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Richtlinie
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
483.0100Z13
Seite 1
Fachautor: I.IAI 45 | Steffen Schöneich | steffen.schoeneich@deutschebahn.com Gültig ab: 14.12.2025
Inhaltsverzeichnis
1 Anwendungsbereich und Zweck des Zusatzes ................... 2
2 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 4 der
Richtlinie 483.0100 ............................................................. 3
3 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 5 der
Richtlinie 483.0100 ........................................................... 13
4 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 7 der
Richtlinie 483.0100 ........................................................... 25
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
483.0100Z13
Seite 2
Gültig ab: 14.12.2025
1 Anwendungsbereich und Zweck des
Zusatzes
(1) Dieser Zusatz gilt nur in Ergänzung zu Richtlinie 483.0100.
Er soll Eisenbahnverkehrsunternehmen als Hilfe oder
Muster für die Ausgestaltung Unternehmensvorgaben nach
Maßgabe der Richtlinie 483.0100 in Bezug auf die
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung dienen.
(2) Die nachfolgenden Abschnitte beinhalten Umsetzungs-
beispiele für bauform- und ausführungsvarianten-
spezifische Unternehmensvorgaben nach Maßgabe der
Richtlinie 483.0100 für die PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
der Bauform
- LZB 80/I80,
- LZB 80E/I80 oder
- EBICab 2000 DES.
Alle Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in
den nachfolgenden Abschnitten sind unverbindlich.
(3) In den unverbindlichen Umsetzungsbeispielen für
Unternehmensvorgaben der nachfolgenden Abschnitte
werden nur Sachverhalte behandelt, welche früher in der
entfallenen bauformspezifischen Richtlinie 483.0113
geregelt waren und nun durch das Eisenbahnverkehrs-
unternehmen in eigener Verantwortung zu regeln sind.
Dieser Zusatz enthält daher nicht für alle, sondern nur für
eine Auswahl von Ausführungsbestimmungen der
Richtlinie 483.0100 Umsetzungsbeispiele für
Unternehmens-vorgaben. Zudem sind manche
Ausführungs-bestimmungen der Richtlinie 483.0100 nur
teilweise umgesetzt.
(4) Die unverbindlichen Umsetzungsbeispiele für Unter-
nehmensvorgaben in den nachfolgenden Abschnitten
entsprechen inhaltlich sinngemäß den jeweiligen früher
verbindlichen Vorgaben der entfallenen bauform-
spezifischen Richtlinie 483.0113. Die unverbindlichen
Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in den
nachfolgenden Abschnitten basieren somit inhaltlich auf
dem Kenntnisstand der Systembetreuenden Stelle für die
Klasse-B-ZZS-Systeme PZB, LZB und GNT bei der
DB InfraGO AG vom Jahr 2009.
Die Systembetreuende Stelle für die Klasse-B-ZZS-
Systeme PZB, LZB und GNT bei der DB InfraGO AG leistet
keine Gewähr dafür, dass die unverbindlichen
Umsetzungsbeispiele für Unternehmensvorgaben in den
Anwendungs-
bereich
Regelungs-
gegenstand
Ehemalige
bauform-
spezifische
PZB-Bedien-
richtlinie
Keine Gewähr
für Aktualität
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Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
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nachfolgenden Abschnitten aktuell sind. Eine inhaltliche
Aktualisierung ist seitens der Systembetreuenden Stelle für
die Klasse-B-ZZS-Systeme PZB, LZB und GNT bei der
DB InfraGO AG nicht vorgesehen.
(5) Die unverbindlichen Umsetzungsbeispiele für Unter-
nehmensvorgaben in den nachfolgenden Abschnitten sind
so ausgestaltet und formuliert, als wären sie bereits
verbindliche Unternehmensvorgaben, und stellen insoweit
ein kopierfähiges Muster dar. Das Eisenbahn-
verkehrsunternehmen darf sie in eigener Verantwortung
entweder unverändert oder mit Änderungen bzw.
Anpassungen in eine verbindliche Unternehmensvorgabe
übernehmen.
Wenn das Eisenbahnverkehrsunternehmen ein
Umsetzungsbeispiel für eine Unternehmensvorgabe der
nachfolgenden Abschnitte in eigener Verantwortung ohne
weitere Änderung bzw. Anpassung in eine verbindliche
Unternehmensvorgabe übernimmt, muss das
Eisenbahnverkehrsunternehmen dabei in eigener
Verantwortung überprüfen und sicherstellen, dass die
resultierende verbindliche Unternehmensvorgabe sachlich
richtig und aktuell ist.
2 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 4
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (1) der
Richtlinie 483.0101:
Die PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung setzt sich aus PZB- und
LZB-spezifischen Funktionsbestandteilen zusammen.
Nachfolgend werden nur die PZB-spezifischen Bestandteile
einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung beschrieben. Die LZB-
spezifischen Funktionsbestandteile sind nur zur Veran-
schaulichung der funktionalen Verknüpfung von PZB- und
LZB-Fahrzeugeinrichtung mit dargestellt, ohne jedoch
näher beschrieben zu werden.
Bild 1 zeigt in schematischer Form das Aufbauprinzip einer
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform LZB 80/I80.
Verwendung der
Umsetzungs-
beispiele als
kopierfähiges
Muster
Aufbauschema
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Bild 1 Aufbauschema der Bauform LZB 80/I80
Bild 2 zeigt in schematischer Form das Aufbauprinzip einer
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform LZB 80E/I80.
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Bild 2 Aufbauschema der Bauform LZB 80E/I80
Bild 3 zeigt in schematischer Form das Aufbauprinzip einer
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform
EBICab 2000 DES.
Bild 3 Aufbauschema der Bauform EBICab 2000 DES
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(2) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101:
Die akustischen Meldungen
- werden je nach Bauform- und Ausführungsvariante
mit einer Hupe ausgegeben bzw. erfolgen als
Sprachausgabe oder
- werden mit einer Schnarre in der Anzeigeeinrichtung
ausgegeben.
Als Anzeigeeinrichtung für die Führerraumanzeigen wird je
nach Bauform- und Ausführungsvariante der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung
- ein Modulares Führerraumanzeigegerät Typ 7
(MFA 7; Bild 4),
- ein Modulares Führerraumanzeigegerät Typ 20
(MFA 20; Bild 5) oder
- eine displaybasierte Anzeigeinrichtung (Bild 6).
verwendet.
Bild 4 Aufbauschema MFA 7
Führerraum-
anzeigen und
akustische
Meldungen
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Bild 5 Aufbauschema MFA 20
Bild 6 Oberfläche für die displaybasierten
Führerraumanzeigen
(3) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (6) der
Richtlinie 483.0101:
Die PZB/LZB-Bedientasten Wachsamkeitstaste, Freitaste
und Befehlstaste sind in einer Gruppe auf dem
Führerraumpult angeordnet (Bild 7).
