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DB InfraGO AG | Sitz: Frankfurt am Main | Registergericht: Frankfurt am Main
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HRB 50879 | USt-IdNr.: DE 199861757 | Vorsitz des Aufsichtsrats: Berthold Huber
|
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Vorstand: Dr. Philipp Nagl (Vorsitz), Jens Bergmann, Ingrid Felipe, Dr. Christian Gruß, Heike Junge-Latz, Heinz
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|
Siegmund, Ralf Thieme
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Nähere Informationen zur Datenverarbeitung der DB InfraGO AG finden Sie hier: www.dbinfrago.com/datenschutz
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Seite 1 von 3
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DB InfraGO AG
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Zentrale
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Bauartverantwortung und
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Instandhaltungsmanagement
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Sicherungskomponenten und INA-Planung (I.IAI 45)
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|
Caroline-Michaelis-Straße 5-11
|
|
10115 Berlin
|
|
Deutschland
|
|
Steffen Schöneich
|
|
steffen.schoeneich@deutschebahn.com
|
|
+49 30 297 57182
|
|
+49 175 4342778
|
|
DB InfraGO AG | I.IAI 45
|
|
Caroline-Michaelis-Straße 5-11 | 10115 Berlin
|
|
Zugangsberechtigte und Kunden der
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|
DB InfraGO AG
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14.12.2025
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Neuausgabe der Richtlinie 483.0100 „Ausführungsbestimmungen für
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unternehmensspezifische Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x“ mit
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Inkraftsetzungsdatum zum 14.12.2025
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Sehr geehrte Damen und Herren,
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zum Datum der Inkraftsetzung der Infrastrukturnutzungsbedingungen der DB InfraGO AG (INB)
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2026 wird die Richtlinie 483.0100 als ein betrieblich-technisches Regelwerk mit verbindlich
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geltenden Bestimmungen für die Nutzung der Eisenbahninfrastruktur der DB InfraGO AG neu
|
|
ausgegeben.
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Die Richtlinie 483.0100 regelt,
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|
welche Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 Eisenbahnverkehrsunternehmen
|
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in eigener Verantwortung ergänzen müssen oder dürfen,
|
|
welche Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 Eisenbahnverkehrsunternehmen
|
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in eigener Verantwortung ersetzen dürfen,
|
|
welche über die Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 hinausgehenden
|
|
Sachverhalte Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigener Verantwortung regeln müssen
|
|
und
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|
welche Randbedingungen Eisenbahnverkehrsunternehmen bei der Ausgestaltung der
|
|
diesbezüglichen unternehmensspezifischen Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinie
|
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483.0101 bzw. 483.0102 in eigener Verantwortung einhalten müssen.
|
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Seite 2 von 3
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|
Die Richtlinie 483.0100 betrachtet alle Sachverhalte, welche bis zum 14.12.2025 in der
|
|
Richtlinie 483.0101 sowie den zum 14.12.2025 außer Kraft tretenden bauformspezifischen
|
|
Richtlinien 483.0111, 483.0112, 483.0113 und 483.0114 geregelt waren und ab dem
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|
14.12.2025 durch Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigener Verantwortung zu regeln sind.
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Hauptsächlich betrifft dies die folgenden Themen:
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bauform- bzw. fahrzeugspezifische Beschreibung der Dateneingabe-Schnittstellen der
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung für die Zugdaten und die weiteren Daten für die
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Fahrtenregistrierung (Triebfahrzeugführer-Nummer und Zug-Nummer),
|
|
bauform- bzw. fahrzeugspezifische Beschreibung der technischen Ausführung der
|
|
Fahrtenregistrierung,
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|
unternehmensspezifische Vorgaben zur regelmäßigen Durchführung des Prüflaufs zur
|
|
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung,
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|
bauform- bzw. fahrzeugspezifische Beschreibung der Eingabe und Kontrolle der gültigen
|
|
Zugdaten,
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|
unternehmensspezifische Vorgaben zur Durchführung von Zugfahrten mit Ersatzzugdaten,
|
|
wenn das Eisenbahnverkehrsunternehmen Fahrzeuge mit Bauformen oder
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Ausführungsvarianten einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung einsetzt, bei denen die
|
|
technische Möglichkeit zur Einstellung von Ersatzzugdaten besteht,
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|
unternehmensspezifische Vorgaben zur Vorbereitung der Fahrtenregistrierung sowie zur
|
|
Eingabe der weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung (Triebfahrzeugführer-Nummer und
|
|
Zug-Nummer),
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unternehmensspezifische Vorgaben zur Vorbereitung der PZB-Fahrzeugeinrichtung bei
|
|
Einsatz eines nicht für den Betrieb unter LZB-Führung ausgebildeten Triebfahrzeugführers
|
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auf einem Fahrzeug mit PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung,
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bauform- bzw. fahrzeugspezifische Vorgaben zum Umgang mit technischen
|
|
Unregelmäßigkeiten oder Störungen in den folgenden Situationen:
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|
Dauerbeeinflussung,
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|
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung nicht erfolgreich,
|
|
Dateneingabe-Schnittstelle[n] für die weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung
|
|
gestört,
|
|
Fehlfunktion der Fahrtenregistrierung,
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|
unternehmensspezifische Vorgaben bei Einsatz eines nicht für ETCS ausgebildeten
|
|
Triebfahrzeugführers auf einem Fahrzeug, dessen PZB-Fahrzeugeinrichtung über ein
|
|
Spezifisches Transmissions-Modul (STM) in die ETCS-Fahrzeugeinrichtung eingebunden
|
|
ist und im ETCS-Level NTC PZB/LZB betrieben wird.
|
|
Darüber hinaus enthält die Richtlinie 483.0100 die Zusätze 483.0100Z10, 483.0100Z11,
|
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483.0100Z12, 483.0100Z13 und 483.0100Z14. Diese Zusätze enthalten unverbindliche
|
|
Umsetzungsbeispiele für bauform- und ausführungsvariantenspezifische
|
|
Unternehmensvorgaben nach Maßgabe der Ausführungsbestimmungen der Richtlinie
|
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483.0100.
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Seite 3 von 3
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In den Zusätzen 483.0100Z10, 483.0100Z11, 483.0100Z12, 483.0100Z13 und 483.0100Z14
|
|
werden nur Sachverhalte behandelt, welche auch in den entfallenden bauformspezifischen
|
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Richtlinien 483.0111, 483.0112, 483.0113 und 483.0114 enthalten waren. Daher decken die
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|
Umsetzungsbeispiele nicht alle Ausführungsbestimmungen der Richtlinie 483.0100 ab, sondern
|
|
nur eine Auswahl davon.
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Anlass für die Neuausgabe der Richtlinie 483.0100 ist zum einen, dass die Richtlinie 483.0101
|
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und die zum 14.12.2025 außer Kraft tretenden PZB-Bedienrichtlinien 483.0111, 483.0112,
|
|
483.0113 und 483.0114 nicht der EU-rechtlich vorgegebenen Verantwortungsteilung zwischen
|
|
Eisenbahninfrastrukturunternehmen und Eisenbahnverkehrsunternehmen entsprachen. Zum
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|
anderen existiert eine enorme Vielfalt an Fahrzeugtypen und -varianten mit jeweils
|
|
unterschiedlichen Bauformen und Ausführungsvarianten von PZB-Fahrzeugeinrichtungen, über
|
|
welche die DB InfraGO AG nicht hinreichend informiert wird. Aus diesen Gründen ist die DB
|
|
InfraGO AG nicht mehr in der Lage, weiterhin bauformspezifische PZB-Bedienrichtlinien
|
|
herauszugeben und deren Plausibilität und Aktualität zu gewährleisten.
|
|
Zur weitergehenden Information können die nachfolgend aufgelisteten Begleitdokumente über
|
|
die E-Mail-Adresse ZZS-Systembetreuung@deutschebahn.com angefragt und bezogen
|
|
werden:
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|
Zusammenstellung miteinander zusammenhängender Regelungen in Richtlinien 483.0101
|
|
bzw. Richtlinie 483.0102 und Richtlinie 483.0100
|
|
Überträge entfallende Richtlinie 483.0111 in die Zusätze 483.0100Z10 und 483.0100Z11
|
|
Überträge entfallende Richtlinie in den Zusatz 483.0100Z12
|
|
Überträge entfallende Richtlinie in den Zusatz 483.0100Z13
|
|
Überträge entfallende Richtlinie in den Zusatz 483.0100Z14
|
|
Mit freundlichen Grüßen
|
|
DB InfraGO AG
|
|
i. V. i. A.
|
|
Dr. Clemens Fuhrmann Steffen Schöneich
|
|
Digital
|
|
unterschrieben von
|
|
Steffen Schöneich
|
|
Datum: 2024.12.02
|
|
14:38:21 +01'00'
|
|
Clemens
|
|
Fuhrmann
|
|
Digital unterschrieben
|
|
von Clemens Fuhrmann
|
|
Datum: 2024.12.03
|
|
05:30:41 +01'00'
|
|
|
|
Richtlinie
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 1
|
|
|
|
Fachautor: I.IAI 45 | Steffen Schöneich | steffen.schoeneich@deutschebahn.com Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Inhaltsverzeichnis
|
|
1 Geltungsbereich und Zweck der Richtlinie .......................... 2
|
|
2 Allgemeine Begriffsbestimmungen ..................................... 3
|
|
3 Regelungsprinzipien ........................................................... 4
|
|
4 Ausführungsbestimmungen zur Ergänzung des
|
|
Abschnitts 5 der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 ............................................................................. 6
|
|
5 Ausführungsbestimmungen zur Ergänzung des
|
|
Abschnitts 12 der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 ...... 10
|
|
6 Ausführungsbestimmungen zur Ergänzung des
|
|
Abschnitts 14 der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 ...... 43
|
|
7 Ausführungsbestimmungen zur Ergänzung des
|
|
Abschnitts 15 der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 ...... 44
|
|
8 Ausführungsbestimmungen zur Ergänzung der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 hinsichtlich ETCS ...... 52
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 2
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
1 Geltungsbereich und Zweck der Richtlinie
|
|
(1) Diese Richtlinie gilt für Eisenbahnverkehrsunternehmen,
|
|
die Fahrzeuge signalgeführt und unter Überwachung der
|
|
Punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB) verkehren lassen.
|
|
(2) Diese Richtlinie regelt,
|
|
- welche Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigener
|
|
Verantwortung ergänzen müssen oder dürfen,
|
|
- welche Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigener
|
|
Verantwortung ersetzen dürfen,
|
|
- welche über die Vorgaben der Richtlinie 483.0101
|
|
bzw. 483.0102 hinausgehenden Sachverhalte
|
|
Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigener
|
|
Verantwortung regeln müssen und
|
|
- welche Randbedingungen Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen bei der Ausgestaltung der
|
|
diesbezüglichen unternehmensspezifischen
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 in eigener Verantwortung einhalten müssen.
|
|
(3) Diese Richtlinie betrachtet alle Sachverhalte, welche in der
|
|
Richtlinie 483.0101 sowie den entfallenen bauform-
|
|
spezifischen Richtlinien 483.0111, 483.0112, 483.0113 und
|
|
483.0114 geregelt waren und durch Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen in eigener Verantwortung zu regeln sind. Ziel
|
|
der in dieser Richtlinie enthaltenen Vorgaben ist es, das
|
|
Entstehen von Regelungslücken infolge der Übertragung
|
|
der Regelungsverantwortung von der DB InfraGO AG als
|
|
Eisenbahninfrastrukturunternehmen zu den
|
|
Eisenbahnverkehrsunternehmen zu verhindern.
|
|
(4) Zielgruppe der Richtlinie sind Mitarbeiter von
|
|
Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Planungs-, Leitungs-
|
|
und Überwachungsaufgaben.
|
|
(5) Die in voller Breite einer Seite gedruckten Vorgaben dieser
|
|
Richtlinie gelten sowohl in Bezug auf die
|
|
Richtlinie 483.0101 als auch auf die Richtlinie 483.0102.
|
|
Die auf der linken Hälfte
|
|
einer Seite gedruckten
|
|
Vorgaben dieser Richtlinie
|
|
gelten nur in Bezug auf die
|
|
Richtlinie 483.0101.
|
|
Die auf der rechten Hälfte
|
|
einer Seite gedruckten
|
|
Vorgaben dieser Richtlinie
|
|
gelten nur in Bezug auf
|
|
Richtlinie 483.0102.
|
|
Geltungsbereich
|
|
Regelungs-
|
|
gegenstand
|
|
Ziel
|
|
Zielgruppe
|
|
Geltungs-
|
|
bereiche
|
|
Richtlinien
|
|
483.0101 und
|
|
483.0102
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 3
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
2 Allgemeine Begriffsbestimmungen
|
|
(1) Eine Vorgabe dieser Richtlinie zu vom
|
|
Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigener Verantwortung
|
|
auszugestaltenden unternehmensspezifischen Vorgaben,
|
|
welche
|
|
- eine bestimmte Vorgabe der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 ergänzen bzw. ersetzen oder
|
|
- einen über die Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 hinausgehenden Sachverhalt regeln,
|
|
wird in dieser Richtlinie als „Ausführungsbestimmung“
|
|
bezeichnet.
