfolgenden Abschnitte
werden nur Sachverhalte behandelt, welche früher in der
entfallenen bauformspezifischen Richtlinie 483.0114
geregelt waren und nun durch das Eisenbahnverkehrs-
unternehmen in eigener Verantwortung zu regeln sind.
Dieser Zusatz enthält daher nicht für alle, sondern nur für
eine Auswahl von Ausführungsbestimmungen der
Richtlinie 483.0100 Umsetzungsbeispiele für
Unternehmensvorgaben. Zudem sind manche
Ausführungs-bestimmungen der Richtlinie 483.0100 nur
teilweise umgesetzt.
(4) Die unverbindlichen Umsetzungsbeispiele für Unter-
nehmensvorgaben in den nachfolgenden Abschnitten
entsprechen inhaltlich sinngemäß den jeweiligen früher
verbindlichen Vorgaben der entfallenen bauform-
spezifischen Richtlinie 483.0114. Die unverbindlichen
Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in den
nachfolgenden Abschnitten basieren somit inhaltlich auf
dem Kenntnisstand der Systembetreuenden Stelle für die
Klasse-B-ZZS-Systeme PZB, LZB und GNT bei der
DB InfraGO AG vom Jahr 2014.
Die Systembetreuende Stelle für die Klasse-B-ZZS-
Systeme PZB, LZB und GNT bei der DB InfraGO AG leistet
keine Gewähr dafür, dass die unverbindlichen
Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in den
nachfolgenden Abschnitten aktuell sind. Eine inhaltliche
Aktualisierung ist seitens der Systembetreuenden Stelle für
die Klasse-B-ZZS-Systeme PZB, LZB und GNT bei der
DB InfraGO AG nicht vorgesehen.
Anwendungs-
bereich
Regelungs-
gegenstand
Ehemalige
bauform-
spezifische
PZB-Bedien-
richtlinie
Keine Gewähr
für Aktualität
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Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB-Fahrzeugeinrichtung EBICab 500
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(5) Die unverbindlichen Umsetzungsbeispiele für Unter-
nehmensvorgaben in den nachfolgenden Abschnitten sind
so ausgestaltet und formuliert, als wären sie bereits
verbindliche Unternehmensvorgaben, und stellen insoweit
ein kopierfähiges Muster dar. Das Eisenbahn-
verkehrsunternehmen darf sie in eigener Verantwortung
entweder unverändert oder mit Änderungen bzw.
Anpassungen in eine verbindliche Unternehmensvorgabe
übernehmen.
Wenn das Eisenbahnverkehrsunternehmen ein
Umsetzungsbeispiel für eine Unternehmensvorgabe der
nachfolgenden Abschnitte in eigener Verantwortung ohne
weitere Änderung bzw. Anpassung in eine verbindliche
Unternehmensvorgabe übernimmt, muss das
Eisenbahnverkehrsunternehmen dabei in eigener
Verantwortung überprüfen und sicherstellen, dass die
resultierende verbindliche Unternehmensvorgabe sachlich
richtig und aktuell ist.
(6) Sofern gemäß Abschnitt 3 Absatz (9) der
Richtlinie 483.0100 Zitierpflicht besteht, werden in den
unverbindlichen Umsetzungsbeispielen für Unter-
nehmensvorgaben in den nachfolgenden Abschnitten aus
Gründen der Übersichtlichkeit nur Bezüge zu den Vorgaben
der Richtlinie 483.0101 wiedergegeben.
2 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 4
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (1) der
Richtlinie 483.0101:
Bild 1 zeigt in schematischer Form das Aufbauprinzip der
einer PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform EBICab 500.
Verwendung der
Umsetzungs-
beispiele als
kopierfähiges
Muster
Umsetzung der
Zitierpflicht
gemäß
Richtlinie
483.0100
Aufbauschema
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Bild 1 Aufbauschema der Bauform EBICab 500
(2) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (2) der
Richtlinie 483.0101:
Die elektronischen Baugruppen der PZB-Kerneinheit sind
in einem 19"-Baugruppenträger angeordnet.
(3) Über das Bus-System des Fahrzeugleitsystems erfolgt der
Datenaustausch der PZB-Kerneinheit u. a. mit der
displaybasierten Anzeigeinrichtung, dem Eingabemodul
(DI) im Führerraumpult sowie der Antriebs-, der Fahrzeug-
und der Bremssteuerung des Fahrzeugs.
(4) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (4) der
Richtlinie 483.0101:
Der Bremseingriff der PZB-Fahrzeugeinrichtung der
Bauform EBICab 500 ist über eine Schnittstelle zur
Bremssteuerung des Fahrzeugs realisiert. Über diese
Schnittstelle greift die PZB-Fahrzeugeinrichtung der
Bauform EBICab 500 zweikanalig über zwei
unterschiedliche Wirkwege in die Schnellbremsschleife des
Fahrzeugs ein.