PZB/LZB-
Bedientasten
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Bild 7 PZB/LZB-Bedientasten-Gruppe
(4) Bei einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit MFA 7 oder
MFA 20 gibt es als zusätzliches Bedienelement die
Funktionsprüftaste. Sie befindet sich innerhalb des MFA 7
bzw. MFA 20 und ist in den Leuchtmelder „Prüfen Stör“
integriert (der Leuchtmelder „Prüfen Stör“ ist gleichzeitig
auch die Funktionsprüftaste).
Durch Betätigen der Funktionsprüftaste lässt sich bei aktiv
geschalteter PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung und einem
Hauptluftleitungs-Druck von mindestens 5 bar der Prüflauf
zur Funktionsprüfung der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
starten.
(5) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (7) der
Richtlinie 483.0101:
Die Dateneingabe-Schnittstelle einer PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung ist entweder hardwaretechnisch durch
Dateneingabegeräte mit den Bezeichnungen
- Zugdateneinsteller (ZDE, Bild 8) und
- Dateneinsteller (Bilder 8 und 9)
oder softwaretechnisch durch auf der displaybasierten
Anzeigeeinrichtung bzw. dem maschinentechnischen
Display aufrufbare Dateneingabe-Menüs ausgeführt.
Funktions-
prüftaste
Dateneingabe-
Schnittstelle
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Bild 8 Hardwaretechnische Dateneingabe-Schnittstelle einer PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung
Bei einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit hardware-
technischer Dateneingabe-Schnittstelle erfolgt die Eingabe
der Zugdaten (Einstellwerte BRA, BRH, ZL und VMZ) über
den ZDE (Bild 8). Am ZDE lassen sich darüber hinaus die
gespeicherten Zugdaten anzeigen.
Die weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung
(Einstellwerte „Triebfahrzeugführer-Nummer“ und „Zug-
Nummer“) sind bei einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit
hardwaretechnischer Dateneingabe-Schnittstelle am
Dateneinsteller (Bild 9) einzugeben. Darüber hinaus lassen
sich am Dateneinsteller
- die Datums- und Uhrzeiteinstellung für die
Fahrtenregistrierung anzeigen und
- der Kurzwegspeicher der sperren oder entsperren.
Bild 9 Dateneinsteller
Die Tabellen 1 und 2 zeigen, mit welchen Bedienelementen
am ZDE und am Dateneinsteller sich Eingaben oder
Einstellungen vornehmen und von der PZB-
Fahrzeugeinrichtung gespeicherte Einstellungen anzeigen
lassen.
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ZDE
Bedienelement Zweck und Funktion
Daumenradschalter/
Codierschalter Vorwahl der einzugebenden Daten
Leuchtmelder-Taste
"ZD" Übernahme oder Kontrolle der eingestellten Zugdaten
Leuchtmelder-Taste
"PM" (teilweise
"RM")
Prüfen der Leuchtziffern und der Leuchtdioden.
Beim Prüfen müssen alle Leuchtziffern eine "8" zeigen und alle
Leuchtdioden und Leuchttasten blinken.
Tabelle 1: Bedienelemente am ZDE
Dateneinsteller
Bedienelement Zweck und Funktion
Taste „K“ Kurzwegspeicher EIN/AUS:
Sperren/Entsperren des Kurzwegspeichers
Taste „I“
Instandhaltungsdaten:
Ein- und Ausgabe von Instandhaltungsdaten
(z. B. Fehlerspeicher, Prozesswerte, Prüfläufe)
Taste „R“ Reserve (ohne Funktion)
Taste „Tf“ Eingabe des 6-stelligen Einstellwertes
„Triebfahrzeugführer-Nummer“
Taste „Zug“ Eingabe des Einstellwertes „Zug-Nummer“
(Eingabe von bis zu 16 Nummern möglich)
Taste „ZE“ Zug-Eigenschaften:
Eingabe der Einstellwerte BRA- und BRH
Taste „Info“ Information:
Anzeige von Datum, Uhrzeit und Füllgrad der DSK
Taste „ZD“ Übernahmetaste
Taste „Lö“ Löschtaste:
Eingabekorrektur
Taste „*“ Rollen der Anzeige in den Funktionen I und Zug
Tasten „0...9“ Zifferntasten:
Eingabe von Ziffern
Tabelle 2: Bedienelemente am Dateneinsteller
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Bei einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit software-
technischer Dateneingabe-Schnittstelle erfolgt die Eingabe
sowohl der Zugdaten (Einstellwerte BRA, BRH, ZL und
VMZ) als auch der weiteren Daten für die
Fahrtenregistrierung (Einstellwerte „Triebfahrzeugführer-
Nummer“ und „Zug-Nummer“) über entsprechende
Dateneingabe-Menüs, welche über de displaybasierte
Anzeigeeinrichtung bzw. das maschinentechnische Display
aufzurufen sind. Darüber hinaus lassen sich über diese
Dateneingabe-Menüs die gespeicherten Zugdaten, der
gespeicherte Einstellwert „Zug-Nummer“ und die Datums-
und Uhrzeiteinstellung für die Fahrtenregistrierung
anzeigen und der Kurzwegspeicher sperren oder
entsperren.
Bild 10 zeigt ein Gestaltungsbeispiel für die Oberfläche
eines Dateneingabe-Menüs für die Zugdaten.
Bild 10 Dateneingabe-Menü für die Zugdaten (Beispiel)
(6) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (9) der
Richtlinie 483.0101:
Die Fahrtenregistrierung ist als ein elektronisches
Aufzeichnungsgerät ausgeführt, das als Datenspeicher-
kassette (DSK) bezeichnet wird. Die DSK verwaltet und
speichert die Fahrdaten in einem „Betriebsspeicher“ sowie
DSK
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in einem feinauflösenden „Kurzwegspeicher“ mit geringerer
Speicherkapazität.
Die Speicherkapazität des „Betriebsspeichers“ der DSK
beträgt je nach Einsatzbereich 5 000 bis 15 000 km.
Als DSK kommen verschiedene Typen zum Einsatz, z. B.
DSK 10 (bei PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform
LZB 80/I80 in der Ausführungsvariante mit serieller
Schnittstelle) und DSK 20 (bei den Bauformen und
Ausführungsvarianten der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
mit MVB-Schnittstelle).
Der aktuelle Betriebszustand der DSK 10 wird über die
Leuchtdiode „ON“ an der DSK 10 angezeigt:
- Leuchtdiode „ON“ leuchtet dauerhaft:
DSK arbeitet ordnungsgemäß
- Leuchtdiode „ON“ leuchtet nicht:
DSK ist fehlerhaft
- Leuchtdiode „ON“ blinkt mit einer Frequenz von ca.
