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||
Richtlinie
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
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Punktförmige Datenübertragungssysteme
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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483.0305
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Seite 1
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Fachautor: I.NDT 3232; Patrick Hoffmeister; Tel.: +49 15232188660 Gültig ab 15.12.2024
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Diese Ril gliedert sich wie folgt:
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1 Geltungsbereich 2
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2 Aufgabe 2
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3 Aufbau 3
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4 Wirkungsweise 4
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5 Betriebs- und Systemzustände 5
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6 Überwachungsfunktionen 13
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7 Zwangsbremsausgaben 16
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8 Geschwindigkeitsüberwachung 19
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9 Anzeigen und Bedienelemente 21
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10 Vorbereitung zur Fahrt 29
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11 Fahrt 32
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12 Beenden der Fahrt 39
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13 Unregelmäßigkeiten 39
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||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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Gültig ab 15.12.2024
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Geltungsbereich
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||
Diese Richtlinie gilt für alle Fahrzeuge, die mit dem
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS) ausgerüs-
|
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tet sind.
|
||
Aufgabe
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||
Das ZBS ist ein verdeckt arbeitendes Zugbeeinflussungs-
|
||
system mit kontinuierlich wirkender Geschwindigkeitsüber-
|
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wachung für
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||
- Zugfahrten
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||
- Rangierfahrten
|
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sowie in eingeschränkter Form für
|
||
- Fahrten ohne Haupt- und Rangiersignalbedienung
|
||
Es befreit nicht von der Beobachtung der St recke und der
|
||
Signale.
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||
Folgende grundsätzliche Aufgaben werden durch das ZBS
|
||
realisiert:
|
||
- Überwachen der zulässigen Geschwindigkeit
|
||
- Überwachen der Halt gebietenden Signale
|
||
- Überwachen von unzulässigen Fahrzeugbewegungen
|
||
- Überwachen des Abfahrens der Zuglänge
|
||
Dabei berücksichtigt die Überwachung der zulässigen Ge-
|
||
schwindigkeit die
|
||
- zulässige Fahrzeughöchstgeschwindigkeit
|
||
- zulässige Streckengeschwindigkeit
|
||
- ab Hauptsignal geltenden Geschwindigkeit
|
||
- Geschwindigkeit für Fahrten ohne Haupt - bzw. Ran-
|
||
giersignalbedienung
|
||
- Geschwindigkeitsbeschränkungen
|
||
- Geschwindigkeitswechsel und vorübergehende Lang-
|
||
samfahrstellen
|
||
- Geschwindigkeit bei gestörtem Bahnübergang
|
||
- Rangiergeschwindigkeit
|
||
Bezüglich der Halt gebietenden Signale verhindert das ZBS
|
||
technisch bedingt das Erreichen des dahinter liegenden
|
||
Gefahrenpunktes. Die unzulässige Vorbeifahrt am Signal
|
||
selbst wird nicht verhindert.
|
||
Geltungsbereich
|
||
Aufgabe
|
||
Zusätzliche
|
||
Funktionen
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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Gültig ab 15.12.2024
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Systemreaktion bei Konflikten mit den Überwachungsfunk-
|
||
tionen sind akustische Warnungen oder die Zwangsbrem-
|
||
sung.
|
||
Aufbau
|
||
Die ZBS -Streckeneinrichtung besteht aus Datenpunkten
|
||
(Eurobalisen) und den LEU (Lineside Electronic Units).
|
||
Die Datenpunkte dienen der Informationsübertragung von
|
||
der Strecke zum Fahrzeug. Sie sind mittig im Gleis ange-
|
||
ordnet und übertragen Strecken - und Signalinformationen
|
||
in Datentelegrammen.
|
||
Datenpunkte können aus einer einzelnen Eurobalise oder
|
||
aus zwei zusammengehörenden Eurobalisen bestehen.
|
||
Dabei wird die erste Eurobalise immer Markierungsbalise
|
||
genannt. Eine ggf. vorkommende zweite Balise wird Infor-
|
||
mationsbalise genannt.
|
||
Die Eurobalisen können entweder mit einen Standar dtele-
|
||
gram fest programmiert sein (Festdatenbalise) oder signal-
|
||
und/oder weichenlageabhängig veränderliche Telegramme
|
||
senden (steuerbare Balise). Die steuerbaren Balisen sind
|
||
über die LEU und ggf. den Weichenstellteilen des Stell-
|
||
werks mit dem Signal verbunden.
|
||
Datenpunkte sind in der Regel in Fahrtrichtung untereinan-
|
||
der verkettet. Verkettete Daten# punkte übermitteln dem
|
||
Fahrzeug Entfernung und Bezeichnung des folgenden Da-
|
||
tenpunktes. Diese Informationen werden von der Fahrzeu-
|
||
geinrichtung im Fahrtverlauf zusätzlich überwacht.
|
||
Unverkettete Datenpunkte übermitteln keine Informationen
|
||
zu den nachfolgenden Datenpunkten.
|
||
Die LEU stellen die Verbindung zwischen Vor -, Haupt -,
|
||
Rangier- oder Überwachungssignal und Datenpunkt her.
|
||
Sie dienen der Übergabe der Signalinformation entspre-
|
||
chend des anstehenden Signalbegriffs an die Datenpunkte.
|
||
Die LEU sind dazu in unmittelbarer Nähe zum Signal ange-
|
||
bracht.
|
||
|
||
Streckeneinrich-
|
||
tung
|
||
Datenpunkte
|
||
Datenpunkteigen-
|
||
schaften
|
||
Datenpunktver-
|
||
kettung
|
||
LEU
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
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Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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Gültig ab 15.12.2024
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Die ZBS -Fahrzeugeinrichtung besteht aus einem ZBS -
|
||
Fahrzeuggerät mit folgenden peripheren Komponenten:
|
||
- einer Balisenantenne
|
||
- Sensoren für die Wegmessung
|
||
- einer Anzeige- und Bedieneinrichtung
|
||
- den Tastern „Frei“ und „Befehl“
|
||
- einer Sprachausgabe
|
||
- einem Datenrecorder
|
||
- einem Zugdateneinsteller
|
||
- einem ZBS-Überbrückungsschalter
|
||
- mehreren Leitungsschutzschaltern
|
||
Wirkungsweise
|
||
Die Informationsübertragung in Form von Datentelegram-
|
||
men erfolgt zwischen Strecke und ZBS-Fahrzeuggerät über
|
||
die Datenpunkte und die Balisenantenne zum ZBS -Fahr-
|
||
zeuggerät. Dabei werden beim Befahren der Datenpunkte
|
||
ausschließlich Inf ormationen von der Strecke zum ZBS -
|
||
Fahrzeuggerät übertragen.
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät verarbeitet Datentelegramme nur
|
||
bei Vorwärtsbewegung. Dabei setzt es die Informationen
|
||
entsprechend der aktuellen Betriebszustände in Überwa-
|
||
chungsfunktionen um.
|
||
In Abhängigkeit von Betriebszustand und Überwachungs-
|
||
funktion werden Informationen durch die ZBS -Fahrzeugei-
|
||
nrichtung an den Triebfahrzeugführer ausgegeben. Hierzu
|
||
zählen Geschwindigkeitsanzeigen, Sprachausgaben,
|
||
Leuchtmelderanzeigen und Betriebszustandsanzeigen.
|
||
Bedienhandlungen durch den Triebfahrzeugführer an den
|
||
ZBS-relevanten Bedienelementen können Betriebszu-
|
||
stände und Überwachungsfunktionen beeinflussen.
|
||
Da die Übertragung zwischen Strecke und Fahrzeug aus-
|
||
schließlich an den O rten der Datenpunkte erfolgt, werden
|
||
die Überwachungsfunktionen sowie die sich daraus erge-
|
||
benen Informationen an den Triebfahrzeugführer auch nur
|
||
an diesen Orten aktualisiert („punkförmige Zugbeeinflus-
|
||
sung“).
|
||
|
||
Fahrzeugein-
|
||
richtung
|
||
Informations-
|
||
übertragung
|
||
Verarbeitung im
|
||
Fahrzeug
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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Aus den Informat ionen der Datenpunkte (Streckendaten)
|
||
ermittelt das ZBS-Fahrzeuggerät entsprechend des jeweili-
|
||
gen Betriebszustandes die Überwachungsgeschwindigkeit
|
||
(die zulässige und kontinuierlich überwachte Geschwindig-
|
||
keit).
|
||
Sicherheitsreaktion des ZBS-Fahrzeuggerätes ist die ZBS-
|
||
Zwangsbremsung. Diese wird über einen Eingriff in die
|
||
Bremsleitung des Triebfahrzeugs realisiert. Zusätzlich kann
|
||
separat eine Antriebsabschaltung bewirkt werden.
|
||
In Abhängigkeit von Betriebszustand und Überwachungs-
|
||
funktion können eine akustische Warnung und die ZBS -
|
||
Zwangsbremsung in einem definierten Abstand zur Über-
|
||
wachungsgeschwindigkeit erfolgen.
|
||
Bild 1: Übersicht zur Strecken- und Fahrzeugeinrichtung -
|
||
Beispiel
|
||
|
||
|
||
Betriebs- und Systemzustände
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät wird in Betriebs - und Systemzu-
|
||
ständen betrieben.
|
||
Übergänge zwischen den Betriebszuständen erfolgen in
|
||
der Regel durch Informationen aus einem Datenpunkt
|
||
(u. U. unter Mitwirkung des Triebfahrzeugführers) oder bei
|
||
Verlust der Streckendaten (z.B. durch eine entsprechende
|
||
Sicherheitsreaktion oder eine Datenpunktstörung).
|
||
Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit
|
||
Sicherheits-
|
||
reaktion
|
||
Allgemein
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
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Punktförmige Datenübertragungssysteme
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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Gültig ab 15.12.2024
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Die Systemzustände stellen sich nach entsprechender Be-
|
||
dienung des ZBS -Fahrzeuggerätes durch den Triebfahr-
|
||
zeugführer oder automatisch als Ergebnis der internen
|
||
Funktionsüberwachung ein.
|
||
Das ZBS -Fahrzeuggerät kann folgende Betriebszustände
|
||
einnehmen:
|
||
- Bereitschaft B oder X,
|
||
für Fahrten ohne Streckendaten z.B. nach dem Ein-
|
||
schalten des ZBS-Fahrzeuggerätes (Bereitschaft B)
|
||
oder für Fahrten im Netz der Berliner S -Bahn ohne
|
||
ZBS-Streckeneinrichtungen (Bereitschaft X).
|
||
- Zugfahrt
|
||
für Zugfahrten unter kontinuierlicher Überwachung.
|
||
- Rangierfahrt
|
||
für Rangierfahrten
|
||
- Befehlsfahrt Z oder R,
|
||
für Zugfahrten ohne Signalbedienung (Befehlsfahrt Z)
|
||
oder für Rangierfahrten ohne S ignalbedienung (Be-
|
||
fehlsfahrt R)
|
||
Das ZBS -Fahrzeuggerät kann folgende Systemzustände
|
||
einnehmen:
|
||
- Selbsthaltung,
|
||
zur Beschleunigung des Einschaltvorgangs
|
||
- Test,
|
||
für die Durchführung einer internen Überprüfung der
|
||
Funktionssicherheit
|
||
- Störbetrieb,
|
||
für den Ausfall sicherheitsrelevanter Funktionen
|
||
oder bei Überbrückung der Zugbeeinflussung durch
|
||
den Triebfahrzeugführer
|
||
|
||
Betriebszu-
|
||
stände -
|
||
Übersicht
|
||
Systemzustände
|
||
- Übersicht
|
||
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||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
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Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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Verfügt das ZBS-Fahrzeuggerät nicht über Streckendaten,
|
||
wird der Betriebszustand „Bereitschaft B“ eingenommen.