PZB-Kerneinheit
Fahrzeug-Bus-
System
Bremseingriff
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(5) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101:
Die akustischen Meldungen werden mit einer Hupe
ausgegeben.
Als Anzeigeeinrichtung für die Führerraumanzeigen wird
eine displaybasierte Anzeigeeinrichtung (Bild 2) in der Mitte
des Führerraumpultes verwendet.
Bild 2 Aufbauschema displaybasierte Anzeigeeinrichtung
Führerraum-
anzeigen und
akustische
Meldungen
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Anzeigebereiche und Funktionen der displaybasierten Anzeigeeinrichtung
Anzeigebereich Funktion
A2/A3/A4 nicht genutzt
A1 Anzeige Geschwindigkeit: v ist (analog), vist (digital)
B1 Anzeige multifunktional: Zugkraftanzeige
A5 Anzeige Zugbeeinflussung: Leuchtmelder
A6 Anzeige Zugbeeinflussung: Textmeldungen
C
Anzeige Softkeys
(Auf der displaybasierten Anzeigeeinrichtung dargestellte Tasten, die abhängig
von der Anzeigeoberfläche unterschiedliche Funktionen ausführen)
B2/B3/B4 fahrzeugspezifische Anzeigen
Tabelle 1: Legende zu Bild 1
Bild 3 zeigt das Grundbild der displaybasierten
Anzeigeeinrichtung (PZB-Fahrzeugeinrichtung
betriebsbereit).
Bild 3 Grundbild der displaybasierten Anzeigeeinrichtung
Zur Anzeige u. a. von Meldungen des Fahrzeugdiagnose-
systems sowie fahrzeugbezogenen Zustandsinformationen
ist neben der displaybasierten Anzeigeeinrichtung noch ein
maschinentechnisches Display (Bild 4) auf dem
Führerraumpult angeordnet.
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Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
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Bild 4 Grundbild des maschinentechnischen Displays
(6) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (7) der
Richtlinie 483.0101:
Die Dateneingabe-Schnittstelle der PZB-Fahrzeugein-
richtung der Bauform EBICab 500 ist das
maschinentechnische Display. Über das
maschinentechnische Display erfolgt die Eingabe der
- Zugdaten (Einstellwerte BRA und BRH) und
- weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung
(Einstellwerte „Triebfahrzeugführer-Nummer“ und
„Zug-Nummer“).
Darüber hinaus lassen sich am maschinentechnischen
Display u. a.
- die gespeicherten Zugdaten anzeigen,
- der Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung starten und
- der Kurzwegspeicher sperren oder entsperren.
Zur Bedienung des maschinetechnischen Displays dienen
sogenannte Softkeys. Softkeys sind Tasten direkt auf dem
Displaygehäuse, denen auf je nach aktiver Anzeige-
oberfläche bzw. aktivem Menü bestimmte Funktionen
zugeordnet sind. Die menüabhängigen Tastenbelegungen
werden am unteren Rand des Displays angezeigt (vgl.
Bild 4).
Dateneingabe-
Schnittstelle
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(7) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (4) der
Richtlinie 483.0101:
Zur Wegerfassung hat die PZB-Fahrzeugeinrichtung der
Bauform EBICab 500 über eine Schnittstelle zum
Antriebssteuergerät Zugriff auf die Odometer-Funktion des
Fahrzeugs.
(8) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (9) der
Richtlinie 483.0101:
Die Fahrtenregistrierung ist als ein elektronisches
Aufzeichnungsgerät ausgeführt, das als Datenspeicher-
kassette (DSK) bezeichnet wird. Die DSK ist im selben
19"-Baugruppenträger wie die PZB-Kerneinheit
angeordnet.
(9) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (10) der
Richtlinie 483.0101:
Die Fahrtrichtungsschaltung besteht bei einer PZB-
Fahrzeugeinrichtung der Bauform EBICab 500 aus einem
Schlüssel- und einem Fahrtrichtungsschalter. Je nach
Ausführungsvariante sind beide Schalter entweder in einem
Bedienelement vereinigt oder separate Bedienelemente. In
Tabelle 2 sind die möglichen Schaltstellungen und die
durch diese bestimmten Betriebszustände beschrieben.
Wegerfassung
DSK
Schlüssel- und
Fahrtrichtungs-
schalter
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Schlüssel- und Fahrtrichtungsschalter
Schaltstellung
Betriebszustand Schlüssel-
schalter
Fahrtrichtungs
schalter
Nicht
aufgeriegelt „0“
PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv;
Weder Zugdateneingabe noch
PZB-Überwachung möglich
Aufgeriegelt „M“
PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv;
Zugdateneingabe möglich;
PZB-Überwachung nicht möglich
Aufgeriegelt „V“
PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv;
Zugdateneingabe möglich;
PZB-Überwachung möglich
Aufgeriegelt „R“
PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv;
Weder Zugdateneingabe noch
PZB-Überwachung möglich
Tabelle 2: Schaltstellungen des Schlüssel- und
Fahrtrichtungsschalter
(10) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (12) der
Richtlinie 483.0101:
Die manuelle Bremsüberbrückung ist als PZB-
Bremsüberbrückungsschalter ausgeführt.