|
|
(2) Eine vom Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigener
|
|
Verantwortung auszugestaltende unternehmens-
|
|
spezifische Vorgabe, die
|
|
- eine bestimmte Vorgabe der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 ergänzt bzw. ersetzt oder
|
|
- einen über die Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 hinausgehenden Sachverhalt regelt,
|
|
wird in dieser Richtlinie als „Unternehmensvorgabe“
|
|
bezeichnet.
|
|
(3) Der Begriff Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB)
|
|
bezeichnet das System zur Geschwindigkeitsüberwachung
|
|
von Zugfahrten vor Gefahrenpunkten mit Hilfe von an
|
|
definierten Stellen der Strecke induktiv koppelnden Gleis-
|
|
und Fahrzeugmagneten der Dreifrequenzbauart (500 Hz,
|
|
1000 Hz und 2000 Hz). Die PZB umfasst sowohl
|
|
infrastruktur- als auch fahrzeugseitige Einrichtungen, die
|
|
über die Gleis- und Fahrzeugmagneten zusammenwirken
|
|
(PZB-Luftschnittstelle).
|
|
(4) Als PZB-Fahrzeugeinrichtung gilt eine PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung mit oder ohne LZB, die ggf. über ein
|
|
Spezifisches Transmissions-Modul (STM) in die ETCS-
|
|
Fahrzeugeinrichtung eingebunden ist.
|
|
(5) In dieser Richtlinie wird im Zusammenhang mit Meldungen
|
|
von Störungen an der PZB-Fahrzeugeinrichtung der Begriff
|
|
„betriebsleitende Stelle“ verwendet. Er bezeichnet je nach
|
|
Situation eine der Stellen des Eisenbahninfrastruktur-
|
|
unternehmens, welche den Betrieb im zugeordneten
|
|
Streckennetz koordinieren, disponieren und steuern. Die
|
|
konkret zu verständigende Stelle ist in den betrieblichen
|
|
Regelwerken (Richtlinienfamilie 408 u. a.) festgelegt.
|
|
Ausführungs-
|
|
bestimmung
|
|
Unternehmens-
|
|
vorgabe
|
|
PZB
|
|
PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung
|
|
Betriebsleitende
|
|
Stelle
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 4
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(6) In dieser Richtlinie wird im Zusammenhang mit Meldungen
|
|
von technischen Unregelmäßigkeiten und Störungen an der
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung der Begriff „auftraggebende
|
|
Stelle“ verwendet. Die auftraggebende Stelle ist diejenige
|
|
Stelle des Eisenbahnverkehrsunternehmens, welche dem
|
|
Triebfahrzeugführer fachliche Anweisungen und Aufträge
|
|
erteilt.
|
|
3 Regelungsprinzipien
|
|
(1) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf mit seinen
|
|
Unternehmensvorgaben nur nach Maßgabe der
|
|
Ausführungsbestimmungen dieser Richtlinie von den
|
|
Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102
|
|
abweichen.
|
|
Abweichungen von denjenigen Vorgaben der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102, zu denen diese
|
|
Richtlinie keine Ausführungsbestimmungen enthält, sind
|
|
unzulässig.
|
|
(2) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf Unternehmens-
|
|
vorgaben zu weiteren die PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
betreffenden und weder in dieser Richtlinie noch der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 behandelten
|
|
Sachverhalten in eigener Verantwortung machen, sofern
|
|
diese weitergehenden Unternehmensvorgaben weder den
|
|
Ausführungsbestimmungen dieser Richtlinie noch den
|
|
Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102
|
|
widersprechen.
|
|
(3) Die Zusammenstellung der Ausführungsbestimmungen in
|
|
den Abschnitten 4 bis 8 folgt der Gliederungsstruktur der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102.
|
|
(4) Sofern sich eine Ausführungsbestimmung in den
|
|
Abschnitten 4 bis 8 auf bestimmte Absätze der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 bezieht, sind die
|
|
betreffenden Absätze der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 jeweils im Randvermerk unter Nennung von
|
|
Abschnitts- und Absatznummer sowie Richtlinie
|
|
angegeben.
|
|
Andernfalls ist im Randvermerk nur der Bezug zum
|
|
betreffenden Abschnitt der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 unter Nennung von Abschnittsnummer und
|
|
Richtlinie angegeben.
|
|
(5) Welche Verbindlichkeit eine Ausführungsbestimmung in
|
|
den Abschnitten 4 bis 8 für das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen hat, ist jeweils im Randvermerk angegeben.
|
|
Auftraggebende
|
|
Stelle
|
|
Zulässige
|
|
Abweichungen
|
|
von Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102
|
|
Weitergehende
|
|
Unternehmens-
|
|
vorgaben
|
|
Ordnungs-
|
|
prinzip
|
|
Bezüge
|
|
Verbindlichkeit
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 5
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
In Tabelle 1 sind die hierfür verwendeten Kennzeichnungen
|
|
und ihre Bedeutungen aufgeführt.
|
|
Kennzeichnung Bedeutung
|
|
PFLICHT
|
|
Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen muss die
|
|
Ausführungsbestimmung generell
|
|
umsetzen.
|
|
BEDINGTE PFLICHT
|
|
Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen muss die
|
|
Ausführungsbestimmung nur in
|
|
bestimmten Fällen umsetzen bzw.
|
|
beachten.
|
|
BEI BEDARF
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen muss die
|
|
Ausführungsbestimmung nur dann
|
|
umsetzen, wenn es Bedarf an
|
|
ergänzenden oder zusätzlichen
|
|
Unternehmensvorgaben zum
|
|
beschriebenen Sachverhalt hat.
|
|
Tabelle 1: Kennzeichnungen für die Verbindlichkeit von
|
|
Ausführungsbestimmungen
|
|
(6) Eine Unternehmensvorgabe soll sich grundsätzlich
|
|
- primär an Triebfahrzeugführer, die im Auftrag des
|
|
Eisenbahnverkehrsunternehmens tätig sind, und
|
|
- sekundär an
|
|
- Lehrkräfte für Triebfahrzeugführer, die im
|
|
Auftrag des Eisenbahnverkehrsunternehmens
|
|
tätig sind, sowie
|
|
- Mitarbeiter des Eisenbahnverkehrsunter-
|
|
nehmens mit Planungs-, Leitungs- und
|
|
Überwachungsaufgaben
|
|
richten.
|
|
(7) Eine Unternehmensvorgabe, die gemäß den
|
|
Ausführungsbestimmungen dieser Richtlinie einen
|
|
bestimmten Abschnitt der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 ergänzt oder einen bestimmten Absatz der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 ergänzt bzw. ersetzt,
|
|
muss den ergänzten Abschnitt oder den ergänzten bzw.
|
|
ersetzten Absatz der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102
|
|
unter Angabe von Abschnitts- und ggf. Absatznummer
|
|
sowie Richtlinie nennen.
|
|
Zielgruppe
|
|
Zitierpflicht bei
|
|
ergänzenden
|
|
Unternehmens-
|
|
vorgaben
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 6
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Diese Zitierpflicht besteht nicht, wenn das
|
|
Eisenbahnverkehrsunternehmen die Vorgaben der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 sowie die
|
|
Unternehmensvorgaben nach Maßgabe dieser Richtlinie in
|
|
einem "Regelbuch für Triebfahrzeugführer" mit
|
|
eigenständiger Gliederungsstruktur gemäß der TSI OPE
|
|
zusammenführt. In diesem Fall dürfen die
|
|
Unternehmensvorgaben, die gemäß den
|
|
Ausführungsbestimmungen dieser Richtlinie bestimmte
|
|
Abschnitte der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 ergänzen
|
|
oder bestimmte Absätze der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 ergänzen bzw. ersetzen, ohne Nennung dieser
|
|
Abschnitte bzw. Absätze an die zur Gliederungsstruktur des
|
|
Regelbuchs passende Stelle gesetzt werden.
|
|
(8) Bei einer Unternehmensvorgabe, die einen über die
|
|
Vorgaben der Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102
|
|
hinausgehenden Sachverhalt regelt und daher keinen
|
|
Bezug zu einem bestimmten Absatz der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102 aufweist, besteht keine
|
|
Zitierpflicht.
|
|
4 Ausführungsbestimmungen zur
|
|
Ergänzung des Abschnitts 5 der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102
|
|
(1) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf das funktionale
|
|
Aufbauschema einer PZB-Fahrzeugeinrichtung mit
|
|
Unternehmensvorgaben ergänzen, welche bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische
|
|
Schaubilder enthalten.
|
|
Wenn das Eisenbahnverkehrsunternehmen Unter-
|
|
nehmensvorgaben mit bauform-, ausführungsvarianten-
|
|
oder fahrzeugspezifischen Schaubildern macht, ist die
|
|
Umsetzung der Ausführungsbestimmung in Absatz (3)
|
|
Pflicht.
|
|
(2) Die Ausführungsbestimmung
|
|
in Absatz (1) gilt nicht in
|
|
Bezug auf Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M.
|
|
Hinweis: Für Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M existiert
|
|
bereits eine bauform-
|
|
spezifische und von Ab-
|
|
schnitt 5 Absatz (1) der
|
|
Richtlinie 483.0101 ab-
|
|
|
|
Keine
|
|
Zitierpflicht bei
|
|
zusätzlichen
|
|
Unternehmens-
|
|
vorgaben
|
|
Abschnitt 5
|
|
Absatz (1) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
Abschnitt 2
|
|
Absatz (1) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 7
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
weichende Vorgabe in
|
|
Abschnitt 2 Absatz (1) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02.
|
|
(3) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf die allgemeinen
|
|
Beschreibungen der Bestandteile einer PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung in Abschnitt 5 Absätze (2) bis (6), (8) und (10)
|
|
bis (13)
|
|
der Richtlinie 483.0101 der Richtlinie 483.0102
|
|
jeweils mit Unternehmensvorgaben ergänzen, welche
|
|
bauform-, ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische
|
|
Beschreibungen, Bezeichnungen oder Schaubilder
|
|
enthalten.
|
|
(4) In Bezug auf Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M gilt
|
|
abweichend von der Aus-
|
|
führungsbestimmung in Ab-
|
|
satz (3):
|
|
Ein Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen, das Fahr-
|
|
zeuge mit PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung der Bauform
|
|
I60M betreibt, darf die
|
|
bauformspezifischen Be-
|
|
schreibungen der Bestand-
|
|
teile einer PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung der Bauform
|
|
I60M in Abschnitt 2
|
|
Absätze (2) bis (10) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02 in
|
|
Verbindung mit den
|
|
allgemeinen
|
|
Beschreibungen der
|
|
Bestandteile einer PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung in
|
|
Abschnitt 5 Absätze (6), (11)
|
|
und (13) der
|
|
Richtlinie 483.0101 jeweils
|
|
mit Unternehmensvorgaben
|
|
ergänzen, welche bauform-
|
|
oder fahrzeugspezifische
|
|
Beschreibungen, Bezeich-
|
|
nungen oder Schaubilder
|
|
enthalten.
|
|
|
|
Abschnitt 5
|
|
Absätze (2) bis
|
|
(6), (8) und (10)
|
|
bis (13) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
Abschnitt 2
|
|
Absätze (2) bis
|
|
(10) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 8
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(5) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf die
|
|
allgemeingültigen Beschreibungen der Führerrauman-
|
|
zeigen und akustischen Meldungen einer PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
sowie die
|
|
Anhänge 483.0101A02 und
|
|
483.0101A03
|
|
sowie
|
|
Anhang 483.0102A02
|
|
mit Unternehmensvorgaben ergänzen, welche bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische
|
|
Anzeigebilder enthalten.
|
|
(6) Die Ausführungsbestimmung
|
|
in Absatz (5) gilt nicht in
|
|
Bezug auf Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M.
|
|
Hinweis: Für Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M existiert
|
|
bereits eine bauform-
|
|
spezifische und von
|
|
Abschnitt 5 Absatz (5) der
|
|
Richtlinie 483.0101
|
|
abweichende Vorgabe in
|
|
Abschnitt 2 Absatz (5) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02.
|
|
|
|
(7) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss die allgemeine
|
|
Beschreibung der Dateneingabe-Schnittstelle mit
|
|
Unternehmensvorgaben ergänzen. Diese Unternehmens-
|
|
vorgaben müssen bauform-, ausführungsvarianten- oder
|
|
fahrzeugspezifisch beschreiben,
|
|
welche Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle[n] für die
|
|
Zugdaten und welche für
|
|
die weiteren Daten für die
|
|
Fahrtenregistrierung
|
|
(Triebfahrzeugführer-
|
|
Nummer und Zug-Nummer)
|
|
|
|
es gibt, wo diese sich
|
|
befinden und wie diese
|
|
aufgebaut sind.
|
|
|
|
Davon abweichend müssen
|
|
Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen, die
|
|
Fahrzeuge betreiben, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
welche Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle[n] für die
|
|
weiteren Daten für die
|
|
Fahrtenregistrierung
|
|
(Triebfahrzeugführer-
|
|
Nummer und Zug-
|
|
Nummer) es gibt, wo diese
|
|
sich befinden und wie
|
|
diese aufgebaut sind.