|
||
Dieser Zustand besteht unmittelbar nach dem Einschalten
|
||
oder wenn Streckendaten funktionsbedingt gelöscht wur-
|
||
den:
|
||
- nach dem Einschalten des ZBS -Fahrzeuggerätes,
|
||
wenn der Systemzustand „Test“ erfolgreich durchlau-
|
||
fen wurde
|
||
- nach dem Aufschließen des Fahrschalters (Führerpult
|
||
aktivieren) im Systemzustand „Selbsthaltung“, wenn
|
||
die Streckendaten zwischenzeitlich gelöscht wurden
|
||
(siehe Abschnitt 10 (2))
|
||
- nach dem Aufschließen des Fahrschalters im System-
|
||
zustand „Selbsthaltung“, wenn die Streckendaten zwi-
|
||
schenzeitlich durch die Rollüberwachung gelöscht
|
||
wurden (siehe Abschnitt 6 (5))
|
||
- nach Vorbeifahrt an einem gestörten Datenpunkt,
|
||
wenn dazu (zulässig) die Bedienung des Tasters „Be-
|
||
fehl“ vorgenommen wurde
|
||
Die Überwachungsgeschwindigkeit im Betrieb szustand
|
||
„Bereitschaft B“ beträgt 25 km/h.
|
||
Im Betriebszustand „Zugfahrt“ verfügt das ZBS über die not-
|
||
wendigen Streckendaten, um die Ist -Geschwindigkeit kon-
|
||
tinuierlich und wegabhängig zu überwachen. Alle Überwa-
|
||
chungsaufgaben werde n vollumfänglich ausgeführt. Der
|
||
Leuchtmelder „Ü“ leuchtet.
|
||
Der Übergang in den Betriebszustand „Zugfahrt“ erfolgt un-
|
||
ter folgenden Bedingungen:
|
||
- Bei Vorbeifahrt an einem Hauptsignal, das einen
|
||
Fahrtbegriff für eine Zugfahrt zeigt
|
||
- Nach Vorbeifahrt an einem Vorsignal, das im reinen
|
||
Zugfahrt-Bereich aufgestellt ist
|
||
- Im Bereich von Bahnsteigen oder
|
||
- Vor dem Beginn eines Streckenabschnitts mit ZBS -
|
||
Ausrüstung
|
||
Durch die Betriebszustandsanzeigen werden die betriebli-
|
||
chen Regelungen für Zug- und Rangierfahrten weder er-
|
||
setzt noch ungültig.
|
||
|
||
Betriebszustand
|
||
„Bereitschaft B“
|
||
Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit
|
||
Betriebszustand
|
||
„Zugfahrt“
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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|
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Die Überwachungsgeschwindigkeit im Betriebszustand
|
||
„Zugfahrt“ entspricht
|
||
- wenn die Geschwindigkeit am Ort nicht signalbedingt
|
||
vermindert werden muss (statische Überwachung) der
|
||
zulässigen Geschwindigkeit.
|
||
wenn die Geschwindigkeit am Ort signalbedingt ver-
|
||
mindert werden muss (statische Überwachung) der
|
||
signalisierten Geschwindigkeit.
|
||
- wenn die Geschwindigkeit am Ort signalbedingt ver-
|
||
mindert werden muss (dynamis che Überwachung)
|
||
dem Verlauf einer Zwangsbremsung auf das Ziel der
|
||
(vor-)signalisierten Geschwindigkeit (Zielgeschwindig-
|
||
keit größer Null).
|
||
- wenn die Geschwindigkeit am Ort signalbedingt auf
|
||
ein Haltsignal vermindert werden muss (dynamische
|
||
Überwachung) dem Verlauf einer Zwangsbremsung
|
||
auf ein Ziel hinter dem Haltsignal und vor dem Gefah-
|
||
renpunkt (Zielgeschwindigkeit gleich Null).
|
||
- wenn am Haltsignal vorbeigefahren werden soll oder,
|
||
wenn das Signal zwischenzeitlich in Fahrtstellung ge-
|
||
wechselt ha t, am Signal der Geschwindigkeit einer
|
||
Zwangsbremsung auf ein Ziel hinter dem Signal und
|
||
vor dem Gefahrenpunkt (Freigabegeschwindigkeit).
|
||
Im Betriebszustand „Rangierfahrt“ werden dem ZBS -Fahr-
|
||
zeuggerät keine Verkettungsinformationen übermittelt.
|
||
Überwacht wird eine statische Überwachungsgeschwindig-
|
||
keit, die am jeweiligen Datenpunkt wirksam wird sowie die
|
||
Vorbeifahrt an einem Haltsignal. Der Le uchtmelder „Ü“
|
||
leuchtet.
|
||
Der Übergang in den Betriebszustand „Rangierfahrt“ erfolgt
|
||
unter folgenden Bedingungen:
|
||
- nach Vorbeifahrt an einem Hauptsignal, das einen
|
||
Fahrtbegriff für eine Rangierfahrt zeigt
|
||
- nach Vorbeifahrt an einem Sperrsignal, das einen
|
||
Fahrtbegriff für eine Rangierfahrt zeigt
|
||
- nach Vorbeifahrt an sonstigen Rangiersignalen, die ei-
|
||
nen Fahrtbegriff für eine Rangierfahrt zeigen
|
||
- nach Vorbeifahrt an einem besonderen Datenpunkt
|
||
ohne Signalbezug
|
||
- nach Vorbeifahrt an einem Sperrsignal im Nahbedien-
|
||
bereich, das Kennlicht zeigt ; dadurch wird keine be-
|
||
triebliche Zustimmung zur Rangierfahrt gegeben.
|
||
Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit
|
||
Betriebszustand
|
||
„Rangierfahrt“
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
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Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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||
Durch die Betriebszustandsanzeigen werden die betriebli-
|
||
chen Regelungen für Zug- und Rangierfahrten weder er-
|
||
setzt noch ungültig.
|
||
Die Überwachungsgeschwi ndigkeit im Betriebszustand
|
||
„Rangierfahrt“ beträgt 25 km/h.
|
||
Der Betriebszustand „Befehlsfahrt" überwacht Rangier- und
|
||
Zugfahrten im Zusammenhang mit Fahrten bei Halt gebie-
|
||
tenden Signalen oder gestörten Datenpunkten. Die Über-
|
||
wachung kann in bestimmten Fällen die Verkettungsinfor-
|
||
mationen einschließen. Dann wird die Ist -Geschwindigkeit
|
||
wie im Betriebszustand „Zugfahrt“ überwacht. Sonst wird
|
||
eine statische Überwachungsgeschwindigkeit sowie die
|
||
Vorbeifahrt an einem Haltsignal überwacht.
|
||
Der Übergang in den Betriebszustand „Befehlsfahrt“ erfolgt
|
||
unter folgenden Bedingungen:
|
||
- bei Vorbeifahrt an einem Halt gebietenden Signal mit
|
||
Bedienung des Tasters „Befehl“
|
||
- nach der Bedienung des Tasters „Befehl“ zum Lösen
|
||
einer ZBS-Zwangsbremsung
|
||
Die Überwac hungsgeschwindigkeit im Betriebszustand
|
||
„Befehlsfahrt“ beträgt:
|
||
- für Rangierfahrten 25 km/h
|
||
- für Zugfahrten 40 km/h
|
||
- für Zugfahrten die zulässige Streckengeschwindigkeit,
|
||
wenn im Streckenverlauf ein einzelnstehendes Vor-
|
||
signal folgt (Überwachu ng der Geschwindigkeitsbe-
|
||
schränkung im anschließenden Weichenbereich be-
|
||
achten)
|
||
Die Überwachung von Rangierfahrten, dann „Befehlsfahrt
|
||
(R)“, erfolgt wenn:
|
||
- das Halt gebietende Signal ausschließlich für Rangier-
|
||
fahrten gilt oder
|
||
- das Halt gebietende Signal für Rangier- oder Zugfahr-
|
||
ten gilt und davor nicht im Betriebszustand „Zugfahrt“
|
||
überwacht wurde.
|
||
Die Überwachung von Zugfahrten, dann „Befehlsfahrt (Z)“
|
||
erfolgt, wenn:
|
||
- das Halt gebietende Signal ausschließlich für Zugfahr-
|
||
ten gilt oder
|
||
- das Halt gebietende Signal für Rangier- oder Zugfahr-
|
||
ten gilt und davor im Betriebszustand „Zugfahrt“ über-
|
||
wacht wurde.
|
||
Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit
|
||
Betriebszustand
|
||
„Befehlsfahrt“
|
||
Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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Der Betriebszustand „Befehlsfahrt (R)“ bzw. „Befehlsfahrt
|
||
(Z)“ bleibt erhalten, wenn zwischenzeitlich die Streckenda-
|
||
ten aufgrund des Ablaufs der Datenhaltezeit gelöscht wur-
|
||
den (siehe Abschnitt 9). Die Überwachung in „Befehlsfahrt
|
||
(Z)“ erfolgt dann (ohne Streckendaten) auf die statische
|
||
Überwachungsgeschwindigkeit von 40 km/h.
|
||
Der Betriebszustand „Bereitschaft X“ ermöglicht den Be-
|
||
trieb des ZBS in Bereichen des Berliner S -Bahn-Netzes
|
||
ohne ZBS-Streckenausrüstung. Überwacht wird eine stati-
|
||
sche Überwachungsgeschwindigkeit.
|
||
Der Übergang in den Betriebszustand „Bereitschaft X“ er-
|
||
folgt unter folgenden Bedingungen:
|
||
- der Triebfahrzeugführer stellt den Betriebszustand
|
||
manuell ein (siehe Abschnitt 11 (14))
|
||
- der Betriebszustand stellt sich automatisch (nach Be-
|
||
fahren eines entsprechenden Datenpunktes) am Ende
|
||
eines mit ZBS ausgerüsteten Streckenbereichs ein.
|
||
Die Überwachungsgeschwindigkeit im Betriebszustand
|
||
„Bereitschaft X“ entspricht der zulässigen Fahrzeugge-
|
||
schwindigkeit.
|
||
Bei Erreichen eines mit ZBS ausgerüsteten Streckenbe-
|
||
reichs wechselt der Betriebszustand automatisch entspre-
|
||
chend der ersten Si gnalisierung, die über Streckendaten
|
||
verfügt. An einem Halt gebietenden Signal muss bei Vorlie-
|
||
gen der notwendigen Voraussetzungen in den Betriebszu-
|
||
stand „Befehlsfahrt“ gewechselt werden (siehe Abschnitt
|
||
5(7)).
|
||
Im Systemzustand „Selbsthaltung“ ist das ZBS -Fahrzeug-
|
||
gerät außer Betrieb, verbleibt aber eingeschaltet. Damit
|
||
verringert sich die Zeit für eine erneute Inbetriebnahme
|
||
(„Warmstart“ siehe Abschnitt 10(2)).
|
||
Der Übergang in den Systemzustand „Selbsthaltung“ er-
|
||
folgt durch Verschließen des Fahrschalters (Führerpult de-
|
||
aktivieren) unter folgenden Bedingungen:
|
||
- Stillstand des Fahrzeugs
|
||
Ist das Fahrzeug nicht vollständig zum Stillstand ge-
|
||
kommen folgt eine ZBS-Zwangsbremsung ohne An-
|
||
zeige.
|
||
- keine ZBS-Zwangsbremsung (sonst erfolgt Übergang
|
||
nicht)
|
||
- kein Systemzustand „Störbetrieb“ (sonst schaltet sich
|
||
das ZBS-Fahrzeuggerät aus)
|
||
Betriebszustand
|
||
„Bereitschaft X“
|
||
Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit
|
||
Systemzustand
|
||
„Selbsthaltung“
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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Gültig ab 15.12.2024
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Während der „Selbsthaltung“ laufen keine Überwachungs-
|
||
funktionen. ZBS -Zwangsbremsungen werden nicht wirk-
|
||
sam. Vorhandene Streckendaten werden beim Bewegen
|
||
des Fahrzeugs oder nach Ablauf einer festgelegten Zeit ge-
|
||
löscht.