Bei Betätigung des PZB/LZB-Bremsüberbrückungs-
schalters wird der Kontakt der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung in der Schnellbremsschleife des
Fahrzeugs überbrückt.
3 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 5
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 12 Absatz (2) der
Richtlinie 483.0101:
Der Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung ist einmal täglich durchzuführen. Er
soll vor der ersten Zugfahrt des Fahrzeugs durchgeführt
werden.
Liegt die letzte Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung mehr als 24 h zurück, wird auf dem
maschinentechnischen Display im Menü „Zug-Besy“ eine
Aufforderung zur Durchführung eines Prüflaufs zur
PZB-
Bremsüber-
brückungs-
schalter
Durchführung
der Funktions-
prüfung
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Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung angezeigt
(Bild 5).
Bild 5 Aufforderung zur Durchführung eine Prüflaufs zur
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
auf dem maschinentechnischen Display
Vor Start eines Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung muss der Triebfahrzeugführer
sicherstellen, dass folgende Bedingungen erfüllt sind:
- Fahrzeug steht still
- Fahrzeugleitsystem aktiv
- PZB-Fahrzeugeinrichtung eingeschaltet
- Führerraumpult aufgeriegelt
- PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv geschaltet
- Fahrzeug steht nicht in einem Bereich, in dem sich
größere Metallmassen unter dem aktiv geschalteten
Fahrzeugmagneten befinden können (wie z. B. auf
einer Schiebebühne, Drehscheibe oder Brücke)
- PZB nicht mit PZB-Störschalter abgeschaltet
- PZB-Bremsüberbrückungsschalter in Grundstellung
- Bremssystem des Fahrzeugs funktionsbereit und
Bremseingriff nicht wirksam (Schnellbremsschleife
geschlossen)
- Nur bei Fahrzeugen mit pneumatischer
Bremssteuerung:
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Hauptluftleitungs-Druck beträgt ca. 5 bar
Der Triebfahrzeugführer startet den Prüflauf zur
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung, indem er
auf dem er das Menü „Zug-Besy“ auf dem
maschinentechnischen Display aufruft (Bild 6) und dort den
Softkey „Prüfen“ betätigt.
Bild 6 Menü „Zug-Besy“ auf dem maschinentechnischen
Display
Während des Prüflaufs zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung muss der Triebfahrzeugführer
beobachten ob,
a) auf der displaybasierten Anzeigeeinrichtung
mindestens sechs PZB-Leuchtmelder aufleuchten
mind. 3 s lang blinken (Anzeigebild F1)
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F1 Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung:
Leuchtmelder-Prüfung
Akustische Meldung: keine
b) bei der Prüfung der Wirkwege für den Bremseingriff
zwei Mal die folgende Abfolge der displaybasierten
Führerraumanzeigen abläuft:
1. Leuchtmelder „S“ leuchtet (Anzeigebild F2)
2. Textmeldung „Zwangsbremsung“ wird
angezeigt (Bremseingriff wird wirksam;
Anzeigebild F3)
3. Leuchtmelder „S“ erlischt (Beginn des Lösens
des Bremseingriffs; Anzeigebild F4)
Hinweis: In dieser Phase der Funktionsprüfung
werden die beiden Wirkwege für den Bremseingriff
nacheinander geprüft. Bei jeder Prüfung eines
Wirkweges (Ausgabe einer PZB-Zwangsbremsung)
muss bei Fahrzeugen mit pneumatischer
Bremssteuerung eine signifikante Absenkung des
Hauptluftleitungs-Drucks zu beobachten sein.
Der Triebfahrzeugführer darf die während des
Prüflaufs zur Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeug-
einrichtung eingeleiteten PZB-Zwangsbremsungen
nicht durch das Bedienen des Führerbremsventils
unterstützen.
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F2 Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung:
Prüfung des Bremseingriffs Schritt 1.
Akustische Meldung: Hupe
F3 Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung:
Prüfung des Bremseingriffs Schritt 2.
Akustische Meldung: Hupe
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F4 Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung:
Prüfung des Bremseingriffs Schritt 3.
Akustische Meldung: Hupe
c) nach Abschluss des Prüflaufs einer der blauen PZB-
Zugart-Leuchtmelder „85“, „70“ oder „55“ Dauerlicht
oder Blinklicht zeigt und bei Fahrzeugen mit
pneumatischer Bremssteuerung der Hauptluft-
leitungs-Druck wieder auf einen Wert von 5 bar
angestiegen ist.