10 Hz:
DSK empfängt serielle Daten
- Leuchtdiode „ON“ blinkt mit einer Frequenz von 1 Hz:
Batteriekapazität der DSK erschöpft
Der aktuelle Betriebszustand der DSK 20 wird über
Leuchtdioden an der DSK 20 angezeigt:
- Leuchtdioden leuchten grün bzw. gelb/grün:
DSK arbeitet ordnungsgemäß
- Leuchtdioden leuchten rot:
DSK nicht betriebsbereit
- Leuchtdioden blinken rot/gelb:
Fehler im Zusammenhang mit Speicherkarte
- Leuchtdioden leuchten gelb:
Initialisierungsphase bzw. MVB arbeitet nicht
ordnungsgemäß
Darüber hinaus wird bei ordnungsgemäßer Funktion der
DSK auf der Hilfsanzeige des Dateneinstellers der aktuelle
Füllgrad angezeigt.
Im Fall des fehlerhaften Betriebszustandes der DSK wird
die Art des Fehlers auf der Hilfsanzeige des
Dateneinstellers dargestellt. Falls die Anzeige "DSK" auf
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der Hilfsanzeige erscheint, ist die Verbindung zwischen
DSK und Dateneinsteller gestört.
(7) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (12) der
Richtlinie 483.0101:
Die manuelle Bremsüberbrückung ist je nach Bauform und
Ausführungsvariante entweder als PZB/LZB-
Luftabsperrhahn oder als PZB/LZB-Bremsüberbrückungs-
schalter ausgeführt.
Mit dem PZB/LZB-Luftabsperrhahn lässt sich die
Verbindung der pneumatischen Bremswirkgruppe zur
Hauptluftleitung unterbrechen.
Bei Betätigung des PZB/LZB-Bremsüberbrückungs-
schalters wird der Kontakt der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung in der Schnellbremsschleife des
Fahrzeugs überbrückt.
(8) Ergänzung zu Abschnitt 5 Absatz (13) der
Richtlinie 483.0101:
Der PZB-Hauptschalter befindet sich auf einer Schalttafel.
Bei einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung der Bauform
EBICab 2000 DES ist der PZB/LZB-Hauptschalter der
Leitungsschutzschalter mit der Bezeichnung „ATP“.
3 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 5
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 12 Absatz (2) der
Richtlinie 483.0101:
Der Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung ist einmal täglich in allen
Endführerräumen des Fahrzeugs durchzuführen. Er soll vor
der ersten Zugfahrt des Fahrzeugs durchgeführt werden.
Liegt die letzte Funktionsprüfung der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung mehr als 24 h zurück, wird dies
entweder mit der blinkenden Leuchtdiode "FUNK" am ZDE
oder mittels einer entsprechenden Meldung im
Fahrzeugdiagnosesystem angezeigt.
Vor Start eines Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung muss der Triebfahrzeugführer
sicherstellen, dass folgende Bedingungen erfüllt sind:
Manuelle
Bremsüber-
brückung
PZB/LZB-
Hauptschalter
Durchführung
der Funktions-
prüfung
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- Fahrzeug steht still
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung eingeschaltet
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv geschaltet
- Fahrzeug steht nicht in einem Bereich, in dem sich
größere Metallmassen unter dem aktiv geschalteten
Fahrzeugmagneten befinden können (wie z. B. auf
einer Schiebebühne, Drehscheibe oder Brücke)
- PZB nicht mit PZB-Störschalter abgeschaltet
- sofern vorhanden, Leitungsschutzschalter für den
ZDE eingeschaltet
- PZB/LZB-Luftabsperrhahn bzw. PZB/LZB-
Bremsüberbrückungsschalter geöffnet
- Bremssystem des Fahrzeugs funktionsbereit und
Bremseingriff nicht wirksam
- Hauptluftleitungs-Druck beträgt ca. 5 bar
Der Triebfahrzeugführer startet den Prüflauf zur
Funktionsprüfung der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung,
indem er
- kurzzeitig die Funktionsprüftaste „Prüfen Stör“ betätigt
bzw.
- auf der displaybasierten Anzeigeeinrichtung bzw. dem
maschinentechnischen Display im Menü „ZugBesy,
Prüfläufe“ die entsprechende Option auswählt.
Während des Prüflaufs zur Funktionsprüfung der PZB-
Fahrzeugeinrichtung muss der Triebfahrzeugführer
beobachten ob,
a) bei einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit MFA 7
oder MFA 20 alle LZB/PZB-Leuchtmelder bzw. bei
einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit
displaybasierten Führerraumanzeigen sechs bzw.
sieben PZB/LZB-Leuchtmelder aufleuchten und mind.
3 s lang blinken (Bildgruppe F1)
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Bildgruppe F1 Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung: Leuchtmelder-Prüfung
Führerraumanzeigen der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
mit MFA 7 oder MFA 20
MFA 7 MFA 20
Akustische Meldung: keine
Displaybasierte Führerraumanzeigen der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
mit Textmeldungen ohne Textmeldungen
Akustische Meldung: keine
b) beim Bremseingriff der Leuchtmelder "S" leuchtet, je
nach Ausführungsvariante zusätzlich der
Leuchtmelder "1000 Hz" blinkt und eine akustische
Anzeige erfolgt (Bildgruppe F2).
Hinweis: Hierbei werden die verschiedenen Wirkwege
für den Bremseingriff (LZB-Bremswirkgruppe, ggf.
Schnellbremsschleife, ggf. Schnellbremsventil, ggf.
Fahrzeugbus/Bremssteuergerät) nacheinander
geprüft. Bei jeder Prüfung eines Wirkweges (Ausgabe
einer PZB-Zwangsbremsung) kommt es zu einer
signifikanten Absenkung des Hauptluftleitungs-Drucks
(weniger als 2,5 bar). Vor jeder PZB-
Zwangsbremsung muss der Hauptluftleitungs-Druck
wieder auf mehr als 3 bar ansteigen, da sonst der
Prüflauf abgebrochen wird.
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Bildgruppe F2 Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung: Prüfung des Bremseingriffs
Führerraumanzeigen der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
mit MFA 7 oder MFA 20
MFA 7 MFA 20
Akustische Meldung: Hupe
Displaybasierte Führerraumanzeigen der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
mit Textmeldungen ohne Textmeldungen
Akustische Meldung: Hupe oder Sprachausgabe
Wenn auf dem Fahrzeug die Taste „HL füllen“
vorhanden ist, muss der Triebfahrzeugführer diese
Taste nach jeder Absenkung des Hauptluftleitungs-
Drucks innerhalb von 10 s betätigen.