|
||
Der Systemzustand „Selbsthaltung“ endet unter folgenden
|
||
Bedingungen:
|
||
- Aufschließen des Fahrschalters (erneute Inbetrieb-
|
||
nahme im letzten Betriebszustand oder in „Bereit-
|
||
schaft B“)
|
||
- Störung des ZBS -Fahrzeuggerätes (ZBS -Fahrzeug-
|
||
gerät schaltet sich aus)
|
||
- die festgelegte Selbsthaltezeit wird überschritten
|
||
(ZBS-Fahrzeuggerät schaltet sich aus)
|
||
Für das ZBS -Fahrzeuggerät ist eine maximale, durchge-
|
||
hende Einschaltzeit vorgegeben (wenn sich das ZBS-Fahr-
|
||
zeuggerät durchgehend im Betrieb oder im Systemzustand
|
||
„Selbsthaltung“ befindet). Vor Erreichen dieses Grenzwer-
|
||
tes erfolgt nach Verschließen des Fahrschalters kein Über-
|
||
gang in den Systemzustand „Selbsthaltung“. Das ZBS -
|
||
Fahrzeuggerät wird nach dem Verschließen des Fahrschal-
|
||
ters ausgeschaltet. Ein Wiedereinschalten ist über den
|
||
„Kaltstart“ mit Testaufforderung möglich ( siehe Abschnitt
|
||
10 (2)).
|
||
Im Systemzustand „Selbsthaltung“ wird die Datenhaltezeit
|
||
aktiviert. Sie ist kürzer als die Selbsthaltezeit.
|
||
Innerhalb der Datenhaltezeit bleiben im Systemzustand
|
||
„Selbsthaltung“ der Betriebszustand, die Streckendaten
|
||
und die Zuglänge erhalten.
|
||
Die Datenhaltung endet:
|
||
- mit Ablauf der Datenhaltezeit oder
|
||
- bei Fahrzeugbewegung mit verschlossenem Fahr-
|
||
schalter
|
||
Dabei werden die gespeicherten Daten wie der Betriebszu-
|
||
stand, die Streckendaten und die Zuglänge gelöscht. Die
|
||
Zuglänge wird auf den Maximalwert gesetzt.
|
||
Im Systemzustand „Test“ werden das ZBS -Fahrzeuggerät
|
||
und einzelne periphere Komponenten auf Störungen, vor
|
||
allem von sicherheitsrelevanten Funktionen, geprüft. Dazu
|
||
wird der jeweils aktuelle Betriebszustand unterbrochen und
|
||
nach Ablauf der Prüfungen wiedereingestellt. Aus diesem
|
||
Grund kann der „Test“ ausschließlich bei Stillstand des
|
||
Fahrzeugs aufgerufen werden.
|
||
Selbsthaltezeit
|
||
Datenhaltezeit
|
||
Systemzustand
|
||
„Test“
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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Das ZBS -Fahrzeuggerät fordert unter bestimmten Bedin-
|
||
gungen den „Test“:
|
||
- nach dem Einschalten des Fahrzeuggerätes zwin-
|
||
gend („Kaltstart“)
|
||
- ab einer festgelegten, durchgehenden Einschaltzeit
|
||
des Fahrzeuggerätes nur als Meldung, wenn sich
|
||
das ZBS-Fahrzeuggerät durchgehend im Betrieb oder
|
||
im Systemzustand „Selbsthaltung“ befand
|
||
- ab einer weiteren festgelegten, durchgehenden Ein-
|
||
schaltzeit des Fahrzeuggerätes zwingend, wenn sich
|
||
das ZBS-Fahrzeuggerät durchgehend im Betrieb oder
|
||
im Systemzustand „Selbsthaltung“ befand
|
||
Jeder vollständig durchgeführte „Test“ setzt den Zähler für
|
||
die Einschaltzeit zurück.
|
||
Während der zwingenden Aufforderung zum „Test“ führt
|
||
das Anfahren zu einer ZBS-Zwangsbremsung. Diese kann
|
||
durch Bedienen des Tasters "Frei" gelöst werden.
|
||
Der Übergang in den Systemzustand „Test“ erfolgt durch
|
||
Bedienen des Tasters „Test“ unter folgenden Bedingungen:
|
||
- Stillstand des Fahrzeugs und
|
||
- keine anstehende ZBS-Zwangsbremsung und
|
||
- Richtungswähler in „Vorwärts“
|
||
Wird im Systemzustand „Test“ eine Fehlfunktion ermittelt,
|
||
erfolgt der Übergang in den Systemzustand „Störbetrieb“.
|
||
Der Systemzustand „Störbetrieb“ ist der definierte Zustand
|
||
des ZBS-Fahrzeuggerätes bei intern erkannten sicherheits-
|
||
relevanten Störungen der ZBS -Fahrzeugeinrichtung. Im
|
||
Systemzustand „Störbetrieb“ laufen keine Überwachungs-
|
||
funktionen ab.
|
||
Der Übergang in den Systemzustand „Störbetrieb“ erfolgt:
|
||
- automatisch bei internen Störungen der ZBS -Fahr-
|
||
zeugeinrichtung
|
||
- nach Schalt en des ZBS -Überbrückungsschalters in
|
||
die Stellung „Ein“ bei ausgeschalteten Fahrschalter-
|
||
schloss
|
||
- wenn baureihenspezifisch weitere Übergangs -bedin-
|
||
gungen realisiert wur den (ggf. gesonderte Regelun-
|
||
gen beachten)
|
||
|
||
Testaufforderung
|
||
Testablauf
|
||
Systemzustand
|
||
„Störbetrieb“
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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||
Beim Übergang in den Systemzustand „Störbetrieb“ wer-
|
||
den die Streckendaten gelöscht, die Zuglänge auf den Ma-
|
||
ximalwert gesetzt und es erfolgt eine ZBS -Zwangsbrem-
|
||
sung. Diese Zwangsbremsung kann nicht durch Bedienen
|
||
der Taster „Frei“ oder „Befehl“ aufgehoben werden.
|
||
Zur Weiterfahrt muss die Zwangsbremsung durch Schalten
|
||
des ZBS -Überbrückungsschalters in die Stellung „Ein“
|
||
überbrückt werden. Für das Schalten des Überbrückungs-
|
||
schalters und für die Weiterfahrt sind ggf. betriebliche oder
|
||
fahrzeugbetriebliche Regelungen zu beachten.
|
||
Der Systemzustand „Störbetrieb“ wird beendet:
|
||
- nach Behebung der Störung und Schalten des ZBS -
|
||
Überbrückungsschalters in Stellung „Aus“ oder
|
||
- nur nach Schalten des ZBS-Überbrückungsschalters
|
||
in Stellung „Aus“, wenn der Betriebszustand „Störbe-
|
||
trieb“ aus anderen Gründen eingenommen wurde
|
||
Das Ausschalten des ZBS -Überbrückungsschalters darf
|
||
nur bei verschlossenem Fahrschalterschloss und frühes-
|
||
tens 10 Sekunden nach dem Einschalten des ZBS -Über-
|
||
brückungsschalters erfolgen.
|
||
Anschließend wird zwingend zum Übergang in den System-
|
||
zustand „Test“ durch Betätigung des Tasters „Test“ aufge-
|
||
fordert. Der erfolgreiche Ablauf führt in den Betriebszustand
|
||
„Bereitschaft B“.
|
||
Überwachungsfunktionen
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät realisiert folgende Überwachungs-
|
||
funktionen
|
||
- Geschwindigkeitsüberwachung
|
||
- Haltüberfahrt
|
||
- Zuglängenüberwachung
|
||
- Rollüberwachung
|
||
|
||
Beendigung Sys-
|
||
temzustand
|
||
„Störbetrieb“
|
||
Überwachungs-
|
||
funktionen
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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||
Die Überwachungsfunktion „Geschwindigkeitsüberwa-
|
||
chung“ hat die Aufgabe
|
||
a) die zulässige Streckengeschwindigkeit
|
||
b) die zulässige Fahrzeuggeschwindigkeit
|
||
c) die zulässige Geschwindigkeit an Geschwindig-
|
||
keitswechseln und vorübergehenden Langsam-
|
||
fahrstellen
|
||
d) die zulässige Geschwindigkeit an gestörten
|
||
Bahnübergängen
|
||
e) die zulässige Geschwindigkeit ab Hauptsignalen
|
||
f) die Geschwindigkeitsverminderung vor Haupt-
|
||
signalen
|
||
g) die Freigabegeschwindigkeit
|
||
h) die Geschwindigkeit von Rangierfahrten
|
||
zu überwachen.
|
||
Die Überwachungsfunktion „ Geschwindigkeitsüberwa-
|
||
chung“ ist wirksam in den Betriebszuständen
|
||
- Bereitschaft B
|
||
- Rangierfahrt
|
||
- Zugfahrt
|
||
- Befehlsfahrt
|
||
- Bereitschaft X
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät ermittelt die aktuell zulässige Ge-
|
||
schwindigkeit als Überwachungsgeschwindigkeit sowie die
|
||
aktuelle Ist-Geschwindigkeit.
|
||
In der Überwachungsfunktion „ Geschwindigkeitsüberwa-
|
||
chung“ wird die Ist-Geschwindigkeit mit der Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit verglichen.
|
||
Erhöht sich die Ist -Geschwindigkeit über den Wert der
|
||
Überwachungsgeschwindigkeit werden innerhalb der Über-
|
||
wachungsfunktion „Geschwindigkeitsüberwachung“ unter-
|
||
schiedliche Überwachungsreaktionen ausgelöst (siehe Ab-
|
||
schnitt 8).
|
||
Dabei kann auf eine konstante Überwachungsgeschwindig-
|
||
keit, eine Geschwindigkeitsverminderung und auf eine Ziel-
|
||
geschwindigkeit an einem Zielpunkt überwacht werden
|
||
(siehe Abschnitt 8).
|
||
|
||
|
||
Geschwindig-
|
||
keitsüberwa-
|
||
chung
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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|
||
Die Überwachungsfunktion „Haltüberfahrt“ hat die Aufgabe
|
||
- die gewollte Vorbeifahrt an einem Halt gebietenden
|
||
Signal und
|
||
- die ungewollte Vorbeifahrt an einem Halt gebietenden
|
||
Signal
|
||
zu überwachen.
|
||
Die Überwachungsfunktion „ Haltüberfahrt“ ist in allen Be-
|
||
triebszuständen wirksam.
|
||
Das ZBS -Fahrzeuggerät ermittelt aus den Streckeninfor-
|
||
mationen den Standort eines Halt gebietenden Signals.
|
||
Bei der gewollten Vorbeifahrt in der Überwachungsfunktion
|
||
„Haltüberfahrt“ wird während einer Vorbeifahrt an einem
|
||
Halt gebietenden Signal mit wirksam bedientem Taster „Be-
|
||
fehl“ der Betriebszustand „Befehlsfahrt“ eingenommen bzw.
|
||
beibehalten.
|
||
Bei der ungewollten Vorbeifahrt in der Überwachungsfunk-
|
||
tion „Haltüberfahrt“ wird während einer Vorbeifahrt an ei-
|
||
nem Halt gebietenden Signal ohne wirksam bedienten Tas-
|
||
ter „Befehl“ eine statische Zwangsbremsung hoher Priorität
|
||
(siehe Abschnitt 7 (4)) durch das ZBS-Fahrzeuggerät aus-
|
||
gegeben.
|
||
Die Überwachungsfunktion „ Zuglängenüberwachung“ hat
|
||
die Aufgabe die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit
|
||
an Geschwindigkeitswechseln und vorübergehenden Lang-
|
||
samfahrstellen aus der Überwachungsfunktion „Geschwin-
|
||
digkeitsüberwachung“ bis zum Verlassen des Zugendes zu
|
||
überwachen.
|
||
Die Überwachungsfunktion „ Zuglängenüberwachung“ ist
|
||
wirksam im Betriebszustand
|
||
- Rangierfahrt
|
||
- Zugfahrt
|
||
- Befehlsfahrt
|
||
Im ZBS -Fahrzeuggerät ist die Zuglänge hinterlegt. Die
|
||
Überwachungsfunktion „Zuglängenüberwachung“ verlän-
|
||
gert den durch die Streckeninformation übertragenen stän-
|
||
digen und vorübergehenden Langsamfahrstellen um die
|
||
Zuglänge.