Solange der Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung dauert, werden auf dem
maschinentechnischen Display in der Statuszeile der Text
"Prüfbild: PZB, Version, Baureihe" angezeigt und darunter
die folgenden Anzeigen zyklisch wiederholt:
1. Anzeige „P2b“ (Bild 7)
2. Anzeige „P2b“ und Softwareversion der EBICab 500
(Bild 8)
3. Anzeige der Baureihe (Bild 9)
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Bild 7 Anzeige „P2b“ auf dem maschinentechnischen
Display während des Prüflaufs zur
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
(Beispiel)
Bild 8 Anzeige „P2b“ und Softwareversion auf dem
maschinentechnischen Display während des
Prüflaufs zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung (Beispiel)
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Bild 9 Anzeige der Baureihe auf dem
maschinentechnischen Display während des
Prüflaufs zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung (Beispiel)
Nach Abschluss des Prüflaufs schaltet das
maschinentechnische Display seine Anzeige automatisch
zum Menü „Zug-Besy“ zurück (Bild 6).
Die Funktionsprüfung gilt nur dann als bestanden, wenn der
Triebfahrzeugführer die oben aufgeführten Anzeigen bzw.
Zustände während bzw. nach dem Prüflauf zur
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
beobachten konnte. Andernfalls liegt eine technische
Unregelmäßigkeit bzw. Störung vor.
(2) Ergänzung zu Abschnitt 12 Absätze (9) und (16) der
Richtlinie 483.0101:
Die Kontrolle der von der PZB-Fahrzeugeinrichtung noch
gespeicherten Zugdaten (Einstellwerte BRA und BRH) bzw.
die Eingabe der gültigen Zugdaten lässt sich bei
aufgeriegeltem Führerraumpult und dem
Fahrtrichtungsschalter in der Stellung „M“ oder „V“ wie folgt
am maschinentechnischen Display vornehmen:
1. Menü „Zug-Besy“ auf dem maschinentechnischen
Display aufrufen (Bild 6)
2. Softkey „ZDE“ betätigen
3. im Anzeigefeld "Übernommene Zugdaten" erscheint
für 4 s die Anzeige "P2b" und im Anzeigefeld
Eingabe der
gültigen
Zugdaten
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„Eingestellte Zugdaten“ nur Nullen als Kontrollbild
(Bild 10)
Bild 10 Kontrollbild auf dem maschinentechnischen
Display
4. im Anzeigefeld „Übernommene Zugdaten“ erscheinen
die Einstellwerte BRA und BRH der PZB-Ersatzdaten
und im Anzeigefeld „Eingestellte Zugdaten“ entweder
die von der PZB-Fahrzeugeinrichtung noch
gespeicherten Einstellwerte BRA und BRH oder die
Einstellwerte BRA und BRH der PZB-Ersatzdaten
5. im Anzeigefeld „Eingestellte Zugdaten“ blinkt die erste
Ziffer von links (Bild 11)
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Bild 11 Aufforderung zur Zugdateneingabe auf dem
maschinentechnischen Display
6. sofern erforderlich (angezeigter Einstellwert BRA
weicht vom gültigen ab), gültigen Einstellwert BRA
einstellig mit den Softkeys „1“ oder „8“ eingeben und
danach Softekey „weiter“ betätigen
7. im Anzeigefeld „Eingestellte Zugdaten“ blinkt die
zweite Ziffer von links
8. sofern erforderlich (Hunderter-Dezimalstelle des
gespeicherten Einstellwerts BRH weicht von der des
gültigen ab), Hunderter-Dezimalstelle des gültigen
Einstellwerts BRH gemäß Abschnitt 2 Tabelle 2 des
Anhangs 483.0101A04 mit den Softkeys „0“, „1“ oder
„2“ eingeben und danach Softekey „weiter“ betätigen
9. im Anzeigefeld „Eingestellte Zugdaten“ blinkt die dritte
Ziffer von links
10. sofern erforderlich (Zehner-Dezimalstelle des
gespeicherten Einstellwerts BRH weicht von der des
gültigen ab), Zehner-Dezimalstelle des gültigen
Einstellwerts BRH gemäß Abschnitt 2 Tabelle 2 des
Anhangs 483.0101A04 mit den Softkeys „0“ bis „9“
eingeben und danach Softkey „weiter“ betätigen
11. Softkey "Daten übertragen" blinkt (Bild 12)
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Bild 12 Aufforderung zur Zugdatenübernahme auf dem
maschinentechnischen Display
12. Softkey „Daten übertragen“ betätigen
13. Automatische Plausibilitätsprüfung:
Sind die eingegebenen Zugdaten nicht plausibel, so
wird Anzeigefeld "Übernommene Zugdaten" dunkel
(Bild 13)
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Bild 13 Abweisung unplausibler Zugdaten auf dem
maschinentechnischen Display
In diesem Fall sind der Softkey „Daten bestätigen“ zu
betätigen und anschließend die Nummern 5 bis 12 zu
wiederholen.
Sind die eingegebenen Zugdaten plausibel, werden
sie im Anzeigefeld "Übernommene Zugdaten" zur
Kontrolle angezeigt (Bild 14).