Die erfolgenden PZB-Zwangsbremsungen darf der
Triebfahrzeugführer grundsätzlich nicht mittels
Betätigung des Führerbremsventils unterstützen.
Ausschließlich bei einem Fahrzeug mit
Führerbremsventil ohne Nachspeisesperre gilt
abweichend:
Sobald der Triebfahrzeugführer das Absinken des
Hauptluftleitungs-Drucks feststellt, muss er die PZB-
Zwangsbremsung mit dem Führerbremsventil
unterstützen.
c) nach etwa 10 s die Leuchtmelder "Ü" und "G" für 3 s
leuchten und die Schnarre ertönt (Bildgruppe F3)
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Bildgruppe F3 Prüflauf zur Funktionsprüfung der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung: LZB-Funktionsprüfung
Führerraumanzeigen der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
mit MFA 7 oder MFA 20
MFA 7 MFA 20
Akustische Meldung: Schnarre
Displaybasierte Führerraumanzeigen der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
mit Textmeldungen ohne Textmeldungen
Akustische Meldung: Schnarre
sowie ebenfalls für ca. 3 s die Anzeigen
- v
soll = 115 km/h,
- vziel = 120 km/h und
- Zielentfernung = 1200 m
ausgegeben werden.
In dieser Phase werden keine PZB-Leuchtmelder
(„55“, „70“ oder „85“ sowie „PZB“) ausgegeben.
Hinweis: Zwischen der Anzeige der Leuchtmelder „Ü“
und „G“ und der Anzeige v
soll, vziel und Zielentfernung
kann eine Zeitspanne von bis zu 30 s liegen.
d) nach Abschluss des Prüflaufs der Hauptluftleitungs-
Druck wieder auf einen Wert von 5 bar angestiegen ist
und einer der blauen PZB-Zugart-Leuchtmelder „85“,
„70“ oder „55“ Dauerlicht oder Blinklicht (in Verbindung
mit dem blinkenden Leuchtmelder „Prüfen Stör“ bei
einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit MFA 7 oder
MFA 20) zeigt.
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Die Funktionsprüfung gilt nur dann als bestanden, wenn der
Triebfahrzeugführer die oben aufgeführten Anzeigen bzw.
Zustände während bzw. nach dem Prüflauf zur
Funktionsprüfung der PZB-Fahrzeugeinrichtung
beobachten konnte. Andernfalls liegt eine technische
Unregelmäßigkeit bzw. Störung vor.
(2) Ergänzung zu Abschnitt 12 Absätze (9), (11) und (16) der
Richtlinie 483.0101:
Die Kontrolle der von der PZB-Fahrzeugeinrichtung noch
gespeicherten Zugdaten (Einstellwerte BRA und BRH) bzw.
die Eingabe der gültigen Zugdaten lässt sich bei einer
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit ZDE wie folgt
vornehmen:
1. Leuchtmelder-Taste „PM“ betätigen
2. alle Leuchtdioden und Leuchtmelder-Tasten blinken
und alle Leuchtziffern zeigen jeweils „8“
3. Leuchtmelder-Taste „ZD“ betätigen
4. die von der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung noch
gespeicherten Zugdaten (Einstellwerte BRA, BRH, ZL
und VMZ) erscheinen als Leuchtziffern
5. sofern erforderlich (angezeigte Einstellwerte BRA,
BRH, ZL und VMZ weichen von den gültigen ab),
gültige Einstellwerte BRA, BRH, ZL und VMZ gemäß
der für das führende Fahrzeug gültigen LZB-
Einstelltabelle mit den jeweiligen Daumenradschaltern
einstellen
Hinweis: Bei den Einstellwerten BRH, ZL und VMZ ist
die Einer-Dezimalstelle bereits fest mit Null
voreingestellt und daher nicht einzugeben.
6. Leuchtmelder-Taste „ZD“ zur Übernahme betätigen,
wenn die gemäß Nummer 5 eingestellten
Einstellwerte BRA, BRH, ZL und VMZ den gültigen
entsprechen
7. die von der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
übernommenen Zugdaten (Einstellwerte BRA, BRH,
ZL und VMZ) erscheinen als Leuchtziffern zur
Kontrolle
Hinweis: Bei bestimmten Fahrzeugen können die
Zugdaten, sofern bestimmte Werte am ZDE eingestellt sind,
alternativ durch gleichzeitiges Betätigen der Frei- und
Wachsamkeitstaste als Zugdaten übernommen werden.
Die Kontrolle der von der PZB-Fahrzeugeinrichtung noch
gespeicherten Zugdaten (Einstellwerte BRA und BRH) bzw.
die Eingabe der gültigen Zugdaten lässt sich bei einer
Eingabe der
gültigen
Zugdaten
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
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Gültig ab: 14.12.2025
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit softwaretechnischer
Dateneingabe-Schnittstelle wie folgt über die
displaybasierte Anzeigeeinrichtung bzw. das
maschinentechnische Display vornehmen:
1. Dateneingabe-Menü für die Zugdaten auswählen
2. die von der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung noch
gespeicherten Zugdaten (Einstellwerte BRA, BRH, ZL
und VMZ) werden angezeigt
3. sofern erforderlich (angezeigte Einstellwerte BRA,
BRH, ZL und VMZ weichen von den gültigen ab),
gültige Einstellwerte BRA, BRH, ZL und VMZ gemäß
der für das führende Fahrzeug gültigen LZB-
Einstelltabelle mit den von der displaybasierten
Anzeigeeinrichtung bzw. dem maschinentechnischen
Display vorgegebenen Menütasten einstellen
Hinweis: Bei den Einstellwerten BRH, ZL und VMZ ist
die Einer-Dezimalstelle bereits fest mit Null
voreingestellt und daher nicht einzugeben.
4. wenn die gemäß Nummer 3 eingestellten und
daraufhin angezeigten Einstellwerte BRA, BRH, ZL
und VMZ den gültigen entsprechen, Eingabe mit der
vom der displaybasierten Anzeigeeinrichtung bzw.
dem maschinentechnischen Display vorgegebenen
Menütaste bestätigen
5. die von der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
übernommenen Zugdaten (Einstellwerte BRA, BRH,
ZL und VMZ) werden zur Kontrolle angezeigt
6. die Wachsamkeitstaste betätigen, um die gemäß
Nummer 5 zur Kontrolle angezeigten Zugdaten zu
bestätigen
Der Triebfahrzeugführer kann die von der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung noch gespeicherten Zugdaten
(Einstellwerte BRA, BRH, ZL und VMZ) im Stillstand auch
auf dem MFA 7, MFA 20, der displaybasierten
Anzeigeeinrichtung bzw. dem maschinentechnischen
Display prüfen, indem er die Frei- und die
Wachsamkeitstaste gleichzeitig für ca. 1 s betätigt. Die von
der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung noch gespeicherten
Zugdaten (Einstellwerte BRA, BRH, ZL und VMZ) werden
hiernach wie folgt angezeigt:
- vsoll ≙ Einstellwert VMZ
- vziel ≙ Einstellwert BRH
- Zielentfernung 1. Ziffer ≙ BRA
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
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- Zielentfernung 2. ggf. bis 4. Ziffer ≙ ZL (abgerundet
auf ein Vielfaches von 100 m)
Während dieser Anzeige leuchtet nur der PZB-Zugart-
Leuchtmelder, welcher der eingestellten PZB-Zugart
entspricht. Bei LZB-Führung erlischt der Leuchtmelder "Ü".