|
|
Abschnitt 5
|
|
Absatz (5) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
Abschnitt 2
|
|
Absatz (5) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
Abschnitt 5
|
|
Absatz (7) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 9
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Fahrzeugeinrichtung als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen ausgeführt
|
|
ist, in Bezug auf diese
|
|
Fahrzeuge die folgende
|
|
Ausführungsbestimmung
|
|
beachten:
|
|
Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen muss die
|
|
allgemeine Beschreibung
|
|
der Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle mit
|
|
Unternehmensvorgaben
|
|
ergänzen, welche darauf
|
|
hinweisen, dass es bei
|
|
Fahrzeugen, bei denen die
|
|
Fahrtenregistrierung der
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
als Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen ausgeführt
|
|
ist, keine Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle für die
|
|
weiteren Daten für die
|
|
Fahrtenregistrierung
|
|
(Triebfahrzeugführer-
|
|
Nummer und Zug-Nummer)
|
|
gibt.
|
|
(8) Die Ausführungsbe-
|
|
stimmung in Absatz (7) gilt
|
|
nicht in Bezug auf Fahrzeuge
|
|
mit PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M.
|
|
Hinweis: Für Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M existiert
|
|
bereits eine bauform-
|
|
spezifische und von
|
|
Abschnitt 5 Absatz (7) der
|
|
Richtlinie 483.0101
|
|
abweichende Vorgabe in
|
|
Abschnitt 2 Absatz (6) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02.
|
|
|
|
Abschnitt 2
|
|
Absatz (6) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 10
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(9) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss die allgemeine
|
|
Beschreibung der Fahrtenregistrierung mit Unternehmens-
|
|
vorgaben ergänzen. Diese Unternehmensvorgaben
|
|
müssen bauform-, ausführungsvarianten- oder fahrzeug-
|
|
spezifisch beschreiben, wie die Fahrtenregistrierung
|
|
gerätetechnisch ausgeführt und aufgebaut ist.
|
|
(10) Die Ausführungsbestimmung
|
|
in Absatz (9) gilt nicht in
|
|
Bezug auf Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M.
|
|
Hinweis: Für Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M existiert
|
|
bereits eine bauform-
|
|
spezifische und von
|
|
Abschnitt 5 Absatz (9) der
|
|
Richtlinie 483.0101
|
|
abweichende Vorgabe in
|
|
Abschnitt 2 Absatz (8) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02.
|
|
|
|
5 Ausführungsbestimmungen zur
|
|
Ergänzung des Abschnitts 12 der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102
|
|
(1) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss die Vorgabe
|
|
zur regelmäßigen Durchführung des Prüflaufs zur
|
|
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung mit
|
|
Unternehmensvorgaben ergänzen, welche folgende
|
|
Gesichtspunkte regeln:
|
|
1. Häufigkeit und Zeitpunkt
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss zum
|
|
einen festlegen, wie oft ein Prüflauf zur
|
|
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
durchzuführen ist und wer dies tun muss bzw. darf.
|
|
Hierbei sind die Vorgaben des Herstellers der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung sowie ggf. durch die PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung technisch überwachte
|
|
Prüfintervalle zu beachten.
|
|
Hinweise:
|
|
Einige Bauformen der PZB-Fahrzeugeinrichtung,
|
|
darunter alle Bauformen von PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtungen, erzeugen eine
|
|
Abschnitt 5
|
|
Absatz (9) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
Abschnitt 2
|
|
Absatz (8) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (2) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 11
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Störungsmeldung, wenn die letzte Funktionsprüfung
|
|
länger als 24 h zurückliegt.
|
|
Unabhängig vom Prüflauf zur Funktionsprüfung der
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung darf das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen einen ständig wirksamen
|
|
Prüfmagneten in einem Ausfahrgleis einer Fahrzeug-
|
|
Einsatzstelle bei Bedarf dazu nutzen, speziell die
|
|
Funktion der 2000-Hz-Beeinflussung zu testen. Für die
|
|
ordnungsgemäße Durchführung des Prüflaufs zur
|
|
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung wird
|
|
ein solcher Prüfmagnet jedoch weder benötigt noch
|
|
lässt sich der Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung durch einen Funktionstest der
|
|
2000-Hz-Beeinflussung ersetzen.
|
|
Davon abweichend
|
|
müssen Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen,
|
|
die Fahrzeuge mit PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M betreiben,
|
|
in Bezug auf diese
|
|
Fahrzeuge festlegen,
|
|
dass bei einer PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M
|
|
mindestens einmal
|
|
täglich eine Funktions-
|
|
prüfung durchzuführen
|
|
ist und wer dies tun muss
|
|
bzw. darf.
|
|
|
|
Zum anderen muss das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen festlegen, zu welchem Zeitpunkt
|
|
innerhalb des festgelegten Prüfintervalls der
|
|
regelmäßige Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
bzw. die Funktions-
|
|
prüfung bei einer PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M
|
|
|
|
durchzuführen ist. Hierfür sind die betrieblichen
|
|
Abläufe des Eisenbahnverkehrsunternehmens
|
|
maßgebend.
|
|
2. Voraussetzungen für die Durchführung
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss vorgeben,
|
|
dass mindestens die folgenden Bedingungen
|
|
herzustellen sind, bevor der Prüflauf zur
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 12
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
gestartet
|
|
bzw. die Funktions-
|
|
prüfung bei einer PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M begonnen
|
|
|
|
wird:
|
|
- Fahrzeug steht still
|
|
- PZB-Fahrzeugeinrichtung eingeschaltet
|
|
- PZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv geschaltet
|
|
- Fahrzeug steht nicht in einem Bereich, in dem
|
|
sich größere Metallmassen unter dem aktiv
|
|
geschalteten Fahrzeugmagneten befinden
|
|
können (wie z. B. auf einer Schiebebühne,
|
|
Drehscheibe oder Brücke)
|
|
- PZB nicht mit PZB-Störschalter abgeschaltet
|
|
- manuelle Bremsüberbrückung unwirksam
|
|
- Bremssystem des Fahrzeugs funktionsbereit
|
|
und Bremseingriff nicht wirksam
|
|
- Hauptluftleitungs-Druck beträgt ca. 5 bar
|
|
3. Beschreibung des Ablaufs eines Prüflaufs zur
|
|
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss zum
|
|
Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung Folgendes beschreiben:
|
|
- mit welchen Bedienhandlungen sich der Prüflauf
|
|
starten,
|
|
- wie der Prüflauf abläuft und welche
|
|
Führerraumanzeigen und akustischen
|
|
Meldungen die PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
währenddessen ausgibt und
|
|
- ggf. mit welchen Bedienhandlungen der Prüflauf
|
|
unterstützt werden muss bzw. ggf. welche
|
|
Bedienhandlungen währenddessen zu
|
|
unterlassen sind.
|
|
Davon abweichend
|
|
müssen Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen,
|
|
die Fahrzeuge mit PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M betreiben,
|
|
in Bezug auf diese
|
|
Fahrzeuge vorgeben,
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 13
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
dass die Funktions-
|
|
prüfung wie folgt
|
|
durchzuführen ist:
|
|
a) Herbeiführen einer
|
|
2000-Hz-
|
|
Beeinflussung
|
|
Hinweis: Sofern
|
|
vorhanden, kann
|
|
hierfür einer der
|
|
ständig wirksamen
|
|
Prüfmagneten in den
|
|
Ausfahrgleisen einer
|
|
Fahrzeug-Einsatz-
|
|
stelle genutzt
|
|
werden.
|
|
b) Es ist nach der
|
|
2000-Hz-Beeinflus-
|
|
sung zu überprüfen,
|
|
ob
|
|
- ein Dauerton der
|
|
Hupe ertönt,
|
|
- eine PZB-Zwangs-
|
|
bremsung ein-
|
|
geleitet wird und
|
|
- der blaue Leucht-
|
|
melder „45“
|
|
erlischt.
|
|
c) Im Stillstand des
|
|
Fahrzeugs die
|
|
Freitaste betätigen,
|
|
bis der Dauerton der
|
|
Hupe verstummt und
|
|
warten, bis der
|
|
Hauptluftleitungs-
|
|
Druck wieder 5 bar
|
|
beträgt.
|
|
d) Prüfen, dass nach
|
|
Ende der Funktions-
|
|
prüfung der blaue
|
|
Leuchtmelder „45“
|
|
wieder dauerhaft
|
|
leuchtet.
|
|
4. Ergebniskontrolle
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss vorgeben,
|
|
dass die Führerraumanzeigen und akustischen
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 14
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Meldungen der PZB-Fahrzeugeinrichtung sowie das
|
|
Manometer der Hauptluftleitung während des
|
|
Prüflaufs zur Funktionsprüfung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung zu kontrollieren sind.
|
|
Nur wenn nach Beendigung des Prüflaufs zur
|
|
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
festgestellt werden kann, dass
|
|
- die PZB-Fahrzeugeinrichtung während des
|
|
Prüflaufs alle zu erwartenden Führerraum-
|
|
anzeigen und akustischen Meldungen
|
|
ausgegeben hat und
|
|
- die PZB-Fahrzeugeinrichtung nach Beendigung
|
|
des Prüflaufs wieder in denselben Über-
|
|
wachungszustand wie vor Beginn des Prüflaufs
|
|
gewechselt ist,
|
|
darf das Ergebnis der Funktionsprüfung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung als bestanden festgestellt
|
|
werden. Andernfalls liegt eine technische
|
|
Unregelmäßigkeit bzw. Störung vor.
|
|
Davon abweichend
|
|
müssen Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen,
|
|
die Fahrzeuge mit PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M betreiben,
|
|
in Bezug auf diese
|
|
Fahrzeuge Folgendes
|
|
vorgeben:
|
|
Wenn am Ende der
|
|
Funktionsprüfung der
|
|
Hauptluftleitungs-Druck
|
|
wieder 5 bar beträgt und
|
|
der blaue Leucht-
|
|
melder „45“ dauerhaft
|
|
leuchtet, gilt die
|
|
Funktionsprüfung als
|
|
bestanden.
|
|
Andernfalls liegt eine
|
|
technische Unregel-
|
|
mäßigkeit bzw. Störung
|
|
vor.
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 15
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(2) Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen muss die
|
|
Vorgabe zur Eingabe der
|
|
gültigen Zugdaten bei
|
|
Aufforderung durch die PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung mit
|
|
Unternehmensvorgaben
|
|
ergänzen, welche folgende
|
|
Gesichtspunkte regeln:
|
|
1. Beschreibung der
|
|
erforderlichen
|
|
Bedienabfolge zur
|
|
Zugdateneingabe an
|
|
der Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle
|
|
2. Beschreibung der
|
|
Anzeigen an der
|
|
Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle während
|
|
der Zugdateneingabe
|
|
Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen darf die
|
|
diesbezüglichen
|
|
Unternehmensvorgaben in
|
|
die Unternehmensvorgaben
|
|
zur Umsetzung der
|
|
Ausführungsbestimmungen
|
|
in den Absätzen (4) und (7)
|
|
integrieren bzw. mit diesen
|
|
zusammenfassen.
|
|
|
|
(3) Für führende Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
ohne LZB darf das
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen mit Unter-
|
|
nehmensvorgaben erlauben
|
|
oder vorschreiben, dass der
|
|
Triebfahrzeugführer bei
|
|
kurzen Aufenthalts- bzw.
|
|
Wendezeiten zunächst auf
|
|
die Eingabe der gültigen
|
|
Zugdaten gemäß
|
|
Abschnitt 12 Absatz (9) der
|
|
Richtlinie 483.0101
|
|
verzichtet und die Zugfahrten
|
|
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (9) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
PFLICHT
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (10) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 16
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
mit PZB-Ersatzdaten
|
|
beginnt.
|
|
Mit den diesbezüglichen
|
|
Unternehmensvorgaben
|
|
muss weiterhin die
|
|
Einhaltung der folgenden
|
|
Vorgaben sichergestellt
|
|
werden:
|
|
1. Die auf Grundlage der
|
|
PZB-Ersatzdaten von
|
|
der PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung eingestellte
|
|
PZB-Zugart muss den
|
|
gültigen Zugdaten
|
|
entsprechen.
|
|
2. Der Triebfahrzeug-
|
|
führer muss die
|
|
Eingabe der gültigen
|
|
Zugdaten beim
|
|
nächsten Halt des
|
|
Zuges mit dafür
|
|
ausreichender
|
|
Aufenthaltszeit
|
|
nachholen.
|
|
(4) Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen muss die
|
|
Vorgabe zur Kontrolle der
|
|
von der PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
gespeicherten Zugdaten
|
|
sowie zur Korrektur von den
|
|
gültigen Zugdaten
|
|
abweichender Einstellwerte
|
|
mit Unternehmensvorgaben
|
|
ergänzen, welche folgende
|
|
Gesichtspunkte regeln:
|
|
1. Beschreibung der
|
|
erforderlichen
|
|
Bedienabfolge zur
|
|
Zugdatenkontrolle und
|
|
-korrektur an der
|
|
Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle
|
|
2. Beschreibung der
|
|
Anzeigen an der
|
|
Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle während
|
|
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (11) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 17
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
der Zu gdatenkontrolle
|
|
sowie während der
|
|
-korrektur.
|
|
Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen darf die
|
|
diesbezüglichen
|
|
Unternehmensvorgaben in
|
|
die Unternehmensvorgaben
|
|
zur Umsetzung der
|
|
Ausführungsbestimmungen
|
|
in den Absätzen (2) und (7)
|
|
integrieren bzw. mit diesen
|
|
zusammenfassen.
|
|
(5) Die Ausführungs-
|
|
bestimmungen in den
|
|
Absätzen (2) bis (4) gelten
|
|
nicht in Bezug auf eine im
|
|
Betriebsprogramm
|
|
PZB 90 AVG betriebene
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
eines zweisystemfähigen
|
|
Leichten Nahverkehrstrieb-
|
|
wagens (LNT).
|
|
Hinweis: Gemäß Abschnitt 4
|
|
Absatz (5) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z01
|
|
gelten Abschnitt 12
|
|
Absätze (9) bis (11) der
|
|
Richtlinie 483.0101 generell
|
|
nicht für eine im
|
|
Betriebsprogramm
|
|
PZB 90 AVG betriebene
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
eines zweisystemfähigen
|
|
LNT.
|
|
|
|
(6) Für Fahrzeuge mit PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung ohne
|
|
LZB darf das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen Unter-
|
|
nehmensvorgaben mit fahr-
|
|
zeugspezifischen PZB-Ein-
|
|
stelltabellen als Ersatz für die
|
|
ansonsten zutreffende
|
|
allgemeine PZB-Einstell-
|
|
tabelle nach
|
|
Anhang 483.0101A04
|
|
machen.
|
|
|
|
Abschnitt 4
|
|
Absatz (5) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z01 -
|
|
PFLICHT
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (13) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101
|
|
bzw.
|
|
Abschnitt 4
|
|
Absatz (5) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z01-
|
|
BEI BEDARF
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 18
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(7) Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen muss die
|
|
Vorgabe zur Quittierung der
|
|
eingegebenen Einstellwerte
|
|
der gültigen Zugdaten mit
|
|
Unternehmensvorgaben
|
|
ergänzen, welche folgende
|
|
Gesichtspunkte regeln:
|
|
1. Beschreibung der
|
|
erforderlichen
|
|
Bedienhandlungen zur
|
|
Quittierung der
|
|
eingegebenen Einstell-
|
|
werte der gültigen
|
|
Zugdaten an der
|
|
Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle
|
|
2. Beschreibung der
|
|
Anzeigen an der
|
|
Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle während
|
|
und nach der
|
|
Quittierung der
|
|
eingegebenen
|
|
Einstellwerte der
|
|
gültigen Zugdaten.
|
|
Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen darf die
|
|
diesbezüglichen
|
|
Unternehmensvorgaben in
|
|
die Unternehmensvorgaben
|
|
zur Umsetzung der
|
|
Ausführungsbestimmungen
|
|
in den Absätzen (2) und (4)
|
|
integrieren bzw. mit diesen
|
|
zusammenfassen.
|
|
|
|
(8) Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen darf Unter-
|
|
nehmensvorgaben zur
|
|
Beschreibung des Umgangs
|
|
der PZB-Fahrzeugein-
|
|
richtung mit unplausiblen
|
|
Einstellwerten der Zugdaten
|
|
ergänzen.
|
|
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (16) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
PFLICHT
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (18) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 19
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(9) Wenn das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
Fahrzeuge mit Bauformen
|
|
oder Ausführungsvarianten
|
|
einer PZB/LZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung einsetzt, bei
|
|
denen die technische
|
|
Möglichkeit zur Einstellung
|
|
von Ersatzzugdaten besteht,
|
|
muss das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen Unter-
|
|
nehmensvorgaben
|
|
ergänzen, welche die
|
|
Einstellung der Ersatz-
|
|
zugdaten beschreiben.
|
|
|
|
(10) Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen darf die
|
|
Vorgabe zur Eingabe
|
|
während einer Zugfahrt
|
|
geänderter gültiger Zugdaten
|
|
mit Unternehmensvorgaben
|
|
ergänzen.
|
|
Für führende Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
ohne LZB darf das
|
|
Eisenbahnverkehrsunter-
|
|
nehmen Unternehmens-
|
|
vorgaben mit den folgenden
|
|
Abweichungen machen:
|
|
a) Für den Fall, dass die
|
|
während der Zugfahrt
|
|
geänderten gültigen
|
|
Zugdaten nicht zur
|
|
Einstellung einer
|
|
anderen PZB-Zugart
|
|
(vgl.
|
|
Anhang 483.0101A04)
|
|
führen, darf eine der
|
|
beiden folgenden
|
|
Abweichungen von der
|
|
Vorgabe in Abschnitt 12
|
|
Absatz (20) der Richt-
|
|
linie 483.0101 fest-
|
|
gelegt werden:
|
|
1. Der Trieb-
|
|
fahrzeugführer
|
|
darf die ge-
|
|
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (19) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
Abschnitt 12
|
|
Absatz (20) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 20
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
änderten gültigen
|
|
Zugdaten zu
|
|
einem späteren,
|
|
vom Eisenbahn-
|
|
verkehrs-
|
|
unternehmen
|
|
festzulegenden
|
|
Zeitpunkt
|
|
eingeben.
|
|
2. Der Trieb-
|
|
fahrzeugführer
|
|
darf auf die
|
|
Eingabe der
|
|
geänderten
|
|
gültigen
|
|
Zugdaten
|
|
verzichten.
|
|
b) Zulässige Abweichung
|
|
von der Vorgabe in
|
|
Abschnitt 12 Ab-
|
|
satz (20) der Richt-
|
|
linie 483.0101 für den
|
|
Fall, dass die
|
|
geänderten Zugdaten
|
|
zur Einstellung einer
|
|
höheren PZB-Zugart
|
|
(vgl.
|
|
Anhang 483.0101A04)
|
|
führen:
|
|
Der Triebfahrzeug-
|
|
führer darf die
|
|
geänderten gültigen
|
|
Zugdaten zu einem
|
|
späteren, vom
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen fest-
|
|
zulegenden Zeitpunkt
|
|
eingeben.
|
|
Für führende Fahrzeuge mit
|
|
PZB/LZB-Fahrzeugein-
|
|
richtung darf das
|
|
Eisenbahnverkehrsunter-
|
|
nehmen Unternehmens-
|
|
vorgaben mit den folgenden
|
|
Abweichungen machen:
|
|
Für den Fall, dass die
|
|
gültigen Einstellwerte BRA,
|
|
BRH und ZL gemäß der für
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 21
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
das führende Fahrzeu g
|
|
gültigen LZB-Einstelltabelle
|
|
unverändert bleiben, dürfen
|
|
eine oder beide der
|
|
folgenden Abweichungen
|
|
von der Vorgabe in
|
|
Abschnitt 12 Absatz (20) der
|
|
Richtlinie 483.0101
|
|
festgelegt werden:
|
|
a) Wenn sich nach Beginn
|
|
der Zugfahrt die
|
|
maximal zulässige Ge-
|
|
schwindigkeit des
|
|
Zuges verringert und
|
|
diese Geschwindig-
|
|
keitsbeschränkung
|
|
mindestens bis zum
|
|
nächsten planmäßigen
|
|
Halt des Zuges gilt:
|
|
Der Triebfahr-
|
|
zeugführer darf
|
|
zunächst weiterfahren.
|
|
Der Einstellwert VMZ ist
|
|
beim nächsten Halt
|
|
dement-sprechend zu
|
|
verringern.
|
|
b) Wenn sich nach Beginn
|
|
der Zugfahrt die
|
|
maximal zulässige
|
|
Geschwindigkeit des
|
|
Zuges erhöht und diese
|
|
Geschwindigkeits-
|
|
erhöhung mindestens
|
|
bis zum nächsten
|
|
planmäßigen Halt des
|
|
Zuges gilt:
|
|
Der Triebfahrzeug-
|
|
führer darf den
|
|
erhöhten gültigen
|
|
Einstellwert VMZ zu
|
|
einem späteren, vom
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen fest-
|
|
zulegenden Zeitpunkt
|
|
eingeben.
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 22
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(11) Die Ausführungs-
|
|
bestimmungen in den
|
|
Absätzen (7) bis (10) gelten
|
|
nicht in Bezug auf eine im
|
|
Betriebsprogramm
|
|
PZB 90 AVG betriebene
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
eines zweisystemfähigen
|
|
LNT.
|
|
Hinweise:
|
|
Gemäß Abschnitt 4
|
|
Absatz (5) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z01
|
|
gelten Abschnitt 12
|
|
Absätze (14) bis (19) der
|
|
Richtlinie 483.0101 generell
|
|
nicht für eine im
|
|
Betriebsprogramm PZB 90
|
|
AVG betriebene PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung eines
|
|
zweisystemfähigen LNT.
|
|
Für eine im Betriebs-
|
|
programm PZB 90 AVG
|
|
betriebene PZB-Fahr-
|
|
zeugeinrichtung eines
|
|
zweisystemfähigen LNT gilt
|
|
anstelle von Abschnitt 12
|
|
Absatz (20) der
|
|
Richtlinie 483.0101
|
|
Abschnitt 4 Absatz (6) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z01.
|
|
|
|
(12) Die Ausführungs-
|
|
bestimmungen in den
|
|
Absätzen (2) bis (11) gelten
|
|
nicht in Bezug auf Fahrzeuge
|
|
mit PZB-Fahrzeugein-
|
|
richtung der Bauform I60M.
|
|
Hinweis: Gemäß Abschnitt 5
|
|
Absatz (5) des Zu-
|
|
satzes 483.0101Z02 gelten
|
|
Abschnitt 12 Absätze (8) bis
|
|
(21) der Richtlinie 483.0101
|
|
generell nicht für Fahrzeuge
|
|
mit PZB-Fahrzeugein-
|
|
richtung der Bauform I60M.
|
|
|
|
Abschnitt 4
|
|
Absätze (5) und
|
|
(6) des Zusatzes
|
|
483.0101Z01 -
|
|
PFLICHT
|
|
Abschnitt 5
|
|
Absatz (5) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 23
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(13) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss Abschnitt 12
|
|
der Richtlinie 483.0101 der Richtlinie 483.0102
|
|
mit Unternehmensvorgaben zur Eingabe der weiteren
|
|
Daten für die Fahrtenregistrierung (Triebfahrzeugführer-
|
|
Nummer und Zug-Nummer)
|
|
sowie zur Beschriftung des
|
|
Schreibstreifens, wenn das
|
|
Eisenbahnverkehrsunter-
|
|
nehmen Fahrzeuge
|
|
betreibt, bei denen die
|
|
Fahrtenregistrierung der
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
als Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen ausgeführt
|
|
ist,
|
|
|
|
ergänzen. Diese Unternehmensvorgaben müssen die
|
|
folgenden Gesichtspunkte regeln:
|
|
1. Grundsatz
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss festlegen,
|
|
ob der Triebfahrzeugführer die weiteren Daten für die
|
|
Fahrtenregistrierung (Triebfahrzeugführer-Nummer
|
|
und Zug-Nummer) an der Dateneingabe-Schnittstelle
|
|
grundsätzlich eingeben muss oder dies generell
|
|
unterlassen muss.
|
|
Für Fahrzeuge, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen
|
|
ausgeführt ist, gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss festlegen, ob der
|
|
Triebfahrzeugführer
|
|
- das Datum,
|
|
- sein
|
|
Identifikations-
|
|
merkmal,
|
|
- die Zug-Nummer
|
|
und
|
|
- die Fahrzeug-
|
|
Nummer
|
|
|
|
Weitere Daten
|
|
für die Fahrten-
|
|
registrierung -
|
|
Abschnitt 12 der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 24
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
auf dem Schreibstreifen
|
|
notieren oder dies
|
|
generell unterlassen
|
|
muss.
|
|
Falls das Eisenbahnverkehrsunternehmen die
|
|
Eingabe der weiteren Daten für die
|
|
Fahrtenregistrierung (Triebfahrzeugführer-Nummer
|
|
und Zug-Nummer)
|
|
bzw. die Beschriftung
|
|
des Schreibstreifens
|
|
grundsätzlich vorschreibt, sind die Nummern 2 bis 6
|
|
dieses Absatzes zu beachten.
|
|
Falls das Eisenbahnverkehrsunternehmen
|
|
vorschreibt, dass der Triebfahrzeugführer die weiteren
|
|
Daten für die Fahrtenregistrierung
|
|
(Triebfahrzeugführer-Nummer und Zug-Nummer)
|
|
bzw. die Beschriftung
|
|
des Schreibstreifens
|
|
generell unterlassen muss:
|
|
- Die Nummern 2 bis 6 dieses Absatzes gelten
|
|
nicht.
|
|
- Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss auf
|
|
andere Art sicherstellen, dass sich alle von der
|
|
Fahrtenregistrierung eines Fahrzeugs
|
|
aufgezeichneten Fahrdaten bei einer
|
|
Fahrdatenauswertung
|
|
- zum einen eindeutig denjenigen Trieb-
|
|
fahrzeugführern zuordnen lassen, welche
|
|
die auszuwertenden Zugfahrten
|
|
durchgeführt haben und
|
|
- zum anderen eindeutig denjenigen Zug-
|
|
Nummern zuordnen lassen, unter welchen
|
|
die auszuwertenden Zugfahrten
|
|
durchgeführt worden sind.
|
|
2. Dateninhalte
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss festlegen,
|
|
welche Nummer der Triebfahrzeugführer als
|
|
Einstellwert für die „Triebfahrzeugführer-Nummer“
|
|
eingeben muss.
|
|
Hinweis: Der Einstellwert der „Triebfahrzeugführer-
|
|
Nummer“ dient dazu, bei einer Fahrdatenauswertung
|
|
eindeutig diejenigen Triebfahrzeugführer ermitteln und
|
|
identifizieren zu können, welche die auszuwertenden
|
|
Zugfahrten durchgeführt haben.
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
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|
|
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Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Für Fahrzeuge, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen
|
|
ausgeführt ist, gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss festlegen, welches
|
|
Identifikationsmerkmal
|
|
der Triebfahrzeugführer
|
|
auf dem Schreibstreifen
|
|
notieren muss.
|
|
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss festlegen,
|
|
dass der Triebfahrzeugführer die Zug-Nummer als
|
|
Einstellwert für die „Zug-Nummer“ eingeben muss.
|
|
Hinweis: Der Einstellwert der „Zug-Nummer“ dient
|
|
dazu, bei einer Fahrdatenauswertung eindeutig
|
|
diejenigen Zug-Nummern ermitteln zu können, unter
|
|
welchen die auszuwertenden Zugfahrten durchgeführt
|
|
worden sind.
|
|
Für Fahrzeuge, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen
|
|
ausgeführt ist, gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss festlegen, dass der
|
|
Triebfahrzeugführer die
|
|
Zug-Nummer auf dem
|
|
Schreibstreifen notieren
|
|
muss.
|
|
|
|
3. Zeitpunkt der Eingabe
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss vorgeben,
|
|
dass der Triebfahrzeugführer im führenden Fahrzeug
|
|
den Einstellwert für die Triebfahrzeugführer-Nummer
|
|
grundsätzlich vor der ersten Zugfahrt unter
|
|
Überwachung der PZB nach Übernahme des
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
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|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Fahrzeugs an der Dateneingabe-Schnittstelle
|
|
eingeben muss.
|
|
Ist nach einem Führerraum- bzw.
|
|
Fahrtrichtungswechsel eine andere PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung zu bedienen, muss das
|
|
Eisenbahnverkehrsunternehmen zusätzlich vorgeben,
|
|
dass der Triebfahrzeugführer im führenden Fahrzeug
|
|
den Einstellwert für die Triebfahrzeugführer-Nummer
|
|
grundsätzlich vor der ersten Zugfahrt unter
|
|
Überwachung der PZB nach einem Führerraum- bzw.
|
|
Fahrtrichtungswechsel an der Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle eingeben muss.
|
|
Für Fahrzeuge, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen
|
|
ausgeführt ist, gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss vorgeben, dass
|
|
der Triebfahrzeugführer
|
|
im führenden Fahrzeug
|
|
- das Datum,
|
|
- sein
|
|
Identifikations-
|
|
merkmal und
|
|
- die Fahrzeug-
|
|
Nummer
|
|
grundsätzlich vor der
|
|
ersten Zugfahrt unter
|
|
Überwachung der PZB
|
|
nach Übernahme des
|
|
Fahrzeugs auf dem
|
|
Schreibstreifen notieren
|
|
muss.
|
|
Ist nach einem
|
|
Führerraum- bzw.
|
|
Fahrtrichtungswechsel
|
|
eine andere PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung zu
|
|
bedienen, muss das
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
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|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
unternehmen zusätzlich
|
|
vorgeben, dass der
|
|
Triebfahrzeugführer im
|
|
führenden Fahrzeug
|
|
- das Datum,
|
|
- sein
|
|
Identifikations-
|
|
merkmal und
|
|
- die Fahrzeug-
|
|
Nummer
|
|
grundsätzlich vor der
|
|
ersten Zugfahrt unter
|
|
Überwachung der PZB
|
|
nach einem
|
|
Führerraum- bzw.
|
|
Fahrtrichtungswechsel
|
|
auf dem Schreibstreifen
|
|
notieren muss.
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss vorgeben,
|
|
dass der Triebfahrzeugführer im führenden Fahrzeug
|
|
den Einstellwert für die Zug-Nummer grundsätzlich
|
|
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der
|
|
PZB nach Übernahme des Fahrzeugs und
|
|
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der
|
|
PZB nach Änderung der Zug-Nummer
|
|
an der Dateneingabe-Schnittstelle eingeben muss.
|
|
Ist nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungs-
|
|
wechsel eine andere PZB-Fahrzeugeinrichtung zu
|
|
bedienen, muss das Eisenbahnverkehrsunternehmen
|
|
zusätzlich vorgeben, dass der Triebfahrzeugführer im
|
|
führenden Fahrzeug den Einstellwert für die Zug-
|
|
Nummer grundsätzlich vor der ersten Zugfahrt unter
|
|
Überwachung der PZB nach einem Führerraum- bzw.
|
|
Fahrtrichtungswechsel an der Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle eingeben muss.
|
|
Für Fahrzeuge, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
noch als Registriergerät
|
|
mit Schreibstreifen
|
|
ausgeführt ist, gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
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|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss vorgeben, dass
|
|
der Triebfahrzeugführer
|
|
im führenden Fahrzeug
|
|
die Zug-Nummer
|
|
grundsätzlich
|
|
- vor der ersten
|
|
Zugfahrt unter
|
|
Überwachung der
|
|
PZB nach Über-
|
|
nahme des Fahr-
|
|
zeugs und
|
|
- vor der ersten
|
|
Zugfahrt unter
|
|
Überwachung der
|
|
PZB nach
|
|
Änderung der Zug-
|
|
Nummer
|
|
auf dem Schreibstreifen
|
|
notieren muss.
|
|
Ist nach einem
|
|
Führerraum- bzw.
|
|
Fahrtrichtungswechsel
|
|
eine andere PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung zu
|
|
bedienen, muss das
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen zusätzlich
|
|
vorgeben, dass der
|
|
Triebfahrzeugführer im
|
|
führenden Fahrzeug die
|
|
Zug-Nummer
|
|
grundsätzlich vor der
|
|
ersten Zugfahrt unter
|
|
Überwachung der PZB
|
|
nach einem Führerraum-
|
|
bzw. Fahrtrichtungs-
|
|
wechsel auf dem
|
|
Schreibstreifen notieren
|
|
muss.
|
|
4. Fehlende Zeit für Eingabe der weiteren Daten für die
|
|
Fahrtenregistrierung bzw. Beschriftung des
|
|
Schreibstreifens während einer Zugfahrt
|
|
Für den Fall, dass bei einem Personal-, Führerraum-
|
|
oder Fahrtrichtungswechsel während eines Haltes bei
|
|
einer Zugfahrt die Zeit vor der Weiterfahrt zur gemäß
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
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|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Nummer 3 erforderlichen Eingabe des Einstellwertes
|
|
für die Triebfahrzeugführer-Nummer nicht ausreicht,
|
|
darf das Eisenbahnverkehrsunternehmen erlauben,
|
|
dass der übernehmende Triebfahrzeugführer den
|
|
Personal-, Führerraum- oder Fahrtrichtungswechsel
|
|
zunächst nur mittels Betätigung der
|
|
Wachsamkeitstaste für etwa 4 s im Stillstand des
|
|
Zuges in der Fahrtenregistrierung kennzeichnet und
|
|
die Eingabe des Einstellwertes für die
|
|
Triebfahrzeugführer-Nummer beim nächsten Halt des
|
|
Zuges mit dafür ausreichender Aufenthaltszeit
|
|
nachholt.
|
|
Für Fahrzeuge, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen
|
|
ausgeführt ist, gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
Für den Fall, dass bei
|
|
einem Personal-,
|
|
Führerraum- oder
|
|
Fahrtrichtungswechsel
|
|
während eines Haltes
|
|
bei einer Zugfahrt die
|
|
Zeit vor der Weiterfahrt
|
|
zur gemäß Nummer 3
|
|
erforderlichen
|
|
Beschriftung des
|
|
Schreibstreifens nicht
|
|
ausreicht, darf das
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen erlauben,
|
|
dass der übernehmende
|
|
Triebfahrzeugführer den
|
|
Personal-, Führerraum-
|
|
oder Fahrt-
|
|
richtungswechsel
|
|
zunächst
|
|
- nur mittels
|
|
Eintragung eines
|
|
Hinweispfeils
|
|
entgegen der
|
|
Richtung der auf
|
|
dem Schreib-
|
|
streifen aufge-
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 30
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
zeichneten Fahr-
|
|
daten sowie
|
|
- der Betätigung der
|
|
Wachsamkeits-
|
|
taste für etwa 4 s
|
|
im Stillstand des
|
|
Zuges
|
|
in der Fahrten-
|
|
registrierung kenn-
|
|
zeichnet und die
|
|
Beschriftung des
|
|
Schreibstreifens beim
|
|
nächsten Halt des Zuges
|
|
mit dafür ausreichender
|
|
Aufenthaltszeit,
|
|
spätestens jedoch bei
|
|
Beendigung seines
|
|
Einsatzes auf dem
|
|
Fahrzeug nachholt.
|
|
Für Fahrzeuge mit PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
Für den Fall, dass bei
|
|
einem Personal-,
|
|
Führerraum- oder
|
|
Fahrtrichtungswechsel
|
|
während eines Haltes im
|
|
Rahmen einer Zugfahrt
|
|
die Zeit vor der
|
|
Weiterfahrt zur gemäß
|
|
Nummer 3
|
|
erforderlichen
|
|
Beschriftung des
|
|
Schreibstreifens nicht
|
|
ausreicht, darf das
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen erlauben,
|
|
dass der übernehmende
|
|
Triebfahrzeugführer den
|
|
Personal-, Führerraum-
|
|
oder Fahrt-
|
|
richtungswechsel
|
|
zunächst
|
|
- nur mittels
|
|
Eintragung eines
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 31
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Hinweispfeils
|
|
entgegen der
|
|
Richtung der auf
|
|
dem Schreib-
|
|
streifen aufge-
|
|
zeichneten Fahr-
|
|
daten sowie
|
|
- dem Inaktiv- und
|
|
anschließenden
|
|
Aktivschalten der
|
|
PZB-Fahrzeugein-
|
|
richtung im
|
|
Stillstand des
|
|
Zuges
|
|
in der Fahrten-
|
|
registrierung
|
|
kennzeichnet und die
|
|
Beschriftung des
|
|
Schreibstreifens beim
|
|
nächsten Halt des Zuges
|
|
mit dafür ausreichender
|
|
Aufenthaltszeit,
|
|
spätestens jedoch bei
|
|
Beendigung seines
|
|
Einsatzes auf dem
|
|
Fahrzeug nachholt.
|
|
Für den Fall, dass bei einer Änderung der Zug-
|
|
Nummer, einem Personal-, einem Führerraum- oder
|
|
einem Fahrtrichtungswechsel während eines Haltes
|
|
bei einer Zugfahrt die Zeit vor der Weiterfahrt zur
|
|
gemäß Nummer 3 erforderlichen Eingabe des
|
|
Einstellwertes für die Zug-Nummer nicht ausreicht,
|
|
darf das Eisenbahnverkehrsunternehmen erlauben,
|
|
dass der übernehmende Triebfahrzeugführer die
|
|
Eingabe zunächst unterlässt und beim nächsten Halt
|
|
des Zuges mit dafür ausreichender Aufenthaltszeit
|
|
nachholt.
|
|
Für Fahrzeuge, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen
|
|
ausgeführt ist, gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
Für den Fall, dass bei
|
|
einer Änderung der Zug-
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 32
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Nummer, einem
|
|
Personal-, einem
|
|
Führerraum- oder einem
|
|
Fahrtrichtungswechsel
|
|
während eines Haltes
|
|
bei einer Zugfahrt die
|
|
Zeit vor der Weiterfahrt
|
|
zur gemäß Nummer 3
|
|
erforderlichen
|
|
Eintragung der Zug-
|
|
Nummer nicht ausreicht,
|
|
darf das
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen erlauben,
|
|
dass der übernehmende
|
|
Triebfahrzeugführer die
|
|
Eintragung der Zug-
|
|
Nummer auf dem
|
|
Schreibstreifen zunächst
|
|
unterlässt und sie beim
|
|
nächsten Halt des Zuges
|
|
mit dafür ausreichender
|
|
Aufenthaltszeit,
|
|
spätestens jedoch bei
|
|
Beendigung seines
|
|
Einsatzes auf dem
|
|
Fahrzeug nachholt.
|
|
5. Bedienabfolge
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss die
|
|
erforderliche Bedienabfolge zur Eingabe der weiteren
|
|
Daten für die Fahrtenregistrierung (Triebfahrzeug-
|
|
führer-Nummer und Zug-Nummer) an der
|
|
Dateneingabe-Schnittstelle beschreiben.
|
|
Für Fahrzeuge, bei
|
|
denen die Fahrten-
|
|
registrierung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen
|
|
ausgeführt ist, gilt
|
|
abweichend davon:
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss beschreiben, wie
|
|
die Beschriftung des
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 33
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Schreibstreifens
|
|
aussehen muss.
|
|
6. Anzeigen
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss die
|
|
Anzeigen an der Dateneingabe-Schnittstelle während
|
|
der Eingabe der weiteren Daten für die
|
|
Fahrtenregistrierung (Triebfahrzeugführer-Nummer
|
|
und Zug-Nummer) beschreiben.
|
|
Dies gilt nicht für
|
|
Fahrzeuge, bei denen
|
|
die Fahrtenregistrierung
|
|
der PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung als Regis-
|
|
triergerät mit Schreib-
|
|
streifen ausgeführt ist.
|
|
|
|
(14) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss Abschnitt 12
|
|
der Richtlinie 483.0101 der Richtlinie 483.0102
|
|
mit Unternehmensvorgaben zur Vorbereitung der
|
|
Fahrtenregistrierung ergänzen, welche die folgenden
|
|
Gesichtspunkte regeln:
|
|
1. Grundsatz für Kontrolle des Betriebszustandes
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss
|
|
sicherstellen, dass die Fahrtenregistrierung bei
|
|
Zugfahrten unter Überwachung der PZB im
|
|
betriebsfähigen Zustand ist.
|
|
Zu diesem Zweck kann das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen vorgeben, dass der Triebfahrzeugführer
|
|
den Betriebszustand der Fahrtenregistrierung
|
|
kontrollieren muss. In diesem Fall sind die Nummern 2
|
|
bis 4 dieses Absatzes zu beachten.
|
|
Falls das Eisenbahnverkehrsunternehmen auf
|
|
Unternehmensvorgaben für Triebfahrzeugführer zur
|
|
Kontrolle des Betriebszustandes der Fahrten-
|
|
registrierung verzichtet, gelten die Nummern 2 bis 3
|
|
dieses Absatzes nicht. Es ist in diesem Fall nur
|
|
Nummer 4 zu beachten.
|
|
2. Häufigkeit und Zeitpunkt
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss vorgeben,
|
|
wie häufig und zu welchem Zeitpunkt innerhalb des
|
|
festgelegten Kontrollintervalls der Triebfahr-
|
|
zeugführer den Betriebszustand der Fahrten-
|
|
registrierung kontrollieren muss. Hierfür sind die
|
|
betrieblichen Abläufe des Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmens maßgebend.
|
|
Vorbereitung
|
|
der Fahrten-
|
|
registrierung -
|
|
Abschnitt 12 der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 34
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
3. Erforderliche Tätigkeiten
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss
|
|
beschreiben, anhand welcher Bedingungen der
|
|
Triebfahrzeugführer festzustellen hat, ob die
|
|
Fahrtenregistrierung betriebsfähig ist oder nicht. Für
|
|
die Festlegung der zu kontrollierenden Bedingungen
|
|
sind die Beschreibungen und Vorgaben des
|
|
Herstellers der Fahrtenregistrierung bzw. der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung maßgebend.
|
|
Für eine Fahrtenregistrierung, welche als
|
|
elektronisches Aufzeichnungsgerät ausgeführt ist,
|
|
muss das Eisenbahnverkehrsunternehmen
|
|
mindestens vorgeben, dass der Triebfahrzeugführer
|
|
die
|
|
- Statusanzeigen der Fahrtenregistrierung und
|
|
- den Füllgrad des Fahrdatenspeichers
|
|
kontrollieren muss.
|
|
Hinweis: Statusanzeigen der Fahrtenregistrierung
|
|
können je nach Bauform und Ausführungsvariante der
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung z. B. bestimmte
|
|
Leuchtdioden am elektronischen Aufzeichnungsgerät
|
|
oder Statusmeldungen im Fahrzeugdiagnosesystem
|
|
sein.
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss zudem
|
|
festlegen, bei welchem Füllgrad des Fahrdaten-
|
|
speichers der Triebfahrzeugführer die auftraggebende
|
|
Stelle darüber informieren muss, damit diese das
|
|
zeitnahe Auslesen der registrierten Fahrdaten
|
|
veranlasst.
|
|
Für eine Fahrten-
|
|
registrierung, welche als
|
|
Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen aus-
|
|
geführt ist, muss das
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen
|
|
mindestens vorgeben,
|
|
dass der Trieb-
|
|
fahrzeugführer
|
|
kontrollieren muss, ob
|
|
- das Registrier-
|
|
gerät einge-
|
|
schaltet ist,
|
|
- die einzelnen
|
|
Aufzeichnungs-
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 35
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
spuren
|
|
geschrieben
|
|
werden
|
|
(Stundendruck,
|
|
Minutenlinie, Weg-
|
|
Geschwindigkeits-
|
|
Aufzeichnung,
|
|
PZB-Zugart,
|
|
streckenseitige
|
|
Beeinflussungen
|
|
u. a.),
|
|
- die vorhandenen
|
|
Weg-
|
|
Geschwindigkeits-
|
|
Aufzeichnungen
|
|
Auslenkungen
|
|
aufweisen,
|
|
- der Vorschub des
|
|
Schreibstreifens
|
|
ordnungsgemäß
|
|
erfolgt (keine
|
|
Schreibüber-
|
|
lagerungen bei
|
|
vergangenen
|
|
Aufzeichnungen)
|
|
und
|
|
- der aktuelle
|
|
Papiervorrat
|
|
hinreichend für die
|
|
bevorstehenden
|
|
Zug- oder Rangier-
|
|
fahrten ist.
|
|
Beispiel zur
|
|
Abschätzung der
|
|
Größe des
|
|
Papiervorrats:
|
|
Bei einem
|
|
Fahrzeug mit
|
|
PZB-Fahrzeug-
|
|
einrichtung der
|
|
Bauform I60M und
|
|
einem
|
|
elektrischen
|
|
Registriergerät
|
|
ER 4/6 als
|
|
Fahrten-
|
|
registrierung ist
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 36
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
der Metallpapier-
|
|
Schreibstreifen
|
|
50 mm breit und
|
|
reicht für die
|
|
Aufzeichnung von
|
|
Fahrdaten über
|
|
eine Gesamt-
|
|
Wegstrecke von
|
|
bis zu 7000 km.
|
|
Dabei entspricht
|
|
1 km Fahrweg
|
|
ungefähr 5 mm
|
|
Papiervorschub.
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss zudem vorgeben,
|
|
dass der Triebfahrzeug-
|
|
führer den
|
|
Schreibstreifen
|
|
rechtzeitig vor
|
|
Erschöpfung des
|
|
Papiervorrats
|
|
auswechseln muss.
|
|
Ergänzend hierzu muss
|
|
das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen
|
|
- beschreiben, wie
|
|
sich der Schreib-
|
|
streifen aus-
|
|
wechseln lässt,
|
|
Beispiel für
|
|
Beschreibung des
|
|
Wechsels eines
|
|
Schreibstreifens
|
|
bei einer PZB-
|
|
Fahrzeugein-
|
|
richtung der
|
|
Bauform I60M:
|
|
a) Die Schreib-
|
|
rolle ist in eine
|
|
Kassette ein-
|
|
gelegt, die der
|
|
Triebfahrzeug-
|
|
führer aus dem
|
|
elektrischen
|
|
Registriergerät
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 37
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
ER 4/6
|
|
herausnehmen
|
|
kann. Dazu
|
|
wird die Klappe
|
|
des Schalt-
|
|
kastens ge-
|
|
öffnet, die
|
|
Kassette mit
|
|
dem Bügelgriff
|
|
nach vorn
|
|
geschwenkt
|
|
und nach oben
|
|
ausgehoben.
|
|
b) Zum
|
|
Auswechseln
|
|
des Schreib-
|
|
streifens sind
|
|
die beiden
|
|
Rollen (Auf-
|
|
und Abwickel-
|
|
rolle) nach
|
|
Betätigen des
|
|
Sperrhebels
|
|
nacheinander
|
|
der Kassette zu
|
|
entnehmen.
|
|
c) Die
|
|
beschriebene
|
|
Schreib-
|
|
streifenrolle ist
|
|
von der
|
|
Aufwickelrolle
|
|
abzustreifen.
|
|
Hierzu sind die
|
|
beiden Teller
|
|
abzuziehen
|
|
und die
|
|
Schreib-
|
|
streifenrolle ist
|
|
auf der Achse
|
|
zu lockern.
|
|
d) Beim Einlegen
|
|
der neuen
|
|
Schreib-
|
|
streifenrolle ist
|
|
darauf zu
|
|
achten, dass
|
|
die Metall-
|
|
schicht nach
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 38
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
oben zeigt, der
|
|
Anfang der
|
|
Schreibstreifen
|
|
rolle sorgfältig
|
|
am Stift des
|
|
Aufwickel-
|
|
tellers befestigt
|
|
wird und der
|
|
Schreibstreifen
|
|
mittig auf der
|
|
Transportrolle
|
|
liegt. Die
|
|
metallisierte
|
|
Seite des
|
|
Schreib-
|
|
streifens darf
|
|
nicht mit den
|
|
Fingern berührt
|
|
oder
|
|
beschmutzt
|
|
werden, da
|
|
sonst die
|
|
Metallschicht
|
|
beschädigt
|
|
wird.
|
|
e) Nach dem
|
|
Einsetzen und
|
|
Sperren der
|
|
beiden Rollen
|
|
ist der neue
|
|
Schreibstreifen
|
|
mit dem Zahn-
|
|
rad an der
|
|
Außenseite der
|
|
Kassette zu
|
|
spannen. Dann
|
|
ist die Kassette
|
|
wieder ein-
|
|
zusetzen und
|
|
anzudrücken,
|
|
bis sie hörbar
|
|
einrastet.
|
|
f) Zum Spannen
|
|
des neuen
|
|
Schreib-
|
|
streifens und
|
|
Prüfen des
|
|
Licht-
|
|
schleusen-
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 39
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
blocks ist die
|
|
Prüftaste etwa
|
|
3 s lang zu
|
|
drücken.
|
|
Leuchten
|
|
hierbei die
|
|
beiden Leucht-
|
|
dioden nicht
|
|
auf bzw.
|
|
wechseln die
|
|
Schauzeichen
|
|
nicht von weiß
|
|
in Rot, liegt
|
|
eine technische
|
|
Unregel-
|
|
mäßigkeit vor.
|
|
- vorgeben, wie der
|
|
Triebfahrzeug-
|
|
führer, den
|
|
entnommenen
|
|
Schreibstreifen
|
|
beschriften muss
|
|
und
|
|
Hinweis:
|
|
Beispielsweise
|
|
könnte hierbei
|
|
vorgegeben
|
|
werden, dass der
|
|
Triebfahrzeug-
|
|
führer die
|
|
Fahrzeug-
|
|
Nummer, das
|
|
Entnahmedatum
|
|
und die Fahrzeug-
|
|
einsatzstelle auf
|
|
dem ent-
|
|
nommenen
|
|
Schreibstreifen
|
|
vermerkt.
|
|
- vorgeben, wo der
|
|
Triebfahrzeug-
|
|
führer den
|
|
entnommenen
|
|
Schreibstreifen zur
|
|
weiteren
|
|
Behandlung
|
|
hinterlegen muss.
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 40
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
4. Kurzwegspeicher
|
|
Für eine Fahrtenregistrierung, welche als
|
|
elektronisches Aufzeichnungsgerät mit einem
|
|
Kurzwegspeicher ausgeführt ist und für den Fall, dass
|
|
das Auslesen der registrierten Fahrdaten nicht sofort
|
|
möglich ist, muss das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen
|
|
- vorgeben, dass der Triebfahrzeugführer den
|
|
Kurzwegspeicher nach Unfällen oder auf
|
|
besondere Weisung (z. B. des EBA, der
|
|
Bundespolizei) sperren muss,
|
|
- beschreiben, wie sich der Kurzwegspeicher
|
|
sperren lässt und
|
|
- vorgeben, dass der Triebfahrzeugführer den
|
|
Zeitpunkt der Sperrung des Kurzwegspeichers
|
|
mittels eines schriftlichen Vermerks
|
|
dokumentieren muss.
|
|
Der schriftliche Vermerk muss mindestens das
|
|
Identifikationsmerkmal des sperrenden
|
|
Triebfahrzeugführers, das Datum und die
|
|
Uhrzeit der Sperrung sowie den Anlass für die
|
|
Sperrung enthalten.
|
|
Hinweis: Durch das Sperren des Kurzwegspeichers
|
|
werden detaillierte Fahrdatenaufzeichnungen vor und
|
|
während des relevanten Ereignisses in einem
|
|
besonderen Speicherbereich der Fahrtenregistrierung
|
|
für die spätere Auswertung gesichert.
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss zudem
|
|
festlegen, dass ein gesperrter Kurzwegspeicher erst
|
|
nach dem Auslesen der relevanten Fahrdaten und nur
|
|
von dazu autorisiertem Fachpersonal wieder entsperrt
|
|
werden darf.
|
|
(15) Wenn das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen nicht
|
|
für den Betrieb unter LZB-
|
|
Führung ausgebildete
|
|
Triebfahrzeugführer auf
|
|
Fahrzeugen mit PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
einsetzt, muss es
|
|
Abschnitt 12 der
|
|
Richtlinie 483.0101 mit
|
|
Unternehmensvorgaben
|
|
ergänzen, welche die
|
|
|
|
Nicht für den
|
|
LZB-Betrieb
|
|
ausgebildeter
|
|
Triebfahrzeug-
|
|
führer -
|
|
Abschnitt 12 der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 41
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
folgenden Gesichtspunkte
|
|
regeln:
|
|
1. Bestimmung der
|
|
gültigen Zugdaten
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss für einen nicht für
|
|
den Betrieb unter LZB-
|
|
Führung ausgebildeten
|
|
Triebfahrzeugführer,
|
|
welcher auf einem
|
|
Fahrzeug mit PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
eingesetzt wird,
|
|
vorgeben, dass er über
|
|
die Bestimmung und
|
|
Eingabe der gültigen
|
|
Einstellwerte BRA und
|
|
BRH hinaus auch noch
|
|
die gültigen Einstell-
|
|
werte ZL und VMZ
|
|
bestimmen und
|
|
eingeben muss.
|
|
Zudem muss das
|
|
Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen für einen
|
|
nicht für den Betrieb
|
|
unter LZB-Führung
|
|
ausgebildeten
|
|
Triebfahrzeugführer,
|
|
welcher auf einem
|
|
Fahrzeug mit PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
eingesetzt wird,
|
|
vorgeben, dass er die
|
|
gültigen Zugdaten
|
|
anhand der für das
|
|
führende Fahrzeug
|
|
gültigen LZB-
|
|
Einstelltabelle
|
|
bestimmen muss, und
|
|
beschreiben, wie dies
|
|
zu erfolgen hat.
|
|
2. Verfahrensweise vor
|
|
Befahren einer LZB-
|
|
Strecke
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 42
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
muss für einen nicht für
|
|
den Betrieb unter LZB-
|
|
Führung ausgebildeten
|
|
Triebfahrzeugführer,
|
|
welcher auf einem
|
|
Fahrzeug mit PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
eingesetzt wird,
|
|
vorgeben, dass er eine
|
|
LZB-Strecke nur
|
|
befahren darf, wenn er
|
|
vorher die LZB-
|
|
Funktionalität der
|
|
PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
mit dem LZB-
|
|
Störschalter
|
|
abgeschaltet hat.
|
|
3. Verfahrensweise bei
|
|
Ablösung des
|
|
Triebfahrzeugführers
|
|
Das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen
|
|
muss für einen nicht für
|
|
den Betrieb unter LZB-
|
|
Führung ausgebildeten
|
|
Triebfahrzeugführer,
|
|
welcher auf einem
|
|
Fahrzeug mit PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
eingesetzt wird,
|
|
vorgeben, dass er die
|
|
LZB-Funktionalität der
|
|
PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
bei Beendigung seines
|
|
Einsatzes auf einem
|
|
Fahrzeug mit PZB/LZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung
|
|
wieder mittels LZB-
|
|
Störschalter
|
|
einschalten und erneut
|
|
die gültigen Zugdaten
|
|
eingeben muss.
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 43
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
6 Ausführungsbestimmungen zur
|
|
Ergänzung des Abschnitts 14 der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102
|
|
(1) Wenn bei einer bestimmten Bauform bzw. Ausführungs-
|
|
variante einer PZB-Fahrzeugeinrichtung besondere
|
|
Programme bzw. Betriebsarten für einen oder mehrere der
|
|
Fälle 1. bis 4. in Abschnitt 14 Absatz (2)
|
|
der Richtlinie 483.0101 der Richtlinie 483.0102
|
|
existieren, darf das Eisenbahnverkehrsunternehmen
|
|
dementsprechend die allgemeinen Vorgaben zum
|
|
Abschalten der PZB-Fahrzeugeinrichtung mit bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifischen
|
|
Unternehmensvorgaben zur Anwendung dieser
|
|
besonderen Programme bzw. Betriebsarten teilweise oder
|
|
vollständig ersetzen.
|
|
Die Vorgabe, dass der Triebfahrzeugführer die PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung bei Störungen mit dem PZB-
|
|
Störschalter abschalten muss, darf nicht durch
|
|
Unternehmensvorgaben ersetzt werden.
|
|
(2) Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen darf die
|
|
Erlaubnis zum Abschalten
|
|
der PZB-Fahrzeugein-
|
|
richtung mit dem PZB-
|
|
Störschalter zur Durch-
|
|
führung von Rangierfahrten,
|
|
wenn voraussichtlich länger
|
|
als 30 Minuten rangiert wird,
|
|
nach Maßgabe seiner
|
|
betrieblichen Abläufe mit
|
|
Unternehmensvorgaben er-
|
|
gänzen, welche genauer
|
|
oder restriktiver sind.
|
|
Das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen darf hierbei
|
|
nicht erlauben, dass die
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
abgeschaltet wird, wenn
|
|
voraussichtlich weniger als
|
|
30 Minuten lang rangiert
|
|
wird.
|
|
|
|
Abschnitt 14
|
|
Absatz (2) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
Abschnitt 14
|
|
Absatz (3) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 44
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(3) Wenn bei einer bestimmten Bauform bzw. Ausführungs-
|
|
variante einer PZB-Fahrzeugeinrichtung besondere
|
|
Programme bzw. Betriebsarten für einen oder mehrere der
|
|
Fälle 1 bis 3 in Abschnitt 14
|
|
Absatz (5) der
|
|
Richtlinie 483.0101
|
|
Absatz (4) der
|
|
Richtlinie 483.0102
|
|
existieren, darf das Eisenbahnverkehrsunternehmen
|
|
dementsprechend die allgemeinen Vorgaben zum
|
|
Ausschalten der PZB-Fahrzeugeinrichtung mit bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifischen Unter-
|
|
nehmensvorgaben zur Anwendung dieser besonderen
|
|
Programme bzw. Betriebsarten teilweise oder vollständig
|
|
ersetzen.
|
|
Die Vorgabe für Fall 4 in Abschnitt 14
|
|
Absatz (5) der
|
|
Richtlinie 483.0101,
|
|
Absatz (4) der
|
|
Richtlinie 483.0102,
|
|
darf nicht durch Unternehmensvorgaben ersetzt werden.
|
|
7 Ausführungsbestimmungen zur
|
|
Ergänzung des Abschnitts 15 der
|
|
Richtlinie 483.0101 bzw. 483.0102
|
|
(1) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf die den Fall
|
|
einer technischen Unregelmäßigkeit beschreibende
|
|
Bildgruppe 42 Bildgruppe 32
|
|
mit Unternehmensvorgaben ergänzen, welche bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische
|
|
Anzeigebilder oder Beschreibungen der möglichen
|
|
spezifischen Meldungen für technische
|
|
Unregelmäßigkeiten im Fahrzeugdiagnosesystem
|
|
enthalten.
|
|
(2) Die Ausführungsbestimmung
|
|
in Absatz (1) gilt nicht in
|
|
Bezug auf Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M.
|
|
Hinweis: Für Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M existiert
|
|
bereits eine bauform-
|
|
spezifische und von Ab-
|
|
schnitt 15 Absatz (3) der
|
|
Richtlinie 483.0101 ab-
|
|
weichende Vorgabe in
|
|
Abschnitt 8 Absatz (1) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02.
|
|
|
|
Abschnitt 14
|
|
Absatz (5) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
Absatz (4) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0102 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
Abschnitt 15
|
|
Absatz (3) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
Abschnitt 8
|
|
Absatz (1) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 45
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(3) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf den
|
|
Anhang 483.0101A05 Anhang 483.0102A03
|
|
mit allgemeingültigen Vorgaben zum Umgang mit
|
|
bestimmten technischen Unregelmäßigkeiten bzw.
|
|
Störungen mit Unternehmensvorgaben ersetzen, welche
|
|
bauform-, ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische
|
|
Vorgaben zum Umgang mit bestimmten technischen
|
|
Unregelmäßigkeiten bzw. Störungen enthalten.
|
|
Bei Ersatz des
|
|
Anhangs 483.0101A05 Anhangs 483.0102A03
|
|
durch bauform-, ausführungsvarianten- oder fahrzeug-
|
|
spezifische Unternehmensvorgaben zum Umgang mit
|
|
bestimmten technischen Unregelmäßigkeiten bzw.
|
|
Störungen, müssen diese Unternehmensvorgaben
|
|
mindestens alle für den Bereich des Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmens relevanten der in
|
|
Anhang 483.0101A05 Anhang 483.0102A03
|
|
aufgeführten Fälle von technischen Unregelmäßigkeiten
|
|
und Störungen behandeln sowie den Vermerk enthalten,
|
|
dass Abschnitt 15 Absatz (5)
|
|
der Richtlinie 483.0101
|
|
sowie
|
|
Anhang 483.0101A05
|
|
der Richtlinie 483.0102
|
|
sowie
|
|
Anhang 483.0102A03
|
|
nicht gelten und ersetzt wurden. Zudem müssen die
|
|
Unternehmensvorgaben bezüglich der von
|
|
Anhang 483.0101A05 Anhang 483.0102A03
|
|
übernommenen Fälle von technischen Unregelmäßigkeiten
|
|
und Störungen sinngemäß dieselben Abhilfemaßnahmen
|
|
oder Auswirkungen/Folgen vorgeben wie der
|
|
Anhang 483.0101A05. Anhang 483.0102A03.
|
|
(4) Die Ausführungsbestimmung
|
|
in Absatz (3) gilt nicht in
|
|
Bezug auf Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M.
|
|
Hinweis: Für Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M existieren
|
|
bereits bauformspezifische
|
|
und von Abschnitt 15
|
|
Absatz (5) der
|
|
Richtlinie 483.0101
|
|
abweichende Vorgaben in
|
|
Abschnitt 8 Absatz (3) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02.
|
|
|
|
Abschnitt 15
|
|
Absatz (5) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
BEI BEDARF
|
|
Abschnitt 8
|
|
Absatz (3) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 46
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(5) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische Unter-
|
|
nehmensvorgaben zum Umgang mit einer
|
|
Dauerbeeinflussung machen. Diese Unternehmens-
|
|
vorgaben müssen mindestens die folgenden Gesichts-
|
|
punkte regeln:
|
|
1. Beschreibung der möglichen Fälle von
|
|
Dauerbeeinflussung
|
|
Generell sind die folgenden Fälle einer
|
|
Dauerbeeinflussung möglich:
|
|
- Aktivschalten der PZB-Fahrzeugeinrichtung,
|
|
wenn der Fahrzeugmagnet sich über einem
|
|
wirksam geschalteten
|
|
- GM 2000 Hz,
|
|
- GM 1000 Hz oder
|
|
- GM 500 Hz
|
|
befindet
|
|
- Fahrzeug mit aktiv geschalteter PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung hält mit seinem
|
|
Fahrzeugmagneten über einem wirksam
|
|
geschalteten
|
|
- GM 2000 Hz,
|
|
- GM 1000 Hz oder
|
|
- GM 500 Hz
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss
|
|
beschreiben, wie die PZB-Fahrzeugeinrichtung in den
|
|
oben aufgeführten Fällen auf die Dauerbeeinflussung
|
|
reagiert.
|
|
2. Beenden der Dauerbeeinflussung
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss festlegen,
|
|
wie der Triebfahrzeugführer zur Beendigung der
|
|
Dauerbeeinflussung in denjenigen der in Nummer 1.
|
|
aufgeführten Fälle zu verfahren hat, in denen die
|
|
Dauerbeeinflussung die reguläre Weiterfahrt
|
|
verhindert.
|
|
Wenn der Triebfahrzeugführer das Fahrzeug zur
|
|
Beendigung der Dauerbeeinflussung bewegen muss,
|
|
muss die Festlegung des Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmens auch die erforderliche Kommunikation
|
|
mit der betriebsleitenden Stelle berücksichtigen.
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf die
|
|
diesbezüglichen Unternehmensvorgaben in die
|
|
Abschnitt 15
|
|
Absatz (8) der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 47
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Unternehmensvorgaben zur Umsetzung der Aus-
|
|
führungsbestimmung in Absatz (3) integrieren bzw. mit
|
|
diesen zusammenfassen.
|
|
(6) Die Ausführungsbestimmung
|
|
in Absatz (5) gilt nicht in
|
|
Bezug auf Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M.
|
|
Hinweis: Für Fahrzeuge mit
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
der Bauform I60M existiert
|
|
bereits eine bauform-
|
|
spezifische und von Ab-
|
|
schnitt 15 Absatz (8) der
|
|
Richtlinie 483.0101 ab-
|
|
weichende Vorgabe in
|
|
Abschnitt 8 Absatz (4) des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02.
|
|
|
|
(7) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss in bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische Unter-
|
|
nehmensvorgaben für den Fall machen, dass im Ergebnis
|
|
einer gemäß der Ausführungsbestimmung in Abschnitt 5
|
|
Absatz (1) durchgeführten Funktionsprüfung der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung das Vorliegen einer technischen
|
|
Unregelmäßigkeit bzw. Störung festgestellt wurde. Diese
|
|
Unternehmensvorgaben müssen mindestens die folgenden
|
|
Gesichtspunkte regeln:
|
|
1. Beschreibung der möglichen Fälle von technischen
|
|
Unregelmäßigkeiten bzw. Störungen
|
|
Die folgenden Fälle von technischen
|
|
Unregelmäßigkeiten bzw. Störungen im Ergebnis
|
|
einer Funktionsprüfung sind grundsätzlich möglich:
|
|
- akustische Meldungen erfolgen nicht
|
|
ordnungsgemäß
|
|
- nur bei displaybasierten Führerraumanzeigen:
|
|
Führerraumanzeigen sind nicht in Ordnung
|
|
- nur bei lampenbasierten Führerraumanzeigen:
|
|
- PZB-Zugart-Leuchtmelder haben während
|
|
der Funktionsprüfung nicht geleuchtet,
|
|
- PZB-Zugart-Leuchtmelder der ein-
|
|
zustellenden PZB-Zugart leuchtet bzw.
|
|
blinkt nach der Funktionsprüfung nicht,
|
|
- Leuchtmelder „1000 Hz“ hat während der
|
|
Funktionsprüfung nicht geleuchtet,
|
|
Abschnitt 8
|
|
Absatz (4) des
|
|
Zusatzes
|
|
483.0101Z02 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|
|
Nicht
|
|
bestandene
|
|
Funktions-
|
|
prüfung -
|
|
Abschnitt 15 der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 48
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
- Leuchtmelder „500 Hz“ hat während der
|
|
Funktionsprüfung nicht geleuchtet,
|
|
- Leuchtmelder „Befehl 40“ hat während der
|
|
Funktionsprüfung nicht geleuchtet,
|
|
- Leuchtmelder „S“ (sofern vorhanden) hat
|
|
während der Funktionsprüfung nicht
|
|
geleuchtet,
|
|
- Leuchtmelder „G“ (sofern vorhanden) hat
|
|
während der Funktionsprüfung nicht
|
|
geleuchtet oder
|
|
- Leuchtmelder „Stör“ (sofern vorhanden) hat
|
|
während der Funktionsprüfung nicht
|
|
geleuchtet
|
|
- PZB-Zwangsbremsung ist während der
|
|
Funktionsprüfung nicht erfolgt oder nicht
|
|
wirksam geworden
|
|
Davon abweichend sind
|
|
in Bezug auf Fahrzeuge
|
|
mit PZB-Fahrzeugein-
|
|
richtung der Bauform
|
|
I60M die folgenden
|
|
Fälle von technischen
|
|
Unregelmäßigkeiten
|
|
bzw. Störungen im
|
|
Ergebnis einer
|
|
Funktionsprüfung
|
|
grundsätzlich möglich:
|
|
- Hupe ist nach der
|
|
2000-Hz-
|
|
Beeinflussung
|
|
nicht ertönt
|
|
- Hupe ist nach
|
|
Betätigen der
|
|
Freitaste nicht
|
|
verstummt
|
|
- blauer Leucht-
|
|
melder „45“ ist
|
|
nach der 2000-Hz-
|
|
Beeinflussung
|
|
nicht erloschen
|
|
- blauer Leucht-
|
|
melder „45“
|
|
leuchtet nach der
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 49
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Funktionsprüfung
|
|
nicht
|
|
- PZB-Zwangs-
|
|
bremsung ist
|
|
während der
|
|
2000-Hz-Beein-
|
|
flussung nicht
|
|
erfolgt oder nicht
|
|
wirksam geworden
|
|
- Hauptluftleitungs-
|
|
Druck erreicht
|
|
nach Lösen der
|
|
PZB-Zwangs-
|
|
bremsung mit der
|
|
Freitaste nicht
|
|
mehr 5 bar
|
|
2. Vorgabe der Abhilfemaßnahmen bzw.
|
|
Auswirkungen/Folgen
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss vorgeben,
|
|
welche Abhilfemaßnahmen bzw. welche
|
|
Auswirkungen/Folgen in den in Nummer 1.
|
|
aufgeführten Fällen durchzuführen sind bzw. sich
|
|
ergeben.
|
|
Wenn nach Durchführung der vorgegebenen
|
|
Abhilfemaßnahmen weiterhin eine technische
|
|
Unregelmäßigkeit vorliegt, muss das Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen vorgeben, dass die
|
|
auftraggebende Stelle zu verständigen ist. In diesem
|
|
Fall darf das Eisenbahnverkehrsunternehmen zudem
|
|
erlauben, das geplante Zug- oder Rangierfahrten
|
|
gemäß Anweisung der auftraggebenden Stelle ohne
|
|
weitere Einschränkung durchgeführt werden dürfen.
|
|
Wenn nach Durchführung der vorgegebenen
|
|
Abhilfemaßnahmen die Betriebsbereitschaft der PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung gemäß
|
|
Abschnitt 12 Absatz (4)
|
|
der Richtlinie 483.0101
|
|
Abschnitt 12 Absatz (3)
|
|
der Richtlinie 483.0102
|
|
nicht hergestellt werden kann, muss das
|
|
Eisenbahnverkehrsunternehmen vorgeben, dass
|
|
- die PZB-Fahrzeugeinrichtung als gestört zu
|
|
betrachten ist,
|
|
- die PZB-Fahrzeugeinrichtung, sofern möglich,
|
|
mit dem PZB-Störschalter abzuschalten oder
|
|
andernfalls auszuschalten ist und
|
|
- die auftraggebende Stelle zu verständigen ist.
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 50
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Davon abweichend
|
|
müssen Eisenbahn-
|
|
verkehrsunternehmen,
|
|
die Fahrzeuge mit PZB-
|
|
Fahrzeugeinrichtung der
|
|
Bauform I60M
|
|
betreiben, in Bezug auf
|
|
diese Fahrzeuge
|
|
Folgendes festlegen:
|
|
Wenn nach
|
|
Durchführung der
|
|
vorgegebenen Abhilfe-
|
|
maßnahmen die
|
|
Betriebsbereitschaft der
|
|
PZB-Fahrzeugein-
|
|
richtung gemäß
|
|
Abschnitt 5 Absatz (2)
|
|
des
|
|
Zusatzes 483.0101Z02
|
|
|
|
nicht hergestellt werden
|
|
kann, dann
|
|
- ist die PZB-
|
|
Fahrzeugein-
|
|
richtung als gestört
|
|
zu betrachten,
|
|
- ist die PZB-Fahr-
|
|
zeugeinrichtung,
|
|
sofern möglich, mit
|
|
dem PZB-
|
|
Störschalter
|
|
abzuschalten oder
|
|
andernfalls
|
|
auszuschalten und
|
|
- die auftrag-
|
|
gebende Stelle zu
|
|
verständigen.
|
|
|
|
Für den Fall, dass hiernach gemäß Anweisung der
|
|
auftraggebenden Stelle Zugfahrten durchzuführen
|
|
sind, bei denen das betroffene Fahrzeug als
|
|
führendes fungiert, muss das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen vorgeben, dass
|
|
- die Weiterfahrt nur noch mit höchstens 50 km/h
|
|
erfolgen darf und
|
|
- die betriebsleitende Stelle zu verständigen ist.
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 51
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
Sind hiernach gemäß Anweisung der
|
|
auftraggebenden Stelle Rangierfahrten
|
|
durchzuführen, darf das Eisenbahnverkehrs-
|
|
unternehmen diese ohne weitere Einschränkung
|
|
erlauben.
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf die
|
|
diesbezüglichen Unternehmensvorgaben in die
|
|
Unternehmensvorgaben zur Umsetzung der Aus-
|
|
führungsbestimmung in Absatz (3) integrieren bzw. mit
|
|
diesen zusammenfassen.
|
|
(8) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische Unter-
|
|
nehmensvorgaben zum Umgang mit einer Fehlfunktion der
|
|
Dateneingabe-Schnittstelle, welche die Eingabe der
|
|
weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung
|
|
(Triebfahrzeugführer-Nummer und Zug-Nummer) durch
|
|
den Triebfahrzeugführer verhindert, machen.
|
|
Hinweis: Eine zielführende Vorgabe wäre, dass der
|
|
Triebfahrzeugführer bei der Meldung der Fehlfunktion die
|
|
folgenden Angaben mitliefert:
|
|
- Identifikationsmerkmal des Triebfahrzeugführers
|
|
- Zug-Nummer[n], unter denen der Triebfahrzeugführer
|
|
Zugfahrten durchgeführt hat
|
|
- Ort/Betriebsstelle, Datum und Uhrzeit der Übernahme
|
|
des Fahrzeugs
|
|
- Ort/Betriebsstelle, Datum und Uhrzeit des
|
|
Einsatzendes auf dem Fahrzeug
|
|
Dies gilt nicht für
|
|
Fahrzeuge, bei denen die
|
|
Fahrtenregistrierung der
|
|
PZB-Fahrzeugeinrichtung
|
|
als Registriergerät mit
|
|
Schreibstreifen ausgeführt
|
|
ist.
|
|
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf die
|
|
diesbezüglichen Unternehmensvorgaben in die
|
|
Unternehmensvorgaben zur Umsetzung der Aus-
|
|
führungsbestimmung in Absatz (3) integrieren bzw. mit
|
|
diesen zusammenfassen.
|
|
Fehlfunktion der
|
|
Dateneingabe-
|
|
Schnittstelle für
|
|
die weiteren
|
|
Daten für die
|
|
Fahrten-
|
|
registrierung -
|
|
Abschnitt 15 der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
|
|
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
|
Ausführungsbestimmungen für unternehmensspezifische
|
|
Vorgaben zur Ergänzung der Richtlinien 483.010x
|
|
483.0100
|
|
Seite 52
|
|
|
|
Gültig ab: 14.12.2025
|
|
(9) Das Eisenbahnverkehrsunternehmen muss bauform-,
|
|
ausführungsvarianten- oder fahrzeugspezifische Unter-
|
|
nehmensvorgaben zum Umgang mit einer Fehlfunktion der
|
|
Fahrtenregistrierung für den Fall machen, dass der
|
|
Triebfahrzeugführer die Fehlfunktion feststellt. Diese
|
|
Unternehmensvorgaben müssen mindestens die folgenden
|
|
Festlegungen enthalten:
|
|
- Der Triebfahrzeugführer muss unverzüglich die
|
|
auftraggebende Stelle über die Fehlfunktion der
|
|
Fahrtenregistrierung informieren.
|
|
- Die auftraggebende Stelle muss die Instandsetzung
|
|
der Fahrtenregistrierung umgehend veranlassen.
|
|
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen darf die
|
|
diesbezüglichen Unternehmensvorgaben in die
|
|
Unternehmensvorgaben zur Umsetzung der Aus-
|
|
führungsbestimmung in Absatz (3) integrieren bzw. mit
|
|
diesen zusammenfassen.
|
|
8 Ausführungsbestimmungen zur
|
|
Ergänzung der Richtlinie 483.0101 bzw.
|
|
483.0102 hinsichtlich ETCS
|
|
(1) Wenn das Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht für ETCS
|
|
ausgebildete Triebfahrzeugführer auf Fahrzeugen einsetzt,
|
|
deren PZB-Fahrzeugeinrichtungen über STM in die ETCS-
|
|
Fahrzeugeinrichtungen eingebunden sind und im ETCS-
|
|
Level NTC PZB/LZB betrieben werden, muss es die
|
|
Abschnitte 5 und 12 bis 15 der
|
|
Richtlinie 483.0101 Richtlinie 483.0102
|
|
mit Unternehmensvorgaben ergänzen, welche die
|
|
Abweichungen hinsichtlich der Führerraumanzeigen und
|
|
der Bedienung beschreiben.
|
|
Hinweise:
|
|
Im Zusammenhang mit ETCS (European Train Control
|
|
System) werden die nationalen Zugbeeinflussungssysteme
|
|
als National Train Control (NTC) bezeichnet.
|
|
Es empfiehlt sich, die Unternehmensvorgaben analog zur
|
|
Richtlinie 483.0701 auszugestalten.
|
|
|
|
Fehlfunktion der
|
|
Fahrten-
|
|
registrierung -
|
|
Abschnitt 15 der
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
PFLICHT
|
|
Nicht für ETCS
|
|
ausgebildeter
|
|
Triebfahrzeug-
|
|
führer -
|
|
Richtlinie
|
|
483.0101 bzw.
|
|
483.0102 -
|
|
BEDINGTE
|
|
PFLICHT
|