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Bild 14 Anzeige der übernommenen Zugdaten auf dem
maschinentechnischen Display
14. Softkey „Daten bestätigen“ betätigen und hiernach
innerhalb von 20 s die Wachsamkeitstaste betätigen
Wird die Wachsamkeitstaste nicht innerhalb von 20 s
betätigt, erscheint die Meldung "Eingabe nicht
akzeptiert Timeout" in der Statuszeile (Bild 15). In
diesem Fall sind der Softkey „Daten bestätigen“ zu
betätigen und anschließend die Nummern 5 bis 14 zu
wiederholen.
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Bild 15 Anzeige „Eingabe nicht akzeptiert“ auf dem
maschinentechnischen Display
15. im Anzeigefeld "Übernommene Zugdaten" und im
Anzeigefeld „Eingestellte Zugdaten“ erscheinen die
von der PZB-Fahrzeugeinrichtung übernommenen
und nun bestätigten Einstellwerte BRA und BRH
(Bild 16)
Bild 16 Anzeige der übernommenen und bestätigten
Zugdaten auf dem maschinentechnischen Display
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16. Softkey „G“ betätigen, um Zugdateneingabe
abzuschließen
(3) Der Triebfahrzeugführer muss seine Triebfahrzeugführer-
Nummer grundsätzlich
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Übernahme des Fahrzeugs und
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungswechsel
am maschinentechnischen Display eingeben.
Lässt sich die Triebfahrzeugführer-Nummer aufgrund einer
Fehlfunktion des maschinetechnischen Displays nicht
eingeben, liegt eine technische Unregelmäßigkeit vor.
(4) Die Triebfahrzeugführer-Nummer lässt sich bei aufge-
riegeltem Führerraumpult und dem Fahrtrichtungsschalter
in der Stellung „M“ oder „V“ folgendermaßen am
maschinentechnischen Display eingeben:
1. Menü „Zug-Besy“ auf dem maschinentechnischen
Display aufrufen (Bild 6)
2. Softkey „Zug-/Tf-Nr.“ betätigen
3. im Anzeigefeld „Zugnummer“ blinkt die erste Ziffer von
links
4. Softkey „weiter“ solange betätigen, bis die erste Ziffer
von links im Anzeigefeld „Tf-Nummer“ blinkt
5. Triebfahrzeugführer-Nummer sechsstellig und
rechtsbündig mit den Softkeys „0“ bis „9“ und „weiter“
eingeben (Bild 17)
Pflicht zur
Eingabe der
Triebfahrzeug-
führer-Nummer
Eingabe der
Triebfahrzeug-
führer-Nummer
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
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Bild 17 Eingabe der Triebfahrzeugführer-Nummer auf dem
maschinentechnischen Display
6. nach Eingabe der letzten Ziffer des Einstellwertes
„Triebfahrzeugführer-Nummer“ blinkt der Softkey
„Zug- und Tf-Nr. übernehmen“ (Bild 18)
Bild 18 Einstellwerte „Zug-Nummer“ und
„Triebfahrzeugführer-Nummer“ bestätigen und
übernehmen auf dem maschinentechnischen
Display
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7. Softkey „Zug- und Tf-Nr. übernehmen“ betätigen
8. maschinentechnisches Display schaltet seine Anzeige
automatisch zum Menü „Zug-Besy“ zurück (Bild 6).
(5) Der Triebfahrzeugführer muss die Zug-Nummer
grundsätzlich
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Übernahme des Fahrzeugs,
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Änderung der Zug-Nummer und
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungswechsel
am maschinentechnischen Display eingeben.
Lässt sich die Zug-Nummer aufgrund einer Fehlfunktion
des Dateneinstellers nicht eingeben, liegt eine technische
Unregelmäßigkeit vor.
(6) Die Zug-Nummer lässt sich bei aufgeriegeltem
Führerraumpult und dem Fahrtrichtungsschalter in der
Stellung „M“ oder „V“ folgendermaßen am
maschinentechnischen Display eingeben:
1. Menü „Zug-Besy“ auf dem maschinentechnischen
Display aufrufen (Bild 6)
2. Softkey „Zug-/Tf-Nr.“ betätigen
3. im Anzeigefeld „Zugnummer“ blinkt die erste Ziffer von
links
4. Zug-Nummer sechsstellig und rechtsbündig mit den
Softkeys „0“ bis „9“ und „weiter“ eingeben
5. nach Eingabe der letzten Ziffer des Einstellwertes
„Zug-Nummer“ blinkt die erste Ziffer von links im
Anzeigefeld „Tf-Nummer“
6. Softkey „weiter“ solange betätigen, bis der Softkey
„Zug- und Tf-Nr. übernehmen“ blinkt (Bild 18)
7. Softkey „Zug- und Tf-Nr. übernehmen“ betätigen
8. maschinentechnisches Display schaltet seine Anzeige
automatisch zum Menü „Zug-Besy“ zurück (Bild 6).
(7) Nach Unfällen oder auf besondere Weisung (z. B. des
Eisenbahn-Bundesamtes oder der Bundespolizei) muss
der Triebfahrzeugführer den Kurzwegspeicher der DSK
sperren, sofern das Auslesen der Fahrdaten nicht sofort
möglich ist.