Hinweise:
Diese Zugdatenanzeige dient zur Überprüfung der einge-
stellten Zugdaten beim Personalwechsel. Stimmen die
angezeigten Zugdaten nicht mit den gültigen überein, sind
diese am ZDE, der displaybasierten Anzeigeeinrichtung
bzw. dem maschinentechnischen Display zu berichtigen.
Bei bestimmten Fahrzeugen kann sich der
Triebfahrzeugführer die von der PZB/LZB-Fahrzeugein-
richtung gespeicherten Zugdaten auch während der Fahrt
auf der displaybasierten Anzeigeeinrichtung bzw. dem
maschinentechnischen Display über das Menü "ZugBesy"
anzeigen lassen. Darüber hinaus besteht dort bei
bestimmten Fahrzeugen auch die Möglichkeit, die LZB-
Einstelltabelle aufzurufen. Hierdurch ist der
Triebfahrzeugführer während der Fahrt in der Lage, zu
prüfen, ob die von der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
Zugdaten für die Weiterfahrt noch gültig sind oder nicht.
(3) Der Triebfahrzeugführer muss seine Triebfahrzeugführer-
Nummer grundsätzlich
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Übernahme des Fahrzeugs und
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungswechsel
am Dateneinsteller bzw. über die displaybasierte
Anzeigeeinrichtung bzw. das maschinentechnische Display
eingeben.
Lässt sich die Triebfahrzeugführer-Nummer aufgrund einer
Fehlfunktion der Dateneingabe-Schnittstelle nicht
eingeben, liegt eine technische Unregelmäßigkeit vor.
(4) Die Triebfahrzeugführer-Nummer lässt sich bei einer
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit Dateneinsteller
folgendermaßen eingeben:
1. Taste „Tf“ betätigen
2. auf der Hilfsanzeige erscheint „Tf“
3. Triebfahrzeugführer-Nummer sechsstellig mit den
Zifferntasten eingeben
Hinweis: Die Korrektur von Eingaben ist mit der
Taste „Lö“ möglich.
Pflicht zur
Eingabe der
Triebfahrzeug-
führer-Nummer
Eingabe der
Triebfahrzeug-
führer-Nummer
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4. Taste „ZD“ zur Übernahme betätigen
5. Bestätigung der Übernahme durch Dunkelschaltung
der Hauptanzeige für 1 s.
6. auf der Hauptanzeige erscheint die gemäß Nummer 3
eingegebene Triebfahrzeugführer-Nummer zur
Kontrolle
Die Triebfahrzeugführer-Nummer lässt sich bei einer
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit softwaretechnischer
Dateneingabe-Schnittstelle folgendermaßen über die
displaybasierte Anzeigeeinrichtung bzw. das
maschinentechnischen Display eingeben:
7. Dateneingabe-Menü für die Einstellwerte
„Triebfahrzeugführer-Nummer“ und „Zug-Nummer“
auswählen
Hinweis: Das Dateneingabe-Menü für die
Einstellwerte „Triebfahrzeugführer-Nummer“ und
„Zug-Nummer“ kann identisch mit dem Dateneingabe-
Menü für die Zugdaten sein.
8. Triebfahrzeugführer-Nummer mit den von der
displaybasierten Anzeigeeinrichtung bzw. dem
maschinentechnischen Display vorgegebenen
Menütasten einstellen
9. Eingabe mit der von der displaybasierten
Anzeigeeinrichtung bzw. dem maschinentechnischen
Display vorgegebenen Menütaste bestätigen
(5) Der Triebfahrzeugführer muss die Zug-Nummer
grundsätzlich
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Übernahme des Fahrzeugs,
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach Änderung der Zug-Nummer und
- vor der ersten Zugfahrt unter Überwachung der PZB
nach einem Führerraum- bzw. Fahrtrichtungswechsel
am Dateneinsteller bzw. über die displaybasierte
Anzeigeeinrichtung bzw. das maschinentechnische Display
eingeben.
Lässt sich die Zug-Nummer aufgrund einer Fehlfunktion der
Dateneingabe-Schnittstelle nicht eingeben, liegt eine
technische Unregelmäßigkeit vor.
(6) Die Zug-Nummer lässt sich bei einer PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung mit Dateneinsteller folgendermaßen
eingeben:
1. Taste „Zug“ betätigen
Pflicht zur
Eingabe der
Zug-Nummer
Eingabe der
Zug-Nummer
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2. auf der Hilfsanzeige erscheint „Zug“ und auf der
Hauptanzeige der von der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung noch gespeicherte Einstellwert
„Zug-Nummer“
3. Zug-Nummer
- mindestens zweistellig mit den Zifferntasten
eingeben oder
Hinweis: Bei einer einstelligen Zug-Nummer ist
eine führende Null einzugeben. Die Korrektur
von Eingaben ist mit der Taste „Lö“ möglich.
- ein Einstellwert „Zug-Nummer“ aus der
gespeicherten Liste durch wiederholtes
Betätigen der Taste „*“ auswählen
Hinweis: Die Auswahlliste enthält maximal 16
Einstellwerte für Zug-Nummern. Der aktuelle
ausgewählte Listenplatz wird auf der
Hilfsanzeige angezeigt. Die Korrektur von in der
Liste gespeicherten Einstellwerten für Zug-
Nummern ist mit der Taste „Lö“ möglich.
4. Taste „ZD“ zur Übernahme betätigen
5. Bestätigung der Übernahme durch Dunkelschaltung
der Hauptanzeige für 1 s.
6. auf der Hauptanzeige erscheint die gemäß Nummer 3
eingegebene Zug-Nummer zur Kontrolle
Die Zug-Nummer lässt sich bei einer PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung mit softwaretechnischer
Dateneingabe-Schnittstelle folgendermaßen über die
displaybasierte Anzeigeeinrichtung bzw. das
maschinentechnische Display eingeben:
7. Dateneingabe-Menü für die Einstellwerte
„Triebfahrzeugführer-Nummer“ und „Zug-Nummer“
auswählen
Hinweis: Das Dateneingabe-Menü für die
Einstellwerte „Triebfahrzeugführer-Nummer“ und
„Zug-Nummer“ kann identisch mit dem Dateneingabe-
Menü für die Zugdaten sein.