|
||
|
||
|
||
|
||
Haltüberfahrt
|
||
Zuglängenüber-
|
||
wachung
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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|
||
Die Überwachungsfunktion „Rollüberwachung“ hat die Auf-
|
||
gabe
|
||
- eine unbeabsichtigte Bewegung entgegen der ge-
|
||
wählten Fahrtrichtung sowie
|
||
- eine unbeabsichtigte Bewegung bei keiner gewählten
|
||
Fahrtrichtung zu verhindern.
|
||
Die Überwachungsfunktion „ Rollüberwachung“ ist in allen
|
||
Betriebszuständen wirksam.
|
||
Bei einer unbeabsichtigten Bewegung erwirkt die Überwa-
|
||
chungsfunktion „Rollüberwachung“ die Ausgabe einer stati-
|
||
schen Zwangsbremsung niedriger Priorität (siehe Abschnitt
|
||
7 (3)) durch das ZBS -Fahrzeuggerät. Eine Auflösung der
|
||
Zwangsbremsung nach wirksamer Betätigung des Tasters
|
||
„Frei“ ändert die im ZBS -Fahrzeuggerät hinterlegte Zug-
|
||
länge auf den Maximalwert und führt in den Betriebszu-
|
||
stand „Bereitschaft B.“
|
||
Ausnahme: ein vor der unbeabsichtigten Bewegung anste-
|
||
hender Be triebszustand „Befehlsfahrt“ bleibt nach Auflö-
|
||
sung der Zwangsbremsung aus der Überwachungsfunktion
|
||
„Rollüberwachung“ erhalten. Wirkt die Überwachungsfunk-
|
||
tion „Rollüberwachung" bei im Stillstand verschlossenem
|
||
Fahrschalter, werden alle Streckendaten gelöscht und die
|
||
Zuglänge auf den Maximalwert gesetzt. Ein vor dem Ver-
|
||
schließen des Fahrschalters bestehender Betriebszustand
|
||
„Befehlsfahrt“ wird nicht gehalten.
|
||
Zwangsbremsausgaben
|
||
Das ZBS -Fahrzeuggerät realisiert folgende Arten v on
|
||
Zwangsbremsungen:
|
||
- dynamische Zwangsbremsung
|
||
- statische Zwangsbremsung niedriger Priorität
|
||
- statische Zwangsbremsung hoher Priorität
|
||
- nicht lösbare Zwangsbremsung
|
||
|
||
Rollüberwa-
|
||
chung
|
||
Arten der
|
||
Zwangsbrems-
|
||
ausgaben
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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||
Die dynamische Zwangsbremsung durch das ZBS -Fahr-
|
||
zeuggerät wirkt
|
||
- bei Überschreitung der zulässigen Streckengeschwin-
|
||
digkeit
|
||
- bei Überschreitung der zulässigen Fahrzeugge-
|
||
schwindigkeit
|
||
- bei Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit
|
||
nach Geschwindigkeitswechseln und vorübergehen-
|
||
der Langsamfahrstellen
|
||
- bei Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit
|
||
ab Vor- oder Hauptsignalen
|
||
- bei Überschreitung der Geschwindigkeitsverminde-
|
||
rung vor Hauptsignalen, solange kein Halt signalisiert
|
||
wird
|
||
- bei Überschreitung der Geschwindigkeit von Rangier-
|
||
fahrten.
|
||
Dabei wirkt die d ynamische Zwangsbremsung über die
|
||
Dauer der Geschwindigkeitsüberschreitung.
|
||
Sobald die Ist -Geschwindigkeit die Überwachungsge-
|
||
schwindigkeit unterschritten hat, wird die dynamische
|
||
Zwangsbremsausgabe zurückgenommen.
|
||
Nach dem Lösen einer ZBS -Zwangsbremsung besteht ein
|
||
Nullstellungszwang des Fahr- und Bremshebels.
|
||
Die statische Zwangsbremsung niedriger Priorität durch
|
||
das ZBS-Fahrzeuggerät wirkt
|
||
- bei unzureichender Geschwindigkeitsverminderung
|
||
vor Halt gebietenden Hauptsignalen
|
||
- bei Überschreitung der Freigabegeschwindigkeit vor
|
||
Halt gebietenden Signalen (siehe Abschnitt 8 (2))
|
||
- bei Aktivierung der Überwachungsfunktion „Rollüber-
|
||
wachung“
|
||
- bei gestörter Datenübertragung eines Datenpunktes
|
||
- beim Anfahren ohne ausgeführten Test bei einer zwin-
|
||
genden Testaufforderung (siehe Abschnitt 5 (10))
|
||
Eine statische Zwangsbremsung niedriger Priorität wirkt bis
|
||
zum Stillstand.
|
||
Im Stillstand kann eine statische Zwangsbremsung niedri-
|
||
ger Priorität mit der wirksamen Betätigung des Tasters
|
||
„Frei“ aufgehoben werden.
|
||
Dynamische
|
||
Zwangsbrems-
|
||
ausgabe
|
||
Statische
|
||
Zwangsbrems-
|
||
ausgabe niedri-
|
||
ger Priorität
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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||
Die statische Zwangsbremsung hoher Priorität durch das
|
||
ZBS-Fahrzeuggerät wirkt
|
||
- bei Vorbeifahrt an einem Halt gebietenden Signal
|
||
ohne wirksame Betätigung des Tasters „Befehl“
|
||
- bei gestörter Datenübertragung eines Datenpunktes
|
||
Eine statische Zwangsbremsung hoher Priorität wirkt bis
|
||
zum Stillstand.
|
||
Im Stillstand kann eine statische Zwangsbremsung hoher
|
||
Priorität mit der wirksamen Betätigung des Tasters „Befehl“
|
||
aufgehoben werden.
|
||
Die nicht lösbare Zwangsbremsung durch das ZBS -Fahr-
|
||
zeuggerät wirkt
|
||
- im Systemzustand „Störbetrieb“
|
||
Eine nicht lösbare Zwangsbremsung wird überbrückt
|
||
- mit dem Schalten des ZBS-Überbrückungsschalters in
|
||
Stellung „Ein“
|
||
- mit dem Verschließen des Fahrschalters.
|
||
Jeder ZBS-Zwangsbremsausgabe wird im ZBS -Fahrzeug-
|
||
gerät eine eigene Priorität zugeordnet. Dabei haben die Pri-
|
||
oritäten folgende Reihenfolge, beginnend mit der höchsten:
|
||
- nicht lösbare Zwangsbremsung
|
||
- statische Zwangsbremsung hoher Priorität
|
||
- statische Zwangsbremsung niedriger Priorität
|
||
- dynamische Zwangsbremsung.
|
||
Erfolgen durch das ZBS-Fahrzeuggerät unmittelbar nachei-
|
||
nander mehrere Zwangsbremsausgaben unterschiedlicher
|
||
Priorität, wird immer die Zwangsbremsausgabe mit der
|
||
höchsten Priorität beibehalten.
|
||
|
||
Statische
|
||
Zwangsbrems-
|
||
ausgabe hoher
|
||
Priorität
|
||
Nicht lösbare
|
||
Zwangsbrems-
|
||
ausgabe
|
||
Prioritäten
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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|
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Gültig ab 15.12.2024
|
||
Zum manuellen Lösen von ZBS -Zwangsbremsungen ist
|
||
grundsätzlich folgender Ablauf einzuhalten:
|
||
- Taster „Frei“ bedienen
|
||
(Zwangsbremsung niedriger Priorität - Zug- und Stre-
|
||
ckendaten bleiben erhalten – Fahrt fortsetzen)
|
||
sonst
|
||
- Taster „Befehl“ bedienen
|
||
(Zwangsbremsung hoher Priorität - Fahrdienstleiter
|
||
verständigen – betriebliche Regelungen beachten)
|
||
sonst
|
||
- ZBS-Überbrückungsschalter einschalten
|
||
(nicht lösbare Zwangsbremsung - Fahrdienstleiter ver-
|
||
ständigen – betriebliche Regelungen beachten)
|
||
Nach dem Lösen einer ZBS -Zwangsbremsung besteht ein
|
||
Nullstellungszwang des Fahr- und Bremshebels.
|
||
Geschwindigkeitsüberwachung
|
||
Mit der Überwachungsfunktion „Geschwindigkeitsüberwa-
|
||
chung“ wird die Ist -Geschwindigkeit kontinuierlich über-
|
||
wacht.
|
||
In der Überwachungsfunktion „Geschwindigkeitsüberwa-
|
||
chung“ werden folgende Arten der Geschwindigkeitsüber-
|
||
wachung unterschieden
|
||
- Statische Überwachung
|
||
- Dynamische Überwachung
|
||
|
||
ZBS-Zwangs-
|
||
bremsungen lö-
|
||
sen
|
||
Ziel
|
||
Arten
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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|
||
Die statische Überwachung findet statt, wenn keine Vermin-
|
||
derung der Geschwindigkeit auf eine Zielgeschwindigkeit
|
||
erfolgen soll. Es wird auf eine konstante Geschwindigkeit
|
||
überwacht. Diese wird ermittelt aus der niedrigsten Ge-
|
||
schwindigkeit innerhalb der
|
||
- zulässigen Fahrzeuggeschwindigkeit
|
||
- zulässigen Streckengeschwindigkeit
|
||
- signalisierten Geschwindigkeit
|
||
- Geschwindigkeit nach Geschwindigkeitswechseln und
|
||
in vorübergehenden Langsamfahrstellen
|
||
- Befehlsfahrtgeschwindigkeiten
|
||
- Bereitschaftsgeschwindigkeit
|
||
- Freigabegeschwindigkeit
|
||
- Befahrungsgeschwindigkeit eines gestörten Bahn-
|
||
übergangs.
|
||
Überschreitet die Ist -Geschwindigkeit die Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit, erfolgt die Sprachausgabe „Geschwindig-
|
||
keit.“ Wird die Ist-Geschwindigkeit gegenüber der Überwa-
|
||
chungsgeschwindigkeit weiter erhöht, erfolgt eine dynami-
|
||
sche Zwangsbremsung.
|
||
Die dynamische Überwachung findet statt, wenn eine Ver-
|
||
minderung der Geschwindigkeit auf eine Zielgeschwindig-
|
||
keit erfolgen soll.
|
||
Bei einer Geschwindigkeitsverminderung auf eine Zielge-
|
||
schwindigkeit größer 0 km/h führt die Überwachungsge-
|
||
schwindigkeit in einer abnehmenden Kurve auf den Ziel-
|
||
punkt der Zielgeschwindigkeit.
|
||
Überschreitet die Ist -Geschwindigkeit die Kurve der Über-
|
||
wachungsgeschwindigkeit, erfolgt die Sprachausgabe „Ge-
|
||
schwindigkeit.“ Wird die Ist-Geschwindigkeit gegenüber der
|
||
Überwachungsgeschwindigkeit weiter erhöht, erfolgt eine
|
||
dynamische Zwangsbremsung.
|
||
Bei einer Geschwindigkeitsverminderung auf eine Zielge-
|
||
schwindigkeit gleich 0 km/h vor einem Halt gebietenden
|
||
Signal führt die Überwachungsgeschwindigkeit in einer ab-
|
||
nehmenden Kurve auf die Freigabegeschwindigkeit.
|
||
Überschreitet die Ist -Geschwindigkeit die Überwachungs-
|
||
geschwindigkeit, erfolgt die Sprachausgabe „Geschwindig-
|
||
keit.“ Wird die Ist-Geschwindigkeit gegenüber der Überwa-
|
||
chungsgeschwindigkeit weiter erhöht, erfolgt eine statische
|
||
Zwangsbremsung niedriger Priorität.