Der Kurzwegspeicher der DSK lässt sich am
maschinentechnischen Display wie folgt sperren:
Pflicht zur
Eingabe der
Zug-Nummer
Eingabe der
Zug-Nummer
Kurzweg-
speicher
sperren/
entsperren
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1. Menü „Zug-Besy“ auf dem maschinentechnischen
Display aufrufen (Bild 6)
2. Softkey „DSK K“ betätigen
3. im Menü „Kurzzeitspeicher“ wird der Softkey „sperren“
hervorgehoben (Bild 19)
Bild 19 Kurzwegspeicher der DSK sperren am
maschinentechnischen Display
4. Softkey „sperren“ betätigen
5. maschinentechnisches Display schaltet seine Anzeige
automatisch zum Menü „Zug-Besy“ zurück, wo nun
der u. a. der DSK-Status „Kurzzeitspeicher gesperrt“
angezeigt wird (Bild 20).
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Bild 20 Menü „Zug-Besy“ mit DSK-Status
„Kurzzeitspeicher gesperrt“ auf dem
maschinentechnischen Display
Hinweis: Durch das Sperren des Kurzwegspeichers werden
detaillierte Fahrtaufzeichnungen vor und während des
Ereignisses in einem besonderen Speicherbereich des
Fahrtenschreibers für die spätere Auswertung gesichert.
Der Triebfahrzeugführer muss den Zeitpunkt der Sperrung
des Kurzwegspeichers mittels eines auf dem Fahrzeug
verbleibenden schriftlichen Vermerks dokumentieren.
Der schriftliche Vermerk muss
- das Identifikationsmerkmal des Triebfahrzeugführers,
- das Datum und die Uhrzeit der Sperrung sowie
- den Anlass für die Sperrung
enthalten.
Der Kurzwegspeicher darf nur von autorisiertem
Fachpersonal wieder entsperrt werden, nachdem die
Fahrdaten ausgelesen worden sind.
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4 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 7
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 15 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101:
Die Vorgabe in Abschnitt 15 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101 sowie Anhang 483.0101A05 gelten
nicht. Stattdessen gilt:
Für bestimmte Fälle von technischen Unregelmäßigkeiten
und Störungen sind Vorgaben zu Abhilfemaßnahmen oder
die Beschreibung der Auswirkungen in den Tabellen 3 und
4 enthalten.
Die möglichen Abhilfemaßnahmen und Auswirkungen sind
in den Tabellen 3 und 4 stellvertretend mittels Nummern
und Buchstaben kodiert. Die Tabellen 5 bis 7 enthalten die
Erklärungen für die in den Tabellen 3 und 4 aufgeführten
Nummern und Buchstaben.
Unregelmäßigkeit / Störung
Abhilfemaßnahmen (1 bis 20) und
Auswirkungen (A bis D)
Erste Abhilfe-
maßnahmen Falls erfolglos Falls wiederum
erfolglos
Funktionsprüfung: displaybasierte
Führerraumanzeigen nicht in Ordnung 4, 5, 8 14, 16, C 3, A, 15, 16, D
Funktionsprüfung: PZB-Zwangsbremsung erfolgt
nicht
4, 6, A, 15,
16, D
Zu erwartende PZB-Zwangsbremsung erfolgt
nicht 4, 5, 8 9 4, 6, A, 15, 16, D
PZB-Zwangsbremsung sofort nach Aktivschalten,
welche sich nicht lösen lässt 1, 2 4, 5, 7 4, 6, A, 15, 16, D
PZB-Zwangsbremsung lässt sich nicht lösen 1, 2 4, 5, 7 4, 6, A, 15, 16, D
PZB-Zwangsbremsung aus unbekanntem Grund 15, 16, D
Wiederholte PZB-Zwangsbremsung aus
unbekanntem Grund 12, 4, 5, 8 3, A, 15, 16, D 4, 6, A, D
PZB-Hauptschalter ausgelöst 5, 7 4, 6, A, 15, 16, D
Keinerlei displaybasierte Führerraumanzeigen
und ggf. PZB-Zwangsbremsung 8 14, 4, 5, 7 4, 6, A, 15, 16, D
Tabelle 3: Umgang mit Unregelmäßigkeiten/Störungen
der PZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform
EBICab 500 Teil 1
Abhilfe-
maßnahmen bei
bzw. Aus-
wirkungen von
bestimmten
technischen
Unregel-
mäßigkeiten
bzw. Störungen
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Unregelmäßigkeit/ Störung
Abhilfemaßnahmen (1 bis 20) und
Auswirkungen (A bis D)
Erste Abhilfe-
maßnahmen Falls erfolglos Falls wiederum
erfolglos
Fehlfunktion der displaybasierten
Führerraumanzeigen 4, 5, 8 14, 16, C 3, A, 15, 16, D
Leuchtmelder „PZB“ leuchtet nicht und keine
PZB-Zwangsbremsung wirksam 4, 5, 8 14, 7, C 3, A, 15, 16, D
PZB-Zugart-Leuchtmelder leuchtet nicht und
keine PZB-Zwangsbremsung wirksam 4, 5, 8 3, A, 15, 16, D
Anzeige der PZB-Zugart wechselt während der
Fahrt 4, 5, 8 3, A, 15, 16, D
Leuchtmelder „1000 Hz“, „500 Hz“ oder
„Befehl 40“ wird bei zu erwartender
streckenseitiger Beeinflussung nicht angezeigt
4, 5, 8 9
14, 4, 5, 7
Wenn ebenfalls
erfolglos: C, 16,
D
PZB-Bedientaste[n] unwirksam 12, 4, 5, 7 13, C, 16, D 3, A, 15, 16, D
Anzeige der Textmeldungen „PZB-Störbetrieb
aktiv“ und ggf. PZB-Zwangsbremsung B, 4, 5, 8 B, 15, 16, D 4, 6, A, 15, 16, D
Keinerlei akustische Meldungen 4, 5, 7 C, 16, D
Anzeige der Textmeldung
„PZB-Bremsüberbrückung“ 4, 5, 8 4, 6, A, 15, 16, D
Am maschinentechnischen Display können die
gültigen Zugdaten nicht eingegeben werden 10, C, 16, D 3, A, 15, 16, D
Am maschinentechnischen Display können die
weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung
(Triebfahrzeugführer-Nummer und Zug-Nummer)
nicht eingegeben werden
11
DSK fehlerhaft C, 16, D
PZB-Störschalter unwirksam 4, 6, A, 15,
16, D
Tabelle 4: Umgang mit Unregelmäßigkeiten/Störungen
der PZB-Fahrzeugeinrichtung Bauform
EBICab 500 Teil 2
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Nr. Abhilfemaßnahmen
1
Prüfen, ob Dauerbeeinflussung erfolgt (der Fahrzeugmagnet des Fahrzeugs befindet sich über
einem Gleismagneten oder über einem Weichenherzstück, hoch liegenden Bauteilen auf einer
Brücke, einer Drehscheibe, einer Schiebebühne o. Ä.)
2
Nur, wenn Dauerbeeinflussung gemäß Nr. 1 festgestellt wurde:
-Betriebsleitende Stelle verständigen
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Störschalter abschalten
- Fahrzeug aus dem Bereich der Dauerbeeinflussung herausfahren
- PZB-Störschalter in Grundstellung bringen
3 PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Störschalter abschalten
4 - PZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter ausschalten
5
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mindestens 10 s ausgeschaltet lassen
- PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter einschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv schalten
- Gültige Zugdaten eingeben
6 PZB-Bremsüberbrückungsschalter betätigen
7 Funktionsprüfung durchführen
8
- Überprüfen, ob PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv geschaltet
- Helligkeitsregelung für die Führerraumanzeigen auf Maximum einstellen
- Alle Leitungsschutzschalter und sonstigen Schalter der PZB-Fahrzeugeinrichtung (inkl.
derjenigen für die displaybasierte Anzeigeeinrichtung und das maschinentechnische Display,
sofern vorhanden) überprüfen und in Grundstellung bringen
- Überprüfen, ob PZB-Bremsüberbrückungsschalter in Grundstellung ist und der Bremseingriff
der PZB-Fahrzeugeinrichtung ordnungsgemäß funktioniert
- Funktionsprüfung durchführen
9
Wenn Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung bestanden und keine weitere
Störungsmeldung angezeigt: betriebsleitende Stelle über vermutlich gestörte PZB-
Streckeneinrichtung verständigen
10
- Wenn vorhanden, Stromversorgung der displaybasierten Anzeigeeinrichtung für mehr als 30 s
unterbrechen und dann wieder einschalten, ansonsten PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-
Hauptschalter für mehr als 30 s ausschalten und dann wieder einschalten
- PZB-Fahrzeugeinrichtung für ca. 15 s inaktiv und anschließend wieder aktiv schalten
- Anhand der allgemeinen PZB-Einstelltabelle für eine PZB-Fahrzeugeinrichtung mit
zweistelligem Einstellwert BRH (siehe Abschnitt 2 Tabelle 2 des Anhangs 483.0101A04) prüfen,
ob die von der PZB-Fahrzeugeinrichtung im Führerraum angezeigte PZB-Zugart den gültigen
Zugdaten entspricht
Tabelle 5: Beschreibung der Maßnahmenkodierungen
Teil 1
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Gültig ab: 14.12.2025
Nr. Abhilfemaßnahmen
11
Folgende Angaben schriftlich vermerken und bei nächster Gelegenheit der auftraggebenden
Stelle übermitteln:
- Identifikationsmerkmal des Triebfahrzeugführers
- Zug-Nummer[n], unter denen der Triebfahrzeugführer Zugfahrten durchgeführt hat
- Ort/Betriebsstelle, Datum und Uhrzeit der Übergabe des Fahrzeugs
- Ort/Betriebsstelle, Datum und Uhrzeit des Einsatzendes auf dem Fahrzeug
12 PZB-Bedientaste[n] mehrfach betätigen und in Grundstellung bringen
13 Wenn vorhanden, andere PZB-Bedi entaste[n] im Führerraum benutzen
14 Sofern vorhanden, auf redundante Anzeigeeinrichtung umschalten
15 Betriebsleitende Stelle verständigen
16 Auftraggebende Stelle verständigen
Tabelle 6: Beschreibung der Maßnahmenkodierungen -
Teil 2
Auswirkung/Folge
A PZB-Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit höchstens 50 km/h
B
PZB-Störbetrieb automatisch aktiviert; PZB-Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit
höchstens 50 km/h, solange PZB-Störbetrieb aktiv; wenn PZB-Zugart-Leuchtmelder wieder
leuchtet (PZB-Störbetrieb automatisch deaktiviert), ist die Weiterfahrt ohne Einschränkung
möglich
C Fahrt kann ohne weitere Einschränkung durchgeführt werden
D Fahrt gemäß Anweisung der auftraggebenden Stelle fortsetzen bzw. beenden
Tabelle 7: Beschreibung der Auswirkungskodierungen
(2) Ergänzung zu Abschnitt 15 Absatz (8) der
Richtlinie 483.0101:
Wenn sich der Fahrzeugmagnet des Fahrzeugs
- beim Aktivschalten der PZB-Fahrzeugeinrichtung
oder
- bei einem Halt mit aktiv geschalteter PZB-
Fahrzeugeinrichtung
über einem wirksam geschalteten Gleismagneten befindet,
kommt es zu einer Dauerbeeinflussung.
In Tabelle 8 sind die möglichen Fälle von
Dauerbeeinflussung, deren Folgen und die ggf.
erforderlichen Abhilfemaßnahmen aufgeführt.
Umgang mit
Dauerbeein-
flussungen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
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Gültig ab: 14.12.2025
Dauer-
beeinflussung
durch
Mögliche Folgen Abhilfemaßnahmen
GM 2000 Hz
Automatische Aktivierung des PZB-
Störbetriebs
-Betriebsleitende Stelle verständigen
-PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-
Störschalter abschalten
- Fahrzeug aus dem Bereich der
Dauerbeeinflussung herausfahren
- PZB-Störschalter in Grundstellung bringen
PZB-Zwangsbremsung, die sich
nicht mehr durch Betätigung der
Freitaste lösen lässt
GM 1000 Hz
Automatische Aktivierung des PZB-
Störbetriebs
-Betriebsleitende Stelle verständigen
-PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-
Störschalter abschalten
- Fahrzeug aus dem Bereich der
Dauerbeeinflussung herausfahren
- PZB-Störschalter in Grundstellung bringen
Bei zeitgerecht betätigter
Wachsamkeitstaste wird eine
1000-Hz-Überwachung aktiv,
welche zunächst vom
Startprogramm überlagert wird
- Keine Abhilfemaßnahmen erforderlich
- Im Fall des Aktivschaltens der PZB-
Fahrzeugeinrichtung wird das wirksame
Startprogramm sofort angezeigt
(Wechselblinken der blauen PZB-Zugart-
Leuchtmelder „70“ und „85“ und Dauerlicht
des gelben Leuchtmelders „1000 Hz“ statt
Dauerlicht oder Blinken eines der blauen
PZB-Zugart-Leuchtmelder)
- Reguläre Weiterfahrt ist möglich
PZB-Zwangsbremsung wegen
nicht zeitgerecht betätigter
Wachsamkeitstaste; danach wird
eine restriktive 1000-Hz-
Überwachung aktiv, welche das
Startprogramm überlagert
- PZB-Zwangsbremsung durch Betätigung
der Freitaste lösen
- Im Fall des Aktivschaltens der PZB-
Fahrzeugeinrichtung wird sofort die
restriktive 1000-Hz-Überwachung
angezeigt (Wechselblinken der blauen
PZB-Zugart-Leuchtmelder „70“ und „85“
und Dauerlicht des gelben Leuchtmelders
„1000 Hz“ statt Dauerlicht oder Blinken
eines der blauen PZB-Zugart-
Leuchtmelder)
- Reguläre Weiterfahrt ist möglich
GM 500 Hz
Automatische Aktivierung des PZB-
Störbetriebs
-Betriebsleitende Stelle verständigen
-PZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-
Störschalter abschalten
- Fahrzeug aus dem Bereich der
Dauerbeeinflussung herausfahren
- PZB-Störschalter in Grundstellung bringen
500-Hz-Überwachung wird aktiviert
und wirksam
- Keine Abhilfemaßnahmen erforderlich
- Reguläre Weiterfahrt ist möglich
Tabelle 8: Umgang mit Dauerbeeinflussungen