8. Zug-Nummer mit den von der displaybasierten
Anzeigeeinrichtung bzw. dem maschinentechnischen
Display vorgegebenen Menütasten einstellen
9. Eingabe mit der von der displaybasierten
Anzeigeeinrichtung bzw. dem maschinentechnischen
Display vorgegebenen Menütaste bestätigen
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(7) Bei einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit Dateneinsteller
muss der Triebfahrzeugführer vor Eingabe seiner
Triebfahrzeugführer-Nummer den Betriebszustand der
DSK prüfen. Der Triebfahrzeugführer muss dabei
kontrollieren, ob
- bei einer DSK 10 die Leuchtdiode „ON“ dauerhaft
leuchtet bzw. bei einer DSK 20 die Leuchtdioden grün
bzw. gelb/grün leuchten,
- die Einstellung für Datum und Uhrzeit korrekt ist und
- die Restkapazität des Fahrdatenspeichers noch
ausreichend ist.
Sind eine oder mehrere der oben aufgeführten
Bedingungen nicht erfüllt, ist die DSK fehlerhaft.
Der Triebfahrzeugführer kann sich die Datums- und
Uhrzeit-Einstellung der DSK sowie den aktuellen Füllgrad
des Fahrdatenspeichers wie folgt am Dateneinsteller
anzeigen lassen:
a) Datum
1. Taste „Info“ betätigen
2. auf der Hilfsanzeige erscheint „I D“ und auf der
Hauptanzeige das von der DSK verwendete
Datum
Hinweis: Die Einstellung des Datums kann durch den
Triebfahrzeugführer nicht verändert werden.
b) Uhrzeit
1. Taste „Info“ zwei Mal nacheinander betätigen
2. auf der Hilfsanzeige erscheint „I Z“ und auf der
Hauptanzeige die von der DSK aktuelle
verwendete Uhrzeit
Hinweis: Die Einstellung der Uhrzeit kann durch den
Triebfahrzeugführer nicht verändert werden.
c) Füllgrad des Fahrdatenspeichers
1. Taste „Info“ drei Mal nacheinander betätigen
2. auf der Hilfsanzeige erscheint „I F“ und auf der
Hauptanzeige der aktuelle Füllgrad des
Fahrdatenspeichers in Prozent (z. B. „35 %“)
Hinweis: Wenn der Kurzwegspeicher gesperrt ist, so
erscheint auf der Hilfsanzeige „KKKK“ im Wechsel mit
dem Füllgrad.
Betriebszustand
der DSK prüfen
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Beträgt der aktuelle Füllgrad des Fahrdatenspeichers 80 %
oder mehr muss der Triebfahrzeugführer dies der
auftraggebenden Stelle melden.
(8) Nach Unfällen oder auf besondere Weisung (z. B. des
Eisenbahn-Bundesamtes oder der Bundespolizei) muss
der Triebfahrzeugführer den Kurzwegspeicher der DSK
sperren, sofern das Auslesen der Fahrdaten nicht sofort
möglich ist.
Der Kurzwegspeicher der DSK lässt sich bei einer
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit Dateneinsteller wie folgt
sperren:
1. Taste „K“ betätigen
2. auf der Hilfsanzeige erscheint „3456“
3. die Prüfnummer „3456“ mit den Zifferntasten eingeben
Hinweis: Die Korrektur von Eingaben ist mit der
Taste „Lö“ möglich.
4. Taste „ZD“ zur Übernahme betätigen
5. Bestätigung der Übernahme durch Dunkelschaltung
der Hauptanzeige für 1 s.
6. gesperrter Kurzwegspeicher wird auf der Hilfsanzeige
mit „KKKK“ angezeigt
Hinweis: Durch das Sperren des Kurzwegspeichers werden
detaillierte Fahrtaufzeichnungen vor und während des
Ereignisses in einem besonderen Speicherbereich des
Fahrtenschreibers für die spätere Auswertung gesichert.
Der Triebfahrzeugführer muss den Zeitpunkt der Sperrung
des Kurzwegspeichers mittels eines auf dem Fahrzeug
verbleibenden schriftlichen Vermerks dokumentieren.
Der schriftliche Vermerk muss
- das Identifikationsmerkmal des Triebfahrzeugführers,
- das Datum und die Uhrzeit der Sperrung sowie
- den Anlass für die Sperrung
enthalten.
Der Kurzwegspeicher darf nur von autorisiertem
Fachpersonal wieder entsperrt werden, nachdem die
Fahrdaten ausgelesen worden sind.
(9) Ein nicht für den Betrieb unter LZB-Führung ausgebildeter
Triebfahrzeugführer, der auf einem Fahrzeug mit einer
PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung eingesetzt wird, darf eine
LZB-Strecke nur befahren, wenn er vorher die LZB-
Kurzweg-
speicher
sperren/
entsperren
Fehlende
Berechtigung
zum Fahren
unter LZB-
Führung
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Seite 25
Gültig ab: 14.12.2025
Funktionalität der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit dem
LZB-Störschalter abgeschaltet hat.
Bei Beendigung seines Einsatzes auf einem Fahrzeug mit
einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung muss der nicht für den
Betrieb unter LZB-Führung ausgebildete Trieb-
fahrzeugführer die LZB-Funktionalität der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung wieder mittels LZB-Störschalter
einschalten und erneut die Zugdaten eingeben.
4 Umsetzungsbeispiele für ausgewählte
Ausführungsbestimmungen in Abschnitt 7
der Richtlinie 483.0100
(1) Ergänzung zu Abschnitt 15 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101:
Die Vorgabe in Abschnitt 15 Absatz (5) der
Richtlinie 483.0101 sowie Anhang 483.0101A05 gelten
nicht. Stattdessen gilt:
Für bestimmte Fälle von technischen Unregelmäßigkeiten
und Störungen sind Vorgaben zu Abhilfemaßnahmen oder
die Beschreibung der Auswirkungen in den Tabellen 3 und
4 enthalten.
Die möglichen Abhilfemaßnahmen und Auswirkungen sind
in den Tabellen 3 und 4 stellvertretend mittels Nummern
und Buchstaben kodiert. Die Tabellen 5 bis 8 enthalten die
Erklärungen für die in den Tabellen 3 und 4 aufgeführten
Nummern und Buchstaben.
Abhilfe-
maßnahmen bei
bzw. Aus-
wirkungen von
bestimmten
technischen
Unregel-
mäßigkeiten
bzw. Störungen
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Unregelmäßigkeit / Störung
Abhilfemaßnahmen (1 bis 20) und
Auswirkungen (A bis D)
Erste Abhilfe-
maßnahmen Falls erfolglos Falls wiederum
erfolglos
Funktionsprüfung: Führerraumanzeigen nicht in
Ordnung 5, 6, 8 17, 8, 19, C 3, 4, A, 18, 19, D
Funktionsprüfung: PZB-Zwangsbremsung erfolgt
nicht 5, 6, 9 5, 7, A, 18, 19, D
Zu erwartende PZB-Zwangsbremsung erfolgt
nicht 5, 6, 9 12 5, 7, A, 18, 19, D
PZB-Zwangsbremsung sofort nach Aktivschalten,
welche sich nicht lösen lässt 1, 2 5, 6, 8 5, 7, A, 18, 19, D
PZB-Zwangsbremsung lässt sich nicht lösen 1, 2 5, 6, 8 5, 7, A, 18, 19, D
PZB-Zwangsbremsung aus unbekanntem Grund 18, 19, D
Wiederholte PZB-Zwangsbremsung aus
unbekanntem Grund 15, 5, 6, 9 3, A, 18, 19, D 5, 7, A, D
PZB/LZB-Hauptschalter ausgelöst 6, 8 5, 7, A, 18, 19, D
Keinerlei Führerraumanzeigen und ggf. PZB-
Zwangsbremsung 9 17, 5, 6, 8 5, 7, A, 18, 19, D
Fehlfunktion der displaybasierten
Führerraumanzeigen 17, 19, C 5, 6, 9 3, 4, A, 18, 19, D
Leuchtmelder „Befehl 40“ blinkt nach dem
Aktivschalten 10, C 5, 7, A, 18, D
Leuchtmelder „Befehl 40“ blinkt nach dem
Anhalten 11 5, 7, A, 18, D
Nur bei PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit
displaybasierten Führerraumanzeigen:
Leuchtmelder „PZB“ leuchtet nicht und keine
PZB-Zwangsbremsung wirksam
17, 19, C 5, 6, 9 3, A, 18, 19, D
PZB-Zugart-Leuchtmelder leuchtet nicht und
keine PZB-Zwangsbremsung wirksam 17, 19, C 5, 6, 9 3, A, 18, 19, D
Anzeige der PZB-Zugart wechselt während der
Fahrt 5, 6, 9 3, A, 18, 19, D
Leuchtmelder „1000 Hz“, „500 Hz“ oder
„Befehl 40“ wird bei zu erwartender
streckenseitiger Beeinflussung nicht angezeigt
5, 6, 9 12
17, 5, 6, 8
Wenn ebenfalls
erfolglos: C, 19,
D
PZB/LZB-Bedientaste[n] unwirksam 15, 5, 6, 8 16, C, 19, D 3, 4, A, 18, 19, D
Tabelle 3: Umgang mit Unregelmäßigkeiten/Störungen
der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung Teil 1
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
zur PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
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Seite 27
Gültig ab: 14.12.2025
Unregelmäßigkeit/ Störung
Abhilfemaßnahmen (1 bis 20) und
Auswirkungen (A bis D)
Erste Abhilfe-
maßnahmen Falls erfolglos Falls wiederum
erfolglos
Nur bei PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit MFA 7
oder MFA 20:
Leuchtmelder „1000 Hz“ blinkt ständig, PZB-
Zugart-Leuchtmelder ist dunkel und ggf. PZB-
Zwangsbremsung
9 B, 5, 6
18, 19, D
Wenn ebenfalls
erfolglos:
5, 7, A, 18, 19, D
Nur bei PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit
displaybasierten Führerraumanzeigen:
Anzeige der Textmeldungen „PZB-Störung“ oder
„PZB-Störbetrieb aktiv“ und ggf. PZB-
Zwangsbremsung
B, 5, 6, 9 B, 18, 19, D 5, 7, A, 18, 19, D
Keinerlei akustische Meldungen 5, 6, 8 C, 19, D
Nur bei PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit
displaybasierten Führerraumanzeigen:
Anzeige der Textmeldung „PZB-Luftabsperrhahn
zu“ bzw. „PZB-Bremsüberbrückung“
5, 6, 9 5, 7, A, 18, 19, D
Nur bei PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit MFA 7
oder MFA 20:
Anzeige einer Störungssammelmeldung
(Leuchtmelder „Prüfen Stör“ leuchtet) oder einer
spezifischen Störungsmeldung
5, 6, 9 C, 19, D
Die gültigen Zugdaten können nicht eingegeben
werden (Fehlfunktion der Dateneingabe-
Schnittstelle)
13, C, 19, D 3, A, 18, 19, D
Die weiteren Daten für die Fahrtenregistrierung
(Triebfahrzeugführer-Nummer und Zug-Nummer)
können nicht eingegeben werden
14
DSK fehlerhaft C, 19, D
PZB-Störschalter unwirksam 5, 7, A, 18,
19, D
Tabelle 4: Umgang mit Unregelmäßigkeiten/Störungen
der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung Teil 2
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
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Gültig ab: 14.12.2025
Nr. Abhilfemaßnahmen
1
Prüfen, ob Dauerbeeinflussung erfolgt (der Fahrzeugmagnet des Fahrzeugs befindet sich über
einem Gleismagneten oder über einem Weichenherzstück, hoch liegenden Bauteilen auf einer
Brücke, einer Drehscheibe, einer Schiebebühne o. Ä.)
2
Nur, wenn Dauerbeeinflussung gemäß Nr. 1 festgestellt wurde:
-Betriebsleitende Stelle verständigen
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Hauptschalter ausschalten
- PZB/LZB-Luftabsperrhahn schließen bzw. PZB/LZB-Bremsüberbrückungsschalter betätigen
- Fahrzeug aus dem Bereich der Dauerbeeinflussung herausfahren
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB/LZB-Hauptschalter einschalten
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv schalten
- PZB/LZB-Luftabsperrhahn öffnen bzw. PZB/LZB-Bremsüberbrückungsschalter in Grundstellung
bringen
- Funktionsprüfung durchführen
- Gültige Zugdaten eingeben
3 PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB-Störschalter abschalten
4 PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit LZB-Störschalter abschalten
5
-Hauptschalter des Fahrzeugs ausschalten
-Stromabnehmer senken
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung inaktiv schalten
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB/LZB-Hauptschalter ausschalten
6
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mindestens 10 s ausgeschaltet lassen
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB/LZB-Hauptschalter einschalten
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv schalten
- Stromabnehmer heben
-Hauptschalter des Fahrzeugs einschalten
- Gültige Zugdaten eingeben
7 PZB/LZB-Luftabsperrhahn schlie ßen bzw. PZB/LZB-Bremsüberbrückungsschalter betätigen
8 Funktionsprüfung durchführen
Tabelle 5: Beschreibung der Maßnahmenkodierungen
Teil 1
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
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Gültig ab: 14.12.2025
Nr. Abhilfemaßnahmen
9
- Überprüfen, ob PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung aktiv geschaltet
- Helligkeitsregelung für die Führerraumanzeigen auf Maximum einstellen
- Alle Leitungsschutzschalter und sonstigen Schalter der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung (sofern
vorhanden, inkl. derjenigen für den ZDE bzw. die displaybasierte Anzeigeeinrichtung bzw. das
maschinentechnische Display) überprüfen und in Grundstellung bringen
- Überprüfen, ob der PZB/LZB-Luftabsperrhahn geöffnet bzw. der PZB/LZB-
Bremsüberbrückungsschalter in Grundstellung ist und der Bremseingriff der PZB/LZB-
Fahrzeugeinrichtung ordnungsgemäß funktioniert
- Funktionsprüfung durchführen
Bei einer PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit MFA 7 oder MFA 20 gilt: Leuchtmelder, die bei der
Funktionsprüfung nicht aufleuchten, sind gestört
10
- Nur beim Aktivschalten der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung außerhalb des
Linienleiterschleifenbereichs:
Befehlstaste bedienen bis Leuchtmelder „Befehl 40“ dauerhaft leuchtet; Fahrt mit max. 40 km/h
fortsetzen bis Leuchtmelder „Befehl 40“ nach 50 m erloschen ist
- In allen anderen Fällen: siehe Richtlinie 483.0202
11
- Betriebsleitende Stelle verständigen
- Befehlstaste bedienen bis Leuchtmelder „Befehl 40“ dauerhaft leuchtet
- Fahrt mit max. 40 km/h fortsetzen bis Leuchtmelder „Befehl 40“ nach 50 m erloschen ist
12
Wenn Funktionsprüfung der PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung bestanden und keine weitere
Störungsmeldung angezeigt: betriebsleitende Stelle über vermutlich gestörte PZB-
Streckeneinrichtung verständigen
13
- Wenn vorhanden, Stromversorgung des ZDE bzw. die displaybasierte Anzeigeeinrichtung bzw.
das maschinentechnische Display für mehr als 30 s unterbrechen und dann wieder
einschalten, ansonsten PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit PZB/LZB-Hauptschalter für mehr als
30 s ausschalten und dann wieder einschalten
- Wenn möglich:
Ersatzzugdaten gemäß Vorgaben der LZB-Einstelltabelle laden und diesbezügliche in der LZB-
Einstelltabelle enthaltene Hinweise beachten
-Für mindestens 12 s und höchstens 18 s Fahrtrichtung „Rückwärts“ einstellen und
anschließend PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung wieder aktiv schalten
Tabelle 6: Beschreibung der Maßnahmenkodierungen -
Teil 2
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
Beispiele für bauformspezifische Unternehmensvorgaben
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Seite 30
Gültig ab: 14.12.2025
Nr. Abhilfemaßnahmen
14
Folgende Angaben schriftlich vermerken und bei nächster Gelegenheit der auftraggebenden
Stelle übermitteln:
- Identifikationsmerkmal des Triebfahrzeugführers
- Zug-Nummer[n], unter denen der Triebfahrzeugführer Zugfahrten durchgeführt hat
- Ort/Betriebsstelle, Datum und Uhrzeit der Übergabe des Fahrzeugs
- Ort/Betriebsstelle, Datum und Uhrzeit des Einsatzendes auf dem Fahrzeug
15 PZB/LZB-Bedientaste[n] mehrfach betätigen und in Grundstellung bringen
16 Wenn vorhanden, andere PZB/LZB-Bedi entaste[n] im Führerraum benutzen
17 Sofern vorhanden, auf redundante Anzeigeeinrichtung umschalten
18 Betriebsleitende Stelle verständigen
19 Auftraggebende Stellen verständigen
Tabelle 7: Beschreibung der Maßnahmenkodierungen -
Teil 3
Auswirkung/Folge
A PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit höchstens 50 km/h
B
PZB-Störbetrieb automatisch aktiviert; PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung ist gestört; Weiterfahrt mit
höchstens 50 km/h, solange PZB-Störbetrieb aktiv; wenn PZB-Zugart-Leuchtmelder wieder
leuchtet (PZB-Störbetrieb automatisch deaktiviert), ist die Weiterfahrt ohne Einschränkung
möglich
C Fahrt kann ohne weitere Einschränkung durchgeführt werden
D Fahrt gemäß Anweisung der auftraggebenden Stellen fortsetzen bzw. beenden
Tabelle 8: Beschreibung der Auswirkungskodierungen
(2) Ergänzung zu Abschnitt 15 Absatz (8) der
Richtlinie 483.0101:
Wenn sich der Fahrzeugmagnet des Fahrzeugs
- beim Aktivschalten der PZB-Fahrzeugeinrichtung
oder
- bei einem Halt mit aktiv geschalteter PZB-
Fahrzeugeinrichtung
über einem wirksam geschalteten Gleismagneten befindet,
kommt es zu einer Dauerbeeinflussung.
In Tabelle 10 sind die möglichen Fälle von
Dauerbeeinflussung, deren Folgen und die ggf.
erforderlichen Abhilfemaßnahmen aufgeführt.
Umgang mit
Dauerbeein-
flussungen
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
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zur PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
483.0100Z13
Seite 31
Gültig ab: 14.12.2025
Dauer-
beeinflussung
durch
Folge Abhilfemaßnahmen
GM 2000 Hz wiederholt PZB-
Zwangsbremsungen
- Betriebsleitende Stelle
verständigen
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
inaktiv schalten
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit
PZB/LZB-Hauptschalter
ausschalten
- PZB/LZB-Luftabsperrhahn
schließen bzw. PZB/LZB-
Bremsüberbrückungsschalter
betätigen
- Fahrzeug aus dem Bereich der
Dauerbeeinflussung herausfahren
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung mit
PZB/LZB-Hauptschalter
einschalten
- PZB/LZB-Fahrzeugeinrichtung
aktiv schalten
- PZB/LZB-Luftabsperrhahn öffnen
bzw. PZB/LZB-
Bremsüberbrückungsschalter in
Grundstellung bringen
- Funktionsprüfung durchführen
- Gültige Zugdaten eingeben
GM 1000 Hz wiederholt PZB-
Zwangsbremsungen
GM 500 Hz 500-Hz-Überwachung wird
aktiviert und wirksam
- Keine Abhilfemaßnahmen
erforderlich
- Reguläre Weiterfahrt ist möglich
Tabelle 9: Umgang mit Dauerbeeinflussungen