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2026-06-30 21:19:25 +02:00

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Richtlinie
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
PZB-Fahrzeugeinrichtung im Betriebsprogramm
PZB 90 S-Bahn Hamburg bedienen;
Vorgesehene streckenseitige Beeinflussungen
483.0102A01
Seite 1
Fachautor: I.IAI 45 | Steffen Schöneich | steffen.schoeneich@deutschebahn.com Gültig ab: 14.12.2025
Inhaltsverzeichnis
1 Grundprinzipien der Anordnung von PZB-
Streckeneinrichtungen ........................................................ 2
2 Einbauorte und Wirksamkeit von GM 2000 Hz ................... 4
3 Einbauorte und Wirksamkeit von GM 1000 Hz ................... 6
4 Einbauorte und Wirksamkeit von GM 500 Hz ..................... 8
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
PZB-Fahrzeugeinrichtung im Betriebsprogramm
PZB 90 S-Bahn Hamburg bedienen;
Vorgesehene streckenseitige Beeinflussungen
483.0102A01
Seite 2
Gültig ab: 14.12.2025
1 Grundprinzipien der Anordnung von
PZB-Streckeneinrichtungen
(1) Ein GM 2000 Hz ist am Standort des Signals angeordnet,
zu dem er gehört. Dies umfasst einen Bereich von 6 m vor
bis 6 m hinter dem Signal (Bild 1).
Bild 1: Grundprinzip der Anordnung von Gleismagneten in
der Umgebung des Signals, zu dem sie gehören
Der Einbauort eines GM 2000 Hz, der weder einem Signal
zugeordnet noch Bestandteil einer Geschwindigkeits-
Überwachungseinrichtung ist, ist durch ein Orientierungs-
zeichen gekennzeichnet.
(2) Ein GM 1000 Hz ist am Standort des Signals angeordnet,
zu dem er gehört. Dies umfasst einen Bereich von 6 m vor
bis 6 m hinter dem Signal (Bild 1).
Ist ein Vorsignal (auch Hauptsignal mit Vorsignalfunktion
oder Sv-Signal) sowohl mit einem GM 1000 Hz als auch mit
1000-Hz-Geschwindigkeits-Überwachungseinrichtungen
GM 2000 Hz
GM 1000 Hz
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
PZB-Fahrzeugeinrichtung im Betriebsprogramm
PZB 90 S-Bahn Hamburg bedienen;
Vorgesehene streckenseitige Beeinflussungen
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Seite 3
Gültig ab: 14.12.2025
(vgl. Absatz (4)) ausgerüstet, ist es möglich, dass derselbe
GM 1000 Hz, der bei bestimmten Signalisierungen für sich
allein streckenseitige Beeinflussungen bewirkt, bei
bestimmten anderen Signalisierungen auch als
Wirkmagnet der 1000-Hz-Geschwindigkeits-Über-
wachungseinrichtungen fungiert.
Hinweis: Auf diese Weise muss bei der Ausrüstung eines
Vorsignals sowohl mit einem GM 1000 Hz als auch mit
1000-Hz-Geschwindigkeits-Überwachungseinrichtungen
nur ein einziger GM 1000 Hz angeordnet werden.
(3) Ein GM 500 Hz ist an einer örtlich festgelegten Stelle vor
dem Signal angeordnet, zu dem er gehört (Bild 1).
(4) Eine Geschwindigkeits-Überwachungseinrichtung mit
einem GM 1000 Hz als Wirkmagnet (1000-Hz-
Geschwindigkeits-Überwachungseinrichtung) kann nur am
Standort eines Vorsignals (auch Hauptsignal mit
Vorsignalfunktion oder Sv-Signal), eines Signals Lf 6 oder
eines Signals Lf 1 angeordnet sein. Der Wirkmagnet ist wie
ein einzelner GM 1000 Hz (vgl. Absatz (2)) in einem Bereich
von 6 m vor bis 6 m hinter dem Signal angeordnet, zu dem
die 1000-Hz-Geschwindigkeits-Überwachungseinrichtung
gehört.