|
||
Statische Über-
|
||
wachung
|
||
Dynamische
|
||
Überwachung
|
||
Zielgeschwindig-
|
||
keit größer 0
|
||
km/h
|
||
Zielgeschwindig-
|
||
keit gleich 0 km/h
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
||
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Gültig ab 15.12.2024
|
||
Die dynamische Geschwindigkeitsüberwachung auf ein
|
||
Halt gebietendes Signal zielt nicht auf das Signal selbst,
|
||
sondern auf einen Ort hinter dem Signal innerhalb der
|
||
Schutzstrecke.
|
||
Die Freigabegeschwindigkeit ist die maximale Geschwin-
|
||
digkeit an diesem Signal, die bei einer unzulässigen Vorbei-
|
||
fahrt und ZBS -Zwangsbremsung den Halt in der Schutz-
|
||
strecke sichert.
|
||
Die dynamische Geschwindigkeitsüberwachung auf ein
|
||
Halt gebietendes Signal wird bei Erreichen der Freigabege-
|
||
schwindigkeit abgebrochen und bis zur Vorbeifahrt die Frei-
|
||
gabegeschwindigkeit überwacht. Dies gilt auch, wenn an
|
||
dem Halt gebietenden Signal vorbeigefahren werden darf
|
||
oder das Signal inzwischen in Fahrtstellung ist.
|
||
Die Höhe der Freigabegeschwindigkeit ergibt sich aus der
|
||
Länge der Schutzstrecke hinter dem Signal. Sie liegt in
|
||
Schritten von 5 km/h in einem Bereich von 10 bis maximal
|
||
40 km/h und wird gesondert angezeigt (siehe Abschnitt 9
|
||
(2)).
|
||
In der „Zusammenstellung der vorübergehenden Langsam-
|
||
fahrstellen und anderen Besonderheiten“ (La) kann eine
|
||
von der angezeigten Freigabegeschwindigkeit (siehe Ab-
|
||
schnitt 9 (2)) abweichende niedrigere Freigabegeschwin-
|
||
digkeit vorgegeben werden, wenn die Schutzstrecke hinter
|
||
dem Signal eingeschränkt werden muss.
|
||
Anzeigen und Bedienelemente
|
||
Die Anzeigen und Bedienelemente der ZBS -Fahrzeugein-
|
||
richtung bestehen aus folgenden Komponenten
|
||
- der Anzeige- und Bedieneinrichtung
|
||
- dem Zugdateneinsteller
|
||
- den Tastern „Frei“ und „Befehl“
|
||
- dem ZBS-Überbrückungsschalter
|
||
- den ZBS-Leitungsschutzschaltern
|
||
Die Anzeige- und Bedieneinrichtung befindet sich im Füh-
|
||
rerpult (Bild 2) und beinhaltet t
|
||
- die Geschwindigkeitsanzeige
|
||
- die Betriebszustandsanzeige
|
||
- vier Leuchtmelder
|
||
- vier Bedientaster
|
||
Freigabege-
|
||
schwindigkeit
|
||
Bestandteile
|
||
Anzeige- und
|
||
Bedieneinrich-
|
||
tung
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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Gültig ab 15.12.2024
|
||
Anzeigen erfolgen nur bei aufgeschlossenem Fahrschalter.
|
||
Mit Ausnahme der Anzeige für
|
||
- eine Zwangsbremsung (Leuchtmelder "S")
|
||
- die Ist-Geschwindigkeit
|
||
- den Kaltstart und
|
||
- den Störbetrieb
|
||
werden sämtliche Anzeigen nur in Stellung "Vorwärts" des
|
||
Richtungswählers ausgegeben.
|
||
|
||
Bild 2: Anzeige- und Bedieneinrichtung - Beispiel
|
||
|
||
System
|
||
aus
|
||
Test
|
||
Zug-
|
||
länge
|
||
Anzeig.
|
||
prüfen
|
||
Z
|
||
Ü G
|
||
S A
|
||
120
|
||
80
|
||
100
|
||
0
|
||
40
|
||
20
|
||
60
|
||
|
||
|
||
In der Geschwindigkeitsanzeige (runde Skala) der Anzeige-
|
||
und Bedieneinrichtung werden folgende Geschwindigkeiten
|
||
zur Anzeige gebracht (Bild 3)
|
||
- die vorgewählte Geschwindigkeit
|
||
- die Ist-Geschwindigkeit (Tacho)
|
||
- die Zielgeschwindigkeit
|
||
- die Freigabegeschwindigkeit
|
||
Die angezeigte Freigabegeschwindigkeit darf nicht als Füh-
|
||
rungsgröße im Sinne des anzeigegeführten Fahrens ver-
|
||
wendet werden. Sie informier t über den internen Überwa-
|
||
chungszustand der ZBS- Fahrzeugeinrichtung und muss
|
||
beim Führen des Zuges zusätzlich berücksichtigt werden.
|
||
|
||
Geschwindig-
|
||
keitsanzeige
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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Bild 3: Geschwindigkeitsanzeige - Beispiel
|
||
|
||
VV
|
||
VZiel
|
||
VFrei
|
||
VIST
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
120
|
||
80
|
||
100
|
||
0
|
||
40
|
||
20
|
||
60
|
||
|
||
|
||
Die vorgewählte Geschwindigkeit zeigt die mit dem Ge-
|
||
schwindigkeitswähler des Fahrschalters voreingestellte Ge-
|
||
schwindigkeit an. Sie wird mit einem roten Außenzeiger auf
|
||
der runden Skala analog angezeigt.
|
||
Die Ist-Geschwindigkeit zeigt die aktuelle Geschwindigkeit
|
||
an. Sie wird mit einem weißen Zeiger auf der runden Skala
|
||
(Tacho) analog angezeigt.
|
||
Der Tacho kann entweder die Ist -Geschwindigkeit aus der
|
||
Fahrzeugtechnik oder aus der ZBS -Fahrzeugeinrichtung
|
||
anzeigen. Die Umschaltung erfolgt automatisch. Gewählt
|
||
wird aus Sicherheitsgründen immer die Quelle mit dem ak-
|
||
tuell höheren Geschwindigkeitswert. Dadurch kann es zur
|
||
Abweichung zwischen der angezeigten und der vorgewähl-
|
||
ten Geschwindigkeit kommen.
|
||
Die Zielgeschwindigkeit wird in einer dreistelligen numeri-
|
||
schen Anzeige innerhalb der runden Skala rechtsbündig
|
||
angezeigt.
|
||
Die Freigabegeschwindigkeit wird innerhalb der runden
|
||
Skala durch Aktivierung jeweils eines gelben Leuchtpunk-
|
||
tes zwischen 10 und 40 km/h in 5 km/h-Schritten angezeigt.
|
||
Die Anzeigen zum aktuellen Betriebszustand sowie Anzei-
|
||
gen zu Systemzuständen der ZBS-Fahrzeugeinrichtung er-
|
||
folgen in einer dreistelligen alphanumerischen Anzeige au-
|
||
ßerhalb der Geschwindigkeitsanzeige (Tabelle 1).
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
Vorgewählte Ge-
|
||
schwindigkeit VV
|
||
Ist Geschwindig-
|
||
keit Vist
|
||
Zielgeschwindig-
|
||
keit VZiel
|
||
Freigabege-
|
||
schwindigkeit
|
||
VFrei
|
||
Betriebszu-
|
||
standsanzeige
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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Anzeige Erläuterung
|
||
|
||
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät überwacht im Be-
|
||
triebszustand „Bereitschaft B“.
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät überwacht im Be-
|
||
triebszustand „Bereitschaft X“.
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät überwacht im Be-
|
||
triebszustand „Zugfahrt“.
|
||
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät überwacht im Be-
|
||
triebszustand „Rangierfahrt“.
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät überwacht im Be-
|
||
triebszustand „Befehlsfahrt“ (Z) oder „Be-
|
||
fehlsfahrt“ (R).
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät befindet sich im
|
||
Systemzustand „Störbetrieb“
|
||
bzw.
|
||
der ZBS-Überbrückungsschalter befindet
|
||
sich in Stellung „Ein"
|
||
Testaufforderung im Stillstand (Meldung
|
||
oder zwingende Aufforderung)
|
||
Das ZBS-Fahrzeuggerät wird eingeschaltet
|
||
(Hochlaufanzeige)
|
||
|
||
|
||
Störung im Bereich des Datenrecorders
|
||
|
||
|
||
- Statische Zwangsbremsung
|
||
- ZBS-Fahrzeugeinrichtung ist abgeschal-
|
||
tet
|
||
- Fahrschalter ist verschlossen
|
||
|
||
|
||
Dauerbedienung der Taster „Frei“, „Befehl“
|
||
oder von Tastern der Anzeige- und Bedien-
|
||
einrichtung (nach Überschreitung einer fest-
|
||
gelegten Zeit).
|
||
Diese Anzeige überschreibt eine vorhan-
|
||
dene Anzeige „F“ oder „Zuglänge“
|
||
B
|
||
X
|
||
Z
|
||
R
|
||
-
|
||
E
|
||
T
|
||
I
|
||
F
|
||
D
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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||
|
||
|
||
Bremsleitung ist geöffnet.
|
||
Diese Anzeige überschreibt eine vorhan-
|
||
dene Anzeige „F“ oder „D“.
|
||
Anzeige der Zuglänge numerisch in Metern
|
||
zur Kontrolle und Eingabe. Die Anzeige er-
|
||
folgt rechtsbündig ohne vorangestellte Nul-
|
||
len (Darstellung beispielhaft für 40m).
|
||
Hinweis: schraffierte Flächen symbolisieren blinkende Anzei-
|
||
gen
|
||
Tabelle 1: Anzeigen in der Betriebszustandsanzeige
|
||
Die Leuchtmelder in der Anzeige- und Bedieneinrichtung
|
||
dienen der Anzeige für den Triebfahrzeugführer relevanter
|
||
system- bzw. betriebsbedingter Zustände der ZBS-Fahr-
|
||
zeugeinrichtung. Die Leuchtmelder können drei Anzeigezu-
|
||
stände einnehmen:
|
||
- Dunkel
|
||
- Dauerlicht
|
||
- Blinklicht
|
||
Leuchtmelder können sowohl einzeln leuchten/blinken oder
|
||
in Kombination leuchten/blinken.
|
||
Die Anzeigezustände sind in Tabelle 2 dargestellt.
|
||
|
||
Leuchtmelder
|
||
L
|
||
4
|
||
0
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
||
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||
Leucht-
|
||
melder
|
||
Farbe des
|
||
Leucht-
|
||
melders
|
||
Bedeutung
|
||
Blau
|
||
|
||
|
||
Leuchtet, wenn das ZBS im Betriebs-
|
||
zustand „Zugfahrt“ oder „Rangierfahrt“
|
||
überwacht.
|
||
|
||
|
||
Gelb Blinkt im Betriebszustand „Zugfahrt“,
|
||
wenn die vorsignalisierte Geschwindig-
|
||
keit gleich 0 km/h ist.
|
||
|
||
|
||
Gelb
|
||
|
||
|
||
Leuchtet im Betriebszustand „Zug-
|
||
fahrt“, wenn die vorsignalisierte Ge-
|
||
schwindigkeit größer 0 km/h ist.
|
||
|
||
|
||
Rot Leuchtet während ZBS-Zwangsbrem-
|
||
sung
|
||
|
||
|
||
Weiß Leuchtet wenn ein gestörter Daten-
|
||
punkt erkannt wird.
|
||
|
||
|
||
|
||
Weiß Blinkt bei Störung in der Wegmessung
|
||
des ZBS-Fahrzeuggerätes. Eine aktu-
|
||
ell anstehende Datenpunktstörung
|
||
überschreibt den blinkenden Leucht-
|
||
melder mit Dauerlicht.
|
||
Hinweis: schraffierte Flächen symbolisieren blinkende
|
||
Anzeigen
|
||
Tabelle 2: Anzeigen der Leuchtmelder
|
||
|
||
Innerhalb der Anzeige- und Bedieneinrichtung sind meh-
|
||
rere Bedientaster integriert:
|
||
- Taster „System aus“
|
||
- Taster „Test“
|
||
- Taster „Zuglänge“
|
||
- Taster „Anzeigen prüfen“
|
||
|
||
|
||
|
||
|
||
Bedientaster
|
||
Ü
|
||
G
|
||
G
|
||
S
|
||
|
||
A
|
||
A
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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|
||
Bedientaster Funktion
|
||
Aktivierung des Betriebszustandes „Bereit-
|
||
schaft X“.
|
||
Die Betätigung ist wirksam bei:
|
||
- Stillstand
|
||
- Keine ZBS-Zwangsbremsung
|
||
Aktivierung des Systemzustandes „Test“.
|
||
Die Betätigung ist wirksam bei:
|
||
- Stillstand
|
||
- Richtungswähler in Stellung "Vorwärts"
|
||
- Keine ZBS-Zwangsbremsung
|
||
Abfrage bzw. Änderung der aktuell eingestell-
|
||
ten Zuglänge.
|
||
Die Betätigung ist wirksam bei:
|
||
- Stillstand
|
||
- Keine ZBS-Zwangsbremsung
|
||
- Richtungswähler in Stellung "Vorwärts"
|
||
|
||
|
||
Funktionsprüfung der Anzeigeelemente und
|
||
Leuchtmelder der Anzeige- und Bedieneinrich-
|
||
tung.
|
||
Tabelle 3: Bedientaster
|
||
|
||
Bei Fahrzeug mit MAZ erfolgt über den Zugdateneinsteller
|
||
die Eingabe der Zugnummer und der Triebfahrzeugführer-
|
||
kennung.
|
||
Der Taster „Frei“ befindet sich auf dem Führerpult und löst
|
||
statische Zwangsbremsungen niedriger Priorität.
|
||
Die wirksame Betätigung erfolgt unter folgenden Voraus-
|
||
setzungen:
|
||
- Stillstand
|
||
- Richtungswähler in Stellung „Vorwärts“
|
||
- Taster „Befehl“ nicht betätigt
|
||
Das Lösen der statischen Zwangsbremsung erfolgt mit dem
|
||
Loslassen des wirksam bedienten Tasters „Frei“.
|
||
Zugdatenein-
|
||
steller
|
||
Taster „Frei“
|
||
Test
|
||
System
|
||
aus
|
||
Zug-
|
||
länge
|
||
|
||
Anzeig.
|
||
|
||
prüfen
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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|
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Gültig ab 15.12.2024
|
||
Der Taster „Befehl“ befindet sich auf dem Führerpult und
|
||
- löst statische Zwangsbremsungen hoher Priorität
|
||
- ermöglicht die gewollte Vorbeifahrt am Halt gebieten-
|
||
den Signal
|
||
Die wirksame Betätigung zum Lösen der statischen
|
||
Zwangsbremsung erfolgt unter folgenden Voraussetzun-
|
||
gen:
|
||
- Stillstand
|
||
- Richtungswähler in Stellung „Vorwärts“
|
||
- Taster „Frei“ nicht betätigt
|
||
Das Lösen der statischen Zwangsbremsung erfolgt mit dem
|
||
Loslassen des wirksam bedienten Tasters „Befehl“.
|
||
Die Betätigung des Tasters „Befehl“ wird unwirksam:
|
||
- bei zu langer Betätigung
|
||
- bei Wechsel in den Betriebszustand "Befehlsfahrt"
|
||
Die wirksame Betätigung zur Vorbeifahrt am Halt gebieten-
|
||
den Signal oder einem gestörten Datenpunkt mit dem Über-
|
||
gang in den Betriebszustand „Befehlsfahrt“ erfolgt unter fol-
|
||
genden Voraussetzungen:
|
||
- Richtungswähler in Stellung „Vorwärts“
|
||
- der Datenpunkt am Halt gebietenden Signal lässt den
|
||
Übergang in den Betriebszustand „Befehlsfahrt“ zu
|
||
Der Übergang in den Betriebszustand „Befehlsfahrt“ erfolgt
|
||
mit dem Loslassen des wirksam bedienten Tasters „Befehl“.
|
||
Die Betätigung des Tasters „Befehl“ ist unwirksam:
|
||
- bei betätigtem Taster „Frei“.
|
||
- bei zu langer Betätigung
|
||
- bei Wechsel in den Betriebszustand "Befehlsfahrt"
|
||
Der ZBS-Überbrückungsschalter dient zur Überbrückung
|
||
einer nicht lösbaren Zwangsbremsung bei gestörtem ZBS-
|
||
Fahrzeuggerät. Er ist außerhalb des Führerpultes angeord-
|
||
net.
|
||
Der ZBS -Überbrückungsschalter besitzt die Stellungen
|
||
„Aus“ Stellung „Aus“ ist die Normalstellung.
|
||
|
||
Taster „Befehl“
|
||
Zwangsbrem-
|
||
sung lösen
|
||
Befehlsfahrt
|
||
ZBS-Überbrü-
|
||
ckungsschalter
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
||
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||
|
||
Gültig ab 15.12.2024
|
||
In Stellung „Ein“
|
||
- nimmt die ZBS -Fahrzeugeinrichtung den Systemzu-
|
||
stand „Störbetrieb ein“
|
||
- ist die Zwangsbremsausgabe und ggf. die Antriebsab-
|
||
schaltung überbrückt.
|
||
Das Einschalten des ZBS -Überbrückungsschalters ist zu-
|
||
gelassen
|
||
- bei Störungen,
|
||
- bei nachgeschobenen Zügen auf dem Schiebef ahr-
|
||
zeug,
|
||
- kurzzeitig zur Durchführung des Kalt starts nach Auf-
|
||
forderung durch den Fdl, z.B. bei Fehlleitung.
|
||
Die ZBS-Leitungsschutzschalter haben für die Bedienung
|
||
der Fahrzeugeinrichtung keine Bedeutung. Das Ausschal-
|
||
ten der Leitungsschutzschalter "ZBS" und "Datenrecorder"
|
||
ist grundsätzlich verboten.
|
||
Vorbereitung zur Fahrt
|
||
Voraussetzung zum Betrieb der ZBS -Fahrzeugeinrichtung
|
||
ist das Vorhandensein der Betriebsspannung (Batterie-
|
||
hauptschalter und Leitungsschutzschalter der ZBS -Fahr-
|
||
zeugeinrichtung eingeschaltet).
|
||
Die Inbetriebnahme der ZBS -Fahrzeugeinrichtung erfolgt
|
||
mit Aufschließen des Fahrschalters und Schalten des Rich-
|
||
tungswählers in Stellung „Vorwärts“. Sofern das ZBS-Fahr-
|
||
zeuggerät davor
|
||
- ausgeschaltet war ( nicht im Systemzustand „Selbst-
|
||
haltung“), erfolgt die Hochlaufanzeige. Anschließend
|
||
wird zwingend zum Test aufgefordert (blinkendes „T“
|
||
in der Betriebszustandsanzeige).
|
||
- im Systemzustand „Selbsthaltung“ befand, wird der
|
||
Betriebszustand „Bereitschaft B“ oder der zuletzt vor-
|
||
handene Betriebszustand eingenommen (siehe Ab-
|
||
schnitt 5 (9)).
|
||
|
||
ZBS-Leitungs-
|
||
schutzschalter
|
||
ZBS aktivieren
|
||
Voraussetzung
|
||
Inbetriebnahme
|
||
Kaltstart
|
||
Warmstart
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
||
483.0305
|
||
Seite 30
|
||
|
||
Gültig ab 15.12.2024
|
||
Nach wirksamer Betätigung des Tasters „Test“ ist zu prü-
|
||
fen, dass:
|
||
- die einmalige Sprachausgabe „Test“ erfolgt
|
||
- alle Leuchtmelder in der Anzeige- und Bedieneinrich-
|
||
tung Dauerlicht zeigen
|
||
- die Betriebszustandsanzeige eingeschaltet istdie VZiel
|
||
-Anzeige der Geschwindigkeitsanzeige eingeschaltet
|
||
ist
|
||
- alle Geschwindigkeitspunkte der VFrei –Anzeige leuch-
|
||
ten
|
||
- die Bremsleitung geöffnet und wieder geschlossen
|
||
wird.
|
||
Nach Abschluss des Systemzustands „Tes t“ wird der Be-
|
||
triebszustand „Bereitschaft B“ oder der zuletzt vorhandene
|
||
Betriebszustand eingenommen.
|
||
Nach Inbetriebnahme der Fahrzeugeinrichtung ist der Ma-
|
||
ximalwert der Zuglänge eingestellt (nach „Kaltstart“ oder
|
||
wenn die Datenhaltezeit überschritten wurde). Vor Fahrtan-
|
||
tritt ist die Kontrolle der Zuglänge durchzuführen und gege-
|
||
benenfalls die tatsächliche Länge des Zugverbandes einzu-
|
||
geben.
|
||
Die Zuglänge kann aus den vier festgelegten Werten 40,
|
||
80, 120 und 160 (Angabe in m) ausgewählt werden. Bei
|
||
Zuglängen, für die kein Wert vorgesehen ist, muss auf den
|
||
nächst höheren Wert aufgerundet werden.
|
||
Zur Kontrolle/Eingabe der Zuglänge sind folgende Voraus-
|
||
setzungen erforderlich:
|
||
- Stillstand
|
||
- Stellung des Richtungswählers in „Vorwärts“
|
||
- keine Zwangsbremsausgabe durch das ZBS.
|
||
Zur Kontrolle der eingestellten Zuglänge ist der Taster
|
||
„Zuglänge“ in der Bedien- und Anzeigeeinrichtung kurz zu
|
||
betätigen. Die Zuglänge wird daraufhin in der Betriebszu-
|
||
standsanzeige kurzzeitig angezeigt.
|
||
Zur Eingabe der Zuglänge ist der Taster „Zuglänge“ in der
|
||
Bedien- und Anzeigeeinrichtung solange zu betätigen, bis
|
||
die numerische Anzeige der Zuglänge in der Betriebszu-
|
||
standsanzeige im Wechsel mit den unteren waagerechten
|
||
Segmenten blinkt.
|
||
Jede weitere kurze Betätigung des Tasters „Zuglänge“
|
||
schaltet die Anzeige der Zuglänge in Schritten weiter.
|
||
Test
|
||
Kontrolle und
|
||
Eingabe der
|
||
Zuglänge
|
||
Kontrolle der
|
||
Zuglänge
|
||
Eingabe der
|
||
Zuglänge
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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||
Die einzustellende Zuglänge wird übernommen, in dem der
|
||
Taster „Zuglänge“ solange betätigt wird, bis die Zuglänge
|
||
ohne Blinken angezeigt wird.
|
||
Die Zugdaten bestehen aus der Triebfahrzeugführer -Ken-
|
||
nung sowie der Zugnummer, unter der die folgende Zug-
|
||
fahrt durchgeführt wird. Eingabe, Anzeige und Löschen der
|
||
Zugdaten erfolgen am Zugdateneinsteller (Bild 4).
|
||
Vor Fahrtantritt ist die Eingabe der Zugdaten durchzufüh-
|
||
ren. Die Zugnummer ist spätestens vor Beginn der Zugfahrt
|
||
einzugeben.
|
||
|
||
Bild 4: Zugdateneinsteller - Beispiel
|
||
|
||
|
||
Die wirksame Bedienung des Zugdateneinstellers ist bei
|
||
aufgeschlossenem Fahrschalter möglich. Die Funktion der
|
||
Bedientaster des Zugdateneinstellers nach Bild 4 ist in Ta-
|
||
belle 4 dargestellt.
|
||
|
||
Eingabe der
|
||
Zugdaten
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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Bedientaster Funktion
|
||
Taster „ZN“ Taster zur Aktivierung der Eingabe der
|
||
Zugnummer
|
||
Taster „TF“ Taster zur Aktivierung der Eingabe der
|
||
Triebfahrzeugführer-Kennung
|
||
Taster „RZ“ Taster zum Löschen der Zugnummer
|
||
Taster „RT“ Taster zum Löschen der Triebfahrzeugfüh-
|
||
rer-Kennung
|
||
Numerische Be-
|
||
dientaster
|
||
Taster zur Zifferneingabe
|
||
Pfeiltaster Rücktaster zum Löschen einzelner Ziffern
|
||
Taster „E“ Taster zur Eingabebestätigung
|
||
Tabelle 4: Bedientaster Zugdateneinsteller
|
||
|
||
Die Funktion dient zur Störungseingrenzung der Anzeigen
|
||
und Hintergrundbeleuchtung an der Anzeige- und Bedien-
|
||
einrichtung. Nach Betätigung des Tasters „Anzeig. Prüfen“
|
||
werden kurzzeitig alle Anzeigen, Leuchtmelder, die Hinter-
|
||
grundbeleuchtung der Taster und alle Segmente der alpha-
|
||
numerischen Anzeigen angeschaltet. Die Zeiger für die Ist-
|
||
und vorgewählte Geschwindigkeit laufen einmal auf den Ta-
|
||
cho-Endwert. Anschließend wird wieder der aktuelle Z u-
|
||
stand angezeigt.
|
||
Fahrt
|
||
Wird im Betriebszustand „Bereitschaft X“ oder „Bereitschaft
|
||
B“ in einen mit ZBS ausgerüsteten Streckenbereich einge-
|
||
fahren oder beginnt die Fahrt in einem solchen Bereich,
|
||
wechselt am ersten Datenpunkt ( in der Regel an einem
|
||
Rangier-, Vor- oder Hauptsignal in Fahrtrichtung) automa-
|
||
tisch der Betriebszustand nach den in Abschnitt 5 beschrie-
|
||
benen Bedingungen (Systemaufnahme).
|
||
Im S-Bahn-Netz kennzeichnet ein Orientierungszeichen mit
|
||
der Aufschrift "ZBS" den Beginn eines Streckenabschnitts
|
||
mit ZBS-Ausrüstung.
|
||
An den Übergängen vom Fernbahn- Netz in das S -Bahn-
|
||
Netz ist dieses Orientierungszeichen in der Regel nicht vor-
|
||
handen.
|
||
Anzeigen prüfen
|
||
Einfahren in ei-
|
||
nen ZBS-Stre-
|
||
ckenbereich
|
||
Orientierungszei-
|
||
chen ZBS
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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Bild 5: Orientierungszeichen für den Beginn der ZBS-Stre-
|
||
ckenausrüstung
|
||
|
||
|
||
Erfolgt der Wechsel in die Betriebszustände „Zugfahrt“ oder
|
||
„Rangierfahrt“, muss der Leuchtmelder „Ü“ leuchten.
|
||
Erfolgt am Beginn eines mit ZBS ausgerüsteten Strecken-
|
||
bereichs ( ggf. gekennzeichnet durch die ZBS -Kennzeich-
|
||
nung im Fahrplan sowie das Orientierungszeichen ZBS)
|
||
keine Systemaufnahme, so ist von einer Störung der Fahr-
|
||
zeug- oder Streckeneinrichtung auszugehen. Teilen Sie die
|
||
nicht erfolgte Systemaufnahme umgehend dem Fahrdienst-
|
||
leiter mit.
|
||
Da die Systemaufnahme am nächsten, für das Gleis gülti-
|
||
gen, Vor-, Haupt- oder Rangiersignal erfolgt, kann vor allem
|
||
bei Fahrten im linken S treckengleis oder Gegengleis der
|
||
Standort des Signals (und damit auch der Sys temauf-
|
||
nahme) von der ZBS-Kennzeichnung im Fahrplan oder vom
|
||
ZBS-Orientierungszeichen abweichen.
|
||
Im Zusammenhang mit der weiteren ZBS- Ausrüstung des
|
||
Berliner S-Bahn-Netzes können ZBS -Streckenabschnitte
|
||
an Haupt- oder Sperrsignalen zusätzlich mit Fahrsperren-
|
||
einrichtungen ausgerüstet sein (Doppelausrüstung). Auf
|
||
Streckenabschnitten mit Doppelausrüstung dürfen füh-
|
||
rende S -Bahnfahrzeuge ohne ZBS -Fahrzeugeinrichtung
|
||
eingesetzt werden. Für das Führen dieser Fahrzeuge gel-
|
||
ten die Regelungen des Fahrsperrensystems. Für führende
|
||
Fahrzeuge mit ZBS-Fahrzeugeinrichtung gelten die Rege-
|
||
lungen für ZBS-Strecken. Bei überbrückter ZBS-Fahrzeug-
|
||
einrichtung gelten die Regelungen des Fahrsperrensys-
|
||
tems.
|
||
Im S-Bahn-Netz kennzeichnet ein Orientierungszeichen mit
|
||
der Aufschrift "FSP ZBS" den Beginn eines Streckenab-
|
||
schnitts mit Doppelausrüstung.
|
||
Leuchtmelder „Ü“
|
||
Nicht erfolgte
|
||
Systemaufnahme
|
||
Systemaufnahme
|
||
im Gegengleis
|
||
Doppelausrüs-
|
||
tung der Strecke
|
||
mit ZBS und
|
||
Fahrsperre
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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Bild 6: Orientierungszeichen für Doppelausrüstung ZBS
|
||
und Fahrsperre
|
||
|
||
|
||
Da der Fahrdienstleiter die Fahrzeugausrüstung eines Zu-
|
||
ges nicht erkennen kann, behandelt er auf dem Strecken-
|
||
abschnitt mit Doppelausrüstung alle Züge nach den Rege-
|
||
lungen für ZBS-Strecken.
|
||
Die Überwachung von signalisierten Geschwindigkeitsbe-
|
||
schränkungen (Ks1 mit Zs3v) erfolgt gemäß Abschnitt 8 (2).
|
||
Die aktive Überwachung einer Geschwindigkeitsbeschrän-
|
||
kung wird im Betriebszustand " Zugfahrt" ab dem Ort der
|
||
Vorsignalisierung durch den Leuchtmelder „G“ mit Dauer-
|
||
licht angezeigt. Die Anzeige der Zielgeschwindigkeit erfolgt
|
||
ab einer bestimmten Distanz zum Zielsignal.
|
||
Am Zielsignal erlöschen die Anzeigen, wenn die Bedingun-
|
||
gen für ihr Anschalten nicht erneut gegeben sind.
|
||
Die Überwachung eines Halts (Ks 2, Bü 0) erfolgt gemäß
|
||
Abschnitt 8 (2).
|
||
Die aktive Überwachung einer Fahrt auf Halt wird im Be-
|
||
triebszustand "Zugfahrt" ab dem Ort der Vorsignalisierung
|
||
durch den Leuchtmelder „G“ blin kend angezeigt. Ab einer
|
||
bestimmten Distanz zum Zielsignal erfolgt:
|
||
- die Anzeige der Zielgeschwindigkeit "0"
|
||
- die Anzeige der Freigabegeschwindigkeit.
|
||
Die Anzeigen der Zielgeschwindigkeit, Freigabegeschwin-
|
||
digkeit und der Leuchtmelder „G“ erlöschen
|
||
- am Zielsignal oder
|
||
- in der Mitte eines gestörten Bahnübergangs,
|
||
wenn die Bedingungen für ihr Anschalten nicht erneut ge-
|
||
geben sind.
|
||
Überwachen
|
||
von Geschwin-
|
||
digkeitsbe-
|
||
schränkungen
|
||
Überwachen auf
|
||
Halt
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
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|
||
Geschwindigkeitsbeschränkungen bzw. die Fahrt auf Halt
|
||
werden grundsätzlich bis zum entsprechenden Zielsignal,
|
||
in der Regel das nächste Hauptsignal, überwacht. Das gilt
|
||
auch, wenn dies es Signal zwischenzeitlich eine geringere
|
||
oder keine Beschränkung anzeigt. Die Information hierüber
|
||
kann erst durch den Datenpunkt am Zielsignal übermittelt
|
||
werden.
|
||
Damit in bestimmten Fällen die aktuelle Signalisierung
|
||
schon früher übermittelt wird, kann ein zusätzlicher Daten-
|
||
punkt des Zielsignals in einem größeren Abstand davor ver-
|
||
legt sein. An diesem Datenpunkt wird dann die Überwa-
|
||
chung entsprechend der aktuellen Signalisierung schon vor
|
||
Erreichen des Zielsignals aktualisiert.
|
||
Die Aktualisierung umfasst das Übermitteln einer unverän-
|
||
derten, geringeren oder entfallenen Beschränkung sowie
|
||
der Haltstellung.
|
||
Die Überwachung von Geschwindigkeitswechseln erfolgt
|
||
im Betriebszustand
|
||
- Zugfahrt
|
||
- Befehlsfahrt (Für Zugfahrten , die auf die zulässige
|
||
Streckengeschwindigkeit gemäß Abschnitt 5 (7) über-
|
||
wacht werden).
|
||
Ab Hauptsignal, Vorsignal oder Signal Lf 6 überwacht ZBS
|
||
die Geschwindigkeitsverminderung bis zu der Stelle an der
|
||
die angekündigte Geschwindigkeit erreicht sein muss (Sig-
|
||
nal Lf 7).
|
||
Ab Signal Lf 7 überwacht ZBS die angekündigte Geschwin-
|
||
digkeit.
|
||
Die aktuellen Anzeigen der Anzeige- und Bedieneinrichtung
|
||
werden durch die Überwachung von Geschwindigkeits-
|
||
wechseln nicht beeinflusst.
|
||
Die Überwachung vorübergehender Langsamfahrstellen
|
||
kann durch den Einsatz von zusätzlichen Datenpunkten im
|
||
Netz erfolgen.
|
||
|
||
Überwachung
|
||
ohne Signal ak-
|
||
tualisieren
|
||
Überwachen
|
||
von Geschwin-
|
||
digkeitswech-
|
||
seln
|
||
Überwachen
|
||
von vorüberge-
|
||
henden Lang-
|
||
samfahrstellen
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
||
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|
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Gültig ab 15.12.2024
|
||
Die Überwachung von vorübergehenden Langsamfahrstel-
|
||
len erfolgt im Betriebszustand
|
||
- Zugfahrt
|
||
- Rangierfahrt
|
||
- Befehlsfahrt (Z)
|
||
- Befehlsfahrt (R)
|
||
- Befehlsfahrt (Für Zugfahrten, die auf die zulässige
|
||
Streckengeschwindigkeit gemäß Abschnitt 5 (7) über-
|
||
wacht werden).
|
||
Ab der Ankündigung einer vorübergehenden Langsamfahr-
|
||
stelle überwacht ZBS die Geschwindigkeitsverminderung
|
||
bis zum Erreichen der Stelle an dem die angekündigte Ge-
|
||
schwindigkeit erreicht sein muss (Signal Lf 2).
|
||
Im Bereich der vorübergehenden Langsamfahrstelle über-
|
||
wacht ZBS die angekündigte Geschwindigkeit.
|
||
Die aktuellen Anzeigen der Anzeige- und Bedieneinrichtung
|
||
werden durch die Überwachung von vorübergehenden
|
||
Langsamfahrstellen nicht beeinflusst.
|
||
Ab dem Signal Bü 0 überwacht ZBS die Geschwindigkeits-
|
||
verminderung vor Erreichen des Bahnübergangs. Der Be-
|
||
reich der Freigabegeschwindigkeit beginnt vor dem Bahn-
|
||
übergang. Nach dem Anhalten und während des Befahrens
|
||
wird eine Freigabegeschwindigkeit von 15 km/h überwacht.
|
||
Die Überwachung endet, wenn die Zugspitze die Mitte des
|
||
Bahnübergangs erreicht hat.
|
||
Die Anzeigen des Leuchtmelders „G“, der Zielgeschwindig-
|
||
keit und der Freigabegeschwindigkeit erfolgen analog wie
|
||
bei „Überwachen auf Halt“. Sie überschreiben ggf. vorhan-
|
||
dene Anzeigen einer laufenden Überwachung zum folgen-
|
||
den Hauptsignal.
|
||
In den Betriebszuständen „Rangierfahrt“ und „Befehlsfahrt“
|
||
wird die aktive Überwachung des Befahrens eines gestör-
|
||
ten Bahnübergangs nur mit Zielgeschwindigkeit "0" ange-
|
||
zeigt.
|
||
Ist ein Datenpunkt als gestört bekannt, ist eine Vorbeifahrt
|
||
mit wirksamer Bedienung des Tasters „Befehl“ möglich. Da-
|
||
bei:
|
||
- wird in den Betriebszustand „Bereitschaft B“ mit Über-
|
||
wachungsgeschwindigkeit 25 km/h gewechselt und
|
||
- der Leuchtmelder „Ü“ erlischt.
|
||
|
||
Befahren ge-
|
||
störter Bahn-
|
||
übergänge
|
||
Zulässige Vor-
|
||
beifahrt an ge-
|
||
störten Daten-
|
||
punkten
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
||
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|
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|
||
Der Betriebszustand „Bereitschaft B“ bleibt bis zum Errei-
|
||
chen eines Signals bzw. Datenpunktes erhalten, an dem die
|
||
Überwachung wieder aktualisiert werden kann (Systemauf-
|
||
nahme).
|
||
Während einer statischen Zwangsbremsung wird
|
||
- der Leuchtmelder „S“ in Dauerlicht geschaltet,
|
||
- nur ggf. der Leuchtmelder „A“ angeschaltet und
|
||
- die Ist -Geschwindigkeit und die vorgewählte Ge-
|
||
schwindigkeit angezeigt.
|
||
Alle anderen Anzeigen werden über die Dauer der stati-
|
||
schen Zwangsbremsung abgeschaltet.
|
||
Während einer dynamischen Zwangsbremsung bleiben alle
|
||
bestehenden Anzeigen erhalten. Zusätzlich leuchtet der
|
||
Leuchtmelder „S“ über die Dauer der Zwangsbremsung .
|
||
|
||
Bei Dauerbedienung der Taster „Frei“, „Befehl“ oder von
|
||
Tastern der Anzeige - und Bedieneinrichtung erfolgt nach
|
||
fest gelegter Zeit die Anzeige „D“ in der Betriebszustands-
|
||
anzeige. Die Taster „Frei“ und „Befehl“ werden bei Dauer-
|
||
bedienung unwirksam.
|
||
Eine Sprachausgabe im Führerraum informiert über Ereig-
|
||
nisse im Zusammenhang mit der Überwachung durch das
|
||
ZBS (Tabelle 5). Darüber hinaus kann die Sprachausgabe
|
||
fahrzeugspezifisch Informationen über Ereignisse aus an-
|
||
deren Fahrzeugsystemen erzeugen.
|
||
|
||
Anzeigen bei
|
||
statischer
|
||
Zwangsbrem-
|
||
sung
|
||
Anzeigen bei
|
||
dynamischer
|
||
Zwangsbrem-
|
||
sung
|
||
Anzeige der
|
||
Tasterdauerbe-
|
||
dienen
|
||
Sprachausgabe
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
||
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|
||
Text für die
|
||
Ansagen
|
||
Sachverhalt Kriterien für den
|
||
Beginn der Ansagen
|
||
Kriterien für das
|
||
Beenden der
|
||
Ansagen
|
||
„Geschwindig-
|
||
keit“
|
||
(wiederholend)
|
||
Unzulässige
|
||
Geschwindig-
|
||
keit
|
||
Ist-Geschwindigkeit
|
||
überschreitet momen-
|
||
tan überwachte Ge-
|
||
schwindigkeit
|
||
Ist-Geschwindigkeit
|
||
unterschreitet momen-
|
||
tan überwachte Ge-
|
||
schwindigkeit
|
||
„Test“ Test der ZBS-
|
||
Fahrzeugein-
|
||
richtung
|
||
Bedienung Taster
|
||
„Test“
|
||
nach einmaliger An-
|
||
sage
|
||
„Befehl“
|
||
(zügig wieder-
|
||
holend wäh-
|
||
rend der Bedie-
|
||
nung des Be-
|
||
fehlstasters)
|
||
Quittung für
|
||
wirksame Be-
|
||
fehlstasterbe-
|
||
dienung
|
||
Bedienung des Tas-
|
||
ters „Befehl“
|
||
bei Loslassen des
|
||
Tasters „Befehl“
|
||
bei Dauerbetätigung
|
||
(Ende der Ansage gilt
|
||
als Rücknahmeauffor-
|
||
derung
|
||
nach akzeptierter Be-
|
||
dienung (Übergang in
|
||
den Betriebszustand
|
||
„Befehlsfahrt“)
|
||
„Störung“ Bedingungen
|
||
zum Anschal-
|
||
ten des Leucht-
|
||
melders "A"
|
||
sind gegeben
|
||
Anschalten des
|
||
Leuchtmelders „A“
|
||
Nach einmaliger An-
|
||
sage
|
||
"Überwachung"
|
||
(optional)
|
||
Bedingungen
|
||
zum Anschal-
|
||
ten des Leucht-
|
||
melders "G"
|
||
sind gegeben
|
||
Anschalten des
|
||
Leuchtmelders „G“
|
||
Nach einmaligerAn-
|
||
sage
|
||
Tabelle 5: Sprachausgabe
|
||
|
||
Soll der Betriebszustand „Bereitschaft X“ manuell einge-
|
||
stellt werden, muss sich der Richtungswähler vorher in Stel-
|
||
lung „0“ befinden. Anschließend sind folgende Bedienhand-
|
||
lungen vorzunehmen:
|
||
- Taster „System aus“ betätigen
|
||
- Richtungswähler in Stellung "Vorwärts" schalten
|
||
- Taster „System aus“ loslassen
|
||
Anschließend wird der Betriebszustand in der Bedien- und
|
||
Anzeigeeinrichtung angezeigt.
|
||
Betriebszustand
|
||
„Bereitschaft X“
|
||
manuell einstel-
|
||
len
|
||
|
||
Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
|
||
Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
|
||
Punktförmige Datenübertragungssysteme
|
||
Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
|
||
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||
|
||
Gültig ab 15.12.2024
|
||
Beenden der Fahrt
|
||
Vor Verlassen des Fahrzeugs ist die Triebfahrzeugführer -
|
||
Kennung zu löschen.
|
||
Nach Nullstellung des Richtungswählers erlöschen die
|
||
Leuchtmelder und Anzeigen auf der Anzeige- und Bedien-
|
||
einrichtung. Eine evtl. anstehende ZBS -Zwangsbremsung
|
||
wird am Leuchtmelder "S" weiterhin angezeigt.
|
||
Mit Verschließen des Fahrschalters wird eine evtl. anste-
|
||
hende ZBS-Zwangsbremsung am Leuchtmelder "S" nicht
|
||
mehr angezeigt. Die ZBS-Fahrzeugeinrichtung geht in den
|
||
Systemzustand „Selbsthaltung“ über. Es beginnt die Daten-
|
||
haltezeit.
|
||
Nach Ablauf der Datenhaltez eit oder bei Bewegung des
|
||
Fahrzeugs werden die gespeicherten Streckendaten ge-
|
||
löscht und die Zuglänge wird auf den Maximalwert gesetzt.
|
||
Nach Ablauf der Selbsthaltezeit schaltet sich die ZBS-Fahr-
|
||
zeugeinrichtung ab.
|
||
Unregelmäßigkeiten
|
||
Der Ausfall der Batteriespannung oder das Ausschalten des
|
||
Leitungsschutzschalters "ZBS" führt zum vollständigen
|
||
Ausfall sämtlicher Funktionen des ZBS -Fahrzeuggerätes.
|
||
Das spannungslose Fahrzeuggerät führt zum Öffnen der
|
||
Bremsleitung. Die Brem sleitung kann durch Einschalten
|
||
des ZBS-Überbrückungsschalters geschlossen werden.
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Bei eingeschaltetem ZBS-Überbrückungsschalter führt das
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Einschalten bzw. Aktivieren der Fahrzeugeinrichtung (Fahr-
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schalter auf schließen, Richtungswähler in Stellung "Vor-
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wärts") in den Systemzustand "Störbetrieb".
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Für die Fahrt mit überbrückter ZBS -Fahrzeugeinrichtung
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sind die hierfür getroffenen betrieblichen
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Regelungen zu beachten.
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Kann das Öffnen der Bremsleitung im Systemzustand
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"Test" nicht festgestellt werden, ist die ZBS -Fahrzeugein-
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richtung als gestört zu betrachten. Der Überbrückungs-
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schalter einzuschalten.
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Ist eine durch das ZBS -Fahrzeuggerät ausgegebene
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Zwangsbremsung bei Einhaltung der Voraussetzungen zur
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Rücknahme nicht lösbar, ist der ZBS-Überbrückungsschal-
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ter einzuschalten.
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Tf-Kennung lö-
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schen
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ZBS deaktivie-
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ren
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Fahrschalter
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verschließen
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Datenhaltezeit
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Selbsthaltezeit
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Spannungsver-
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sorgung
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Überbrückungs-
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schalter einge-
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schaltet
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Unregelmäßig-
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keiten beim Test
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Zwangsbrem-
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sung lässt sich
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nicht lösen
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Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
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Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
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Punktförmige Datenübertragungssysteme
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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483.0305
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Seite 40
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Gültig ab 15.12.2024
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Wird beim Befahren von -Datenpunkten eine gestörte Da-
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tenübertragung festgestellt, erfolgt durch das ZBS eine dem
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Datenpunkt entsprechende Sicherheits - bzw.
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Meldereaktion.
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Die Meldereaktion ist das zeitlich begrenzte Anschalten des
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Leuchtmelders "A".
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Die Sicherheitsreaktion ist die Zwangsbremsung in Verbin-
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dung mit dem Anschalten des Leuchtmelders "A" über die
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Dauer der Zwangsbremsung.
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Die Wertigkeit der Übertragungsstörung bestimmt die
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Melde- oder Sicherheitsreaktion:
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- nur Meldereaktion
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- statische Zwangsbremsausgabe niedriger Priorität
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- statische Zwangsbremsausgabe hoher Priorität
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Bei statischen Zwangsbremsungen hoher Priorität (Lösen
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mit Taster "Befehl" möglich) im Zusammenhang mit dem
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Leuchtmelder "A" gelten besondere betriebliche Regelun-
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gen zu Störungen an ZBS-Streckeneinrichtungen.
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Eine Störung der Wegmesssensoren wird durch den blin-
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kenden Leuchtmelder „A“ mit folgender zeitlicher Abfolge
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angezeigt:
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- Beim erstmaligen Auftreten einer Odometriestörung
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wird der Leuchtmelder „A“ dauerhaft blinkend ange-
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steuert, bis der Fahrtrichtungswähler in Stellung „0“
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geschaltet wird.
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- Liegt eine remanent gespeicherte Odometriestörung
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vor und der Fahrtrichtungswähler wird auf Stellung „V“
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geschaltet, wird der Leuchtmelder „A“ für 10 Sekun-
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den blinkend angesteuert.
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- Liegt eine remanent ge speicherte Odometriestörung
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länger als zwölf Tage vor und der Fahrtrichtungswäh-
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ler wird auf Stellung „V“ geschaltet, wird der Leucht-
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melder „A“ dauerhaft blinkend angesteuert.
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Die Überwachungsgeschwindigkeit ist in diesem Zustand
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um ca. 2 -3 km/h reduziert. Zur Vermeidung von ZBS -
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Zwangsbremsungen ist die Ist-Geschwindigkeit zu reduzie-
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ren.
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Die Störung kann sich beim Befahren von ZBS-Streckenbe-
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reichen selbstständig zurücksetzen.
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gestörte Daten-
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übertragung
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Odometrie-
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Störung
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Bahnbetrieb Zugbeeinflussungsanlagen bedienen
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Zugbeeinflussungsanlagen bedienen;
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Punktförmige Datenübertragungssysteme
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Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)
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483.0305
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Gültig ab 15.12.2024
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Bleibt die Störung über einen längeren Zeitraum bestehen
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(14 Tage), wechselt di e ZBS -Fahrzeugeinrichtung
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automatisch in den Störbetrieb.
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