Der Wirkmagnet einer 1000-Hz-Geschwindigkeits-Über-
wachungseinrichtung kann je nach Signalisierung auch
allein streckenseitige Beeinflussungen bewirken (vgl.
Absatz (2)).
(5) Eine Geschwindigkeits-Überwachungseinrichtung mit
einem GM 2000 Hz als Wirkmagnet (2000-Hz-
Geschwindigkeits-Überwachungseinrichtung) kann vor
einem Hauptsignal (auch Hauptsignal mit Vorsignalfunktion
oder Sv-Signal), einem Signal Lf 7 oder einem Signal Lf 2
angeordnet sein.
Darüber hinaus kann eine 2000-Hz-Geschwindigkeits-
Überwachungseinrichtung zur streckenseitigen
Geschwindigkeitsüberwachung ohne Signalzuordnung an
einer örtlich festgelegten Stelle der Strecke angeordnet
sein.
GM 500 Hz
1000-Hz- Ge-
schwindigkeits-
Überwachungs-
einrichtung
2000-Hz-Ge-
schwindigkeits-
Überwachungs-
einrichtung
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PZB-Fahrzeugeinrichtung im Betriebsprogramm
PZB 90 S-Bahn Hamburg bedienen;
Vorgesehene streckenseitige Beeinflussungen
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Seite 4
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2 Einbauorte und Wirksamkeit von
GM 2000 Hz
Lfd.
Nr.
Einbauort / Funktion
eines GM 2000 Hz Wirksamkeit des GM 2000 Hz
1 Am Standort eines Hauptsignals1 2
bzw. Haupt-/Sperrsignals
- Bei Signal Hp 0
- Bei Signal Hp 0 in Verbindung mit
Signal Zs 1, Zs 7, Zs 8 oder Zs 12
- Bei Signal Sv 0
2 Am Standort eines Sperrsignals Bei Signal Hp 0 oder Sh 0
3
Anstelle eines GM 500 Hz bei
Strecke bzw. Streckenabschnitt
mit örtlich zulässiger
Geschwindigkeit von bis zu
50 km/h (nicht generell vorhanden)
oder in besonderen Einzelfällen:
Als Wirkmagnet einer
Geschwindigkeits-Überwachungs-
einrichtung im örtlich festgelegten
Abstand vor dem Hauptsignal
Bei Signal
und
Überschreitung
der
Prüfgeschwindig-
keit
3
(km/h)
- Hp 0
- Hp 0 in
Verbindung mit
Signal Zs 1, Zs 7,
Zs 8 oder Zs 12
- Sv 0
45
4 Am Standort eines Signals Ne 1
(Trapeztafel) am Gegengleis Ständig
5 Am Standort eines
Lichtsperrsignals am Gegengleis Bei Signal Hp 0
6
Wenn zur Sicherung eines
besonders langen Einfahrwegs
erforderlich
(nicht generell vorhanden):
Vor einer Weiche als Wirkmagnet
einer Geschwindigkeits-
Überwachungseinrichtung
Wenn der Fahrweg über das Zweiggleis
einer der Weichen im Fahrweg führt, bei
Überschreitung der örtlich zulässigen
Geschwindigkeit
1 Gilt auch für Hauptsignal mit Vorsignalfunktion oder Sv-Signal
2 Auch am Standort eines Signals Ne 4 (Schachbretttafel)
3 Aufgrund von Messtoleranzen kann die tatsächlich wirksame
Prüfgeschwindigkeit um ± 5 km/h vom Nennwert abweichen.
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Vorgesehene streckenseitige Beeinflussungen
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Lfd.
Nr.
Einbauort / Funktion
eines GM 2000 Hz Wirksamkeit des GM 2000 Hz
7
An einem Orientierungszeichen
„PZB BÜ“ vor einem
wärterbedienten Bahnübergang
Bei nicht gesichertem Bahnübergang
8 Als Prüfmagnet am Ausfahrgleis
einer Fahrzeugeinsatzstelle Ständig
9
Nur in besonderen Einzelfällen zur
örtlichen Risikominimierung:
Als Wirkmagnet einer
Geschwindigkeits-Überwachungs-
einrichtung an örtlich festgelegter
Stelle
Bei Überschreitung der
Prüfgeschwindigkeit
3
10
Nur in bestimmten Fällen in einem
Fahrweg, auf dem ein ETCS-
Level-2-Bereich verlassen wird:
Als Wirkmagnet einer
Geschwindigkeits-Überwachungs-
einrichtung im Abstand von 150 m
vor einem Signal Lf 2 oder Lf 7
Bei Signal
und
Überschreitung
der
Prüfgeschwindig-
keit
3
(km/h)
- Lf 1 mit Kz 4
- Lf 6 mit Kz 4 55
- Lf 1 mit Kz 5
- Lf 6 mit Kz 5 65
- Lf 1 mit Kz 6
- Lf 6 mit Kz 6 75
- Lf 1 mit Kz 7
- Lf 6 mit Kz 7 85
- Lf 1 mit Kz 8
- Lf 6 mit Kz 8 95
- Lf 1 mit Kz 9
- Lf 6 mit Kz 9 105
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3 Einbauorte und Wirksamkeit von
GM 1000 Hz
Lfd.
Nr.
Einbauort / Funktion
eines GM 1000 Hz Wirksamkeit des GM 1000 Hz
1 Am Standort eines Vorsignals4
oder Vorsignalwiederholers5
- Bei Signal Vr 0, Ks 2, Sv 2 oder Sv 6
- Bei Signal Vr 2, Sv 3 oder Sv 5
- Bei Signal Vr 1 mit Signal Zs 3v Kz 7 6
- Bei Signal Ks 1 mit Signal Zs 3v Kz 1, 2,
3, 4, 5 oder 6
2
Wenn aufgrund des örtlichen
streckenseitigen Geschwindig-
keitsprofils erforderlich
(nicht generell vorhanden):
Als Wirkmagnet einer
Geschwindigkeits-Überwachungs-
einrichtung am Standort eines
Vorsignals
1
Bei Signal
und
Überschreitung
der
Prüfgeschwindig-
keit7
(km/h)
Vr 1 mit Zs 3v Kz 8 95
3
Am Standort eines
allein stehenden
Signals Ne 2 (Vorsignaltafel)
Ständig
4
Wenn aufgrund streckenseitiger
Verhältnisse (u. a.
Geschwindigkeitsprofil)
erforderlich
(nicht generell vorhanden):
Am Standort eines
Signals Lf 1 oder Lf 6
- Bei Signal Lf 1 mit Kz im Bereich
0,5 bis 7
- Bei Signal Lf 6 mit Kz im Bereich
0,5 bis 7
4 Gilt auch für Hauptsignal mit Vorsignalfunktion oder Sv-Signal
5 Nur in Einzelfällen ausgerüstet
6 Nur, wenn aufgrund des örtlichen streckenseitigen
Geschwindigkeitsprofils erforderlich
7 Aufgrund von Messtoleranzen kann die tatsächlich wirksame
Prüfgeschwindigkeit um ± 5 km/h vom Nennwert abweichen.
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Gültig ab: 14.12.2025
Lfd.
Nr.
Einbauort / Funktion
eines GM 1000 Hz Wirksamkeit des GM 1000 Hz
5
Wenn aufgrund streckenseitiger
Verhältnisse (u. a. Geschwindig-
keitsprofil) erforderlich
(nicht generell vorhanden):
Als Wirkmagnet einer
Geschwindigkeits-Überwachungs-
einrichtung am Standort eines
Signals Lf 1 oder Lf 6
Bei Signal
und
Überschreitung
der
Prüfgeschwindig-
keit
7
(km/h)
- Lf 1 mit Kz 8
- Lf 6 mit Kz 8 95
- Lf 1 mit Kz 9 105
6
Am Standort eines
Überwachungssignals8 oder eines
zugleich als Überwachungssignal
eines folgenden Bahnübergangs
dienenden Überwachungssignal-
Wiederholers
Bei Signal Bü 0
8 Außer unmittelbar vor dem Bahnübergang aufgestelltes
Überwachungssignal
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4 Einbauorte und Wirksamkeit von
GM 500 Hz
Lfd.
Nr.
Einbauort / Funktion
eines GM 500 Hz Wirksamkeit des GM 500 Hz
1
An örtlich festgelegter Stelle vor
einem Hauptsignal9 10 11 12
(nicht generell vorhanden)
- Bei Signal Hp 0
- Bei Signal Hp 0 in Verbindung mit
Signal Zs 1, Zs 7, Zs 8 oder Zs 12
- Bei Signal Sv 0
- Bei Signal Hp 0 in Verbindung mit
Signal Sh 1
- Bei Signal Hp 2 mit Signal Zs 3 Kz 1, 2
oder 3
- Bei Signal Sv 4, Sv 5 oder Sv 6
- Bei Signal Ks 1 mit Signal Zs 3 Kz 2
oder 3
- Bei Signal Ks 2 mit Signal Zs 3 Kz 1, 2
oder 3
2
Bei Bahnhofseinfahrten mit
stufenweiser Geschwindigkeits-
signalisierung bis auf 20 oder
30 km/h:
Im Abstand von 150 bis 250 m
vor einem allein stehenden
Signal Zs 3
Bei Signal Zs 3 Kz 2 bzw. 3
3
Bei Bahnhofseinfahrten mit Signal
Zs 13 (Stumpfgleis- und
Frühhaltanzeiger) und einer
signalisierten Geschwindigkeit
von 40 km/h oder weniger:
Im Abstand von 6 bis 9 m hinter
dem Signal Zs 1313
Bei Signal Zs 13
9 Gilt auch für Hauptsignal mit Vorsignalfunktion oder Sv-Signal
10 Wenn nicht nach Abschnitt 2 lfd. Nr. 3 ersetzt
11 Im Bereich einer Bahnsteigausfahrt können insgesamt bis zu zwei
GM 500 Hz zur Überwachung im Startprogramm anfahrender Züge
vorhanden sein.
12 Auch vor einem Signal Ne 4 (Schachbretttafel)
13 Bei einer Bahnhofseinfahrt mit Signal Zs 13 und einer signalisierten
Geschwindigkeit von 40 km/h kann der GM 500 Hz abweichend
davon auch im Bereich 330 bis 400 m vor dem Stumpfgleisende
bzw. Frühhalt angeordnet sein.
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Lfd.
Nr.
Einbauort / Funktion
eines GM 500 Hz Wirksamkeit des GM 500 Hz
4
An örtlich festgelegter Stelle vor
einem Sperrsignal, wenn dieses
Ziel- oder Startpunkt für
Zugfahrten ist
(nicht generell vorhanden)
- Bei Signal Hp 0 oder Sh 0
- Bei Signal Sh 1
14 15
5
Im Abstand von 250 bis 300 m
vor einem Signal Ne 1
(Trapeztafel) am Gegengleis
Ständig
6 Im Abstand von 250 m vor einem
Lichtsperrsignal am Gegengleis Ständig
7
Wenn aufgrund streckenseitiger
Verhältnisse (u. a. Geschwindig-
keitsprofil) erforderlich
(nicht generell vorhanden):
Im Abstand von 150 m vor einem
Signal Lf 1 oder Lf 6
- Bei Signal Lf 1 mit Kz im Bereich
0,5 bis 3
- Bei Signal Lf 6 mit Kz im Bereich
0,5 bis 3
8
Wenn aufgrund der Bauform der
Bahnübergangssicherungsanlage
erforderlich
(nicht generell vorhanden):
Hinter einem
Überwachungssignal im Abstand
von 210 bis 450 m vor der
äußeren Kante des
Bahnübergangs
Bei Signal Bü 0
14 Gilt nicht im Fall eines Sperrsignals, das als Startpunkt für
Zugfahrten vor einem Gruppenausfahrsignal fungiert
15 Örtliche Abweichungen